| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Bamberg (Begriffsklärung). |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt | |
| Koordinaten: | 49° 54′ N, 10° 54′ O | |
| Höhe: | 230–386 m ü. NN | |
| Fläche: | 54,58 km² | |
| Einwohner: | 70.063 (1. Juni 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1284 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 96001–96052 | |
| Vorwahl: | 0951 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 61 000 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Maximiliansplatz 3 96047 Bamberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Andreas Starke (SPD) | |
Bamberg ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und gleichzeitig Standort des Landratsamtes Bamberg. Bamberg ist Universitäts-, Schul- und Verwaltungsstadt sowie Sitz des gleichnamigen Erzbistums. Die Stadt gilt als Mittelpunkt eines Ballungsraums von etwa 200.000 Einwohnern und damit als wichtigstes Zentrum im oberfränkischen Raum.
Die sehenswerte Altstadt besitzt den größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkern in Deutschland und ist seit 1993 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen. Darüber hinaus ist Bamberg überregional bekannt für seine vielfältige und eigenständige Biertradition.
Inhaltsverzeichnis |
Die alte fränkische Kaiser- und Bischofsstadt erstreckt sich über eine Talsenke, durch die der Fluss Regnitz fließt. Die Regnitz verlässt Bamberg wieder in nord-westlicher Richtung und mündet 7 km vom Stadtzentrum entfernt in den Fluss Main.
Die Stadt Bamberg hat auf der CeBIT 2006 ein dreidimensionales Modell und ein hochaufgelöstes Luftbild der Bamberger Innenstadt für Google Earth zum Download[2] zur Verfügung gestellt.
Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 54,58 Quadratkilometern. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 9,6 Kilometer, die Ost-West-Ausdehnung 9,7 Kilometer.
Bamberg gliedert sich in die Stadtteile: Mitte (Inselstadt), Berggebiet, St. Gangolf (Gärtnerstadt), Wildensorg, Wunderburg, Gereuth, Nord, Ost, Gartenstadt, Kramersfeld (mit Bruckertshof und Hirschknock) sowie Gaustadt.
Die ältesten Relikte Bamberger Vorgeschichte sind vermutlich die im 19. Jhdt. gefundenen Bamberger Götzen. Im Jahre 902 wurde zum ersten Mal ein „Castrum Babenberch“ auf dem heutigen Domberg genannt. Es gehörte dem ostfränkischen Geschlecht der älteren Babenberger, die das Lehen 903 in einer blutigen Fehde mit den rheinfränkischen Konradinern verloren. Bei der sogenannten Babenberger Fehde starben drei babenbergische Brüder. Die Besitzungen fielen an den König und blieben bis 973 Königsgut. Kaiser Otto II. schenkte das Castrum seinem Vetter, dem Herzog von Bayern, Heinrich dem Zänker.
1007 erfolgte die Gründung des Bistums durch Kaiser Heinrich II., dem Sohn Heinrichs des Zänkers und im gleichen Jahr ließ er den ersten Dom errichten, der aber zweimal abbrannte und durch den heutigen (aus dem 13. Jahrhundert) ersetzt wurde. Ein Aufstand der Bürger im 16. Jahrhundert gegen die fürstbischöfliche Macht blieb erfolglos. Unter den Fürstbischöfen Lothar Franz und Friedrich Carl von Schönborn erlebte die Stadt eine hohe kulturelle barocke Blüte. Im Dreißigjährigen Krieg litt die Stadt sehr durch die Schweden, im Siebenjährigen Krieg durch die Preußen und im 19. Jahrhundert durch französische Truppen.
Stadt und Stift wurden im Frieden von Lunéville dem Kurfürstentum Bayern als Kompensation für den Verlust der Pfalz an Frankreich in Aussicht gestellt. Noch vor der endgültigen Fixierung im Reichsdeputationshauptschluss begann Bayern am 2. September 1802 das Territorium des Hochstifts militärisch zu besetzen und erklärte das Gebiet am 29. November endgültig zu einer bayerischen Provinz. Fürstbischof Christoph Franz von Buseck trat zurück und besiegelte damit das Ende der Selbständigkeit Bambergs.
Am 25. und 26. Mai 1854 hielten acht deutsche Mittelstaaten (Bayern, Sachsen, Hannover, Württemberg, Baden, Kurhessen, Hessen-Darmstadt und Nassau) in Bamberg die „Bamberger Konferenz“ ab, in der sie sich über ihre Stellung zu den beiden Großmächten Österreich und Preußen in der orientalischen Angelegenheit verständigten.
Nach dem Ersten Weltkrieg flüchtete am 7. April 1919 die kurz zuvor gewählte Bayerische Staatsregierung (Kabinett Hoffmann) in den Auseinandersetzungen um die Münchner Räterepublik nach Bamberg, von wo aus sie militärische Unterstützung zur Niederschlagung der Räterepublik anforderte. Nachdem die Räterepublik von Reichswehr und Freikorps gewaltsam beendet worden war, wurde am 14. August 1919 die Bamberger Verfassung unterzeichnet (die erste demokratische Verfassung Bayerns).
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Bamberg zur Amerikanischen Besatzungszone. Von der Militärverwaltung wurde ein DP-Lager für so genannte Displaced Persons angelegt. Bamberg ist seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges Garnison der US Army.
Die 1647 gegründete Universität wurde 1803 aufgehoben, bestand aber weiter als „Philosophisch-Theologische Hochschule“. Erweitert durch alle universitären Fakultäten nahm sie im Wintersemester 1946/1947 den Lehrbetrieb auf in der Hoffnung, sich zur vierten bayerischen Landesuniversität entwickeln zu können. Energischer Initiator war der damalige Rektor Benedikt Kraft. Er berief namhafte Professoren, die bisher in Königsberg oder Breslau gelehrt hatten, sowie u.a. Richter vom Reichsgericht Leipzig. Viele aus dem Krieg zurückgekehrte ehemalige Soldaten begannen hier ihr Studium, das von Semester zu Semester erweitert wurde.
Juristen zum Beispiel konnten hier bis zum Ersten Staatsexamen studieren, das erstmals im Sommer 1950 in den Räumen des Oberlandesgerichts Bamberg abgenommen wurde. Die Ausbaupläne zerschlugen sich dann, Regensburg wurde die vierte bayerische Landesuniversität. Im Jahre 1972 wurde die Bamberger Hochschule als Gesamthochschule wiedergegründet und 1979 zur Universität erhoben. Die nach ihren Gründern benannte Otto-Friedrich-Universität Bamberg beherbergt geistes- und sozialwissenschaftliche Fakultäten sowie eine Fakultät für „Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik“. Derzeit (2007) wird der Fachbereich Sozialwesen aufgelöst und in die Hochschule Coburg integriert.
(siehe Gesamtliste unter Liste der Erzbischöfe von Bamberg)
Von nun an wurden die Bischöfe vom Domkapitel gewählt, obgleich die Kaiser bis 1398 das Ernennungsrecht beanspruchten.
Infolge des Konkordats von 1817 trat später an die Stelle des ehemaligen Bischofs von Bamberg ein Erzbischof, dessen Diözese den nördlichen Teil von Bayern umfasst, und welchem die Bischöfe von Würzburg, Eichstätt und Speyer untergeordnet sind.
Bamberg war ein Kerngebiet der Hexenverfolgungen. In der Zeit der Hexenprozesse nahmen unter der Regentschaft der Erzbischöfe von Bamberg Johann Gottfried I. von Aschhausen (1609-1622) und seinem Nachfolger Johann Georg II. Fuchs von Dornheim (1623-1633) die Hexenverfolgungen in Bamberg große Ausmaße an.
Ähnliche massive Verfolgungen lassen sich in Süddeutschland nur in den Hexenprozessserien der Hochstifte Würzburg und Eichstätt sowie in Kurmainz und Ellwangen nachweisen.
1612/1613 und 1617/1618 starben im Hochstift Bamberg 300 Personen in den Flammen der Scheiterhaufen. Allein 1617 wurden 102 Menschen im Hochstift in Hexenprozessen hingerichtet. Bekanntestes Opfer war der Bürgermeister Johannes Junius, der im August 1628 im Hexengefängnis Drudenhaus gefoltert wurde.
1629 erschien ein zeitgenössisches Hexentraktat[1]. Darin heißt es:
„Kurtzer und wahrhafftiger Bericht und erschreckliche Neue Zeitung Von sechshundert Hexen, Zauberern und Teuffels-Bannern; welche der Bischoff zu Bamberg hat verbrennen lassen / was sie in guetlicher und peinlicher Frage bekannt“.
Die im Jahre 1507 in Bamberg verfasste Bambergische Peinliche Halsgerichtsordnung gab der (kirchlichen und staatlichen) Gerichtsbarkeit ein verbindliches Regelwerk vor, wie die peinliche Befragung (= Folter) der Angeklagten durchgeführt werden sollte. Da es dadurch möglich wurde, auch die Willkür der Gerichtsorgane zu bestrafen, war die Halsgerichtsordnung ein wesentlicher Fortschritt eines weiterhin die Folter tolerierenden Prozessrechts.
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit wuchs die Bevölkerung von Bamberg nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So starben 1349/1350 beim Ausbruch der Pest und anschließenden Judenpogromen - die jüdische Bevölkerung wurde für den Ausbruch der Epidemie verantwortlich gemacht - zahlreiche Bewohner. Während des Dreißigjährigen Krieges sank die Bevölkerung Bambergs auf nur noch 7.000 Einwohner im Jahre 1648. Vor dem Krieg waren es noch 12.000. Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1811 erst 17.000 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 42.000.
Bis 1939 stieg die Bevölkerungszahl auf 59.000. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten der Stadt innerhalb weniger Monate einen Zuwachs um 16.000 Personen auf 75.000 Einwohner im Dezember 1945. Im Jahre 1953 stieg die Bevölkerungszahl auf den historischen Höchststand von 77.000. Bis Juni 1972 sank die Bevölkerung der Stadt auf 69.000. Eingemeindungen am 1. Juli 1972 brachten einen Zugewinn von 7.207 Personen auf über 76.000 Einwohner. Am 30. Juni 2006 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Bamberg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 70.063 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1811 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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¹ Volkszählungsergebnis
Folgende Fraktionen sind im Stadtrat vertreten: CSU 18 Sitze, SPD 9 Sitze, Grüne/Alternative Liste (GAL) 6 Sitze, Die Bamberger (DB) 4 Sitze, Freie Wähler-Bamberger Realisten (FW-BR) 4 Sitze. Daneben besetzen Bamberger Bürger-Block (BBB), Republikaner (REP) und ein unabhängiges Mitglied (ehemals CSU) jeweils einen Stadtratssitz ohne Fraktionsstatus. Die Sitzverteilung ist das Ergebnis der Stadtratswahl vom 3. März 2002 und diverser seither erfolgter Abspaltungen. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,33 Prozent.
Die Oberbürgermeister seit 1945:
Bürgermeister und Stellvertreter ist Werner Hipelius (CSU).
1958 hat die Stadt Bamberg für die auf Grund der Beneš-Dekrete aus ihrer Heimat vertriebenen Sudetendeutschen aus dem Gebiet um die tschechische Stadt Troppau die Patenschaft übernommen.
Tausend Jahre Baukunst prägen das unverwechselbare Stadtbild. Bamberg wurde wie Rom auf sieben Hügeln erbaut und deshalb auch manchmal als „Fränkisches Rom“ bezeichnet. Da Bamberg im zweiten Weltkrieg weitgehend verschont wurde, bietet die Altstadt bis heute das nahezu unveränderte Bild der ursprünglichen Dreigliederung in geistliche Bergstadt (im Umfeld des Kaiserdoms, bürgerliche Inselstadt (zwischen den zwei Flussarmen der Regnitz) und der Gärtnerstadt.
Überragt vom Bamberger Dom stellt die Stadt ein denkmalgeschütztes Ensemble-Kunstwerk zwischen Mittelalter und bürgerlichem Barock dar.
1993 wurde die Altstadt in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. In der Begründung heißt es, Bamberg repräsentiert in einzigartiger Weise die auf einer Grundstruktur des Frühmittelalters entwickelte mitteleuropäische Stadt. Das in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommene Areal umfasst die drei historischen Stadtzentren, Berg-, Insel-, und Gärtnerstadt mit einer Gesamtfläche von circa 140 ha.
Die goldene 100-Euro-Gedenkmünze des Jahres 2004 aus der Reihe Unesco Welterbe zeigt eine historische Stadtansicht Bambergs.
Umfangreiche Aktivitäten im Bereich der Denkmalpflege haben zu einem guten Restaurierungszustand geführt. Seit Juli 2005 hat die Stadt Bamberg ein eigenes Dokumentationszentrum Welterbe als Koordinierungs- und Anlaufstelle zu allen Belangen des UNESCO-Welterbes eingerichtet.
Darüber hinaus gibt es weit über 1000 Einzeldenkmäler.
Im Bamberg lebten einige bedeutsame Literaten. Ab 1260 wirkte Hugo von Trimberg an der Lateinschule im damaligen Bamberger Vorort Theuerstadt. Von ihm stammt das moralische Lehrgedicht Der Renner, das 24.000 Verse gegen die sieben Todsünden umfasst.
Der Frühhumanist Albrecht von Eyb lebte in der Bamberger Curia Sancti Sebastiani. Von ihm stammt das Loblied über die Anmut des Mägdeleins Barbara.
Einige Zeit später spielte Bamberg eine wichtige Rolle in der Entwicklung der deutschen Romantik. Wilhelm Heinrich Wackenroder gilt als einer der frühesten Autoren dieser Kunstauffassung und entwickelte diese unter Mitarbeit von Ludwig Tieck in den Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders unter anderem angeregt durch seine Aufenthalte in Bamberg.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel fand in Bamberg 1807 einen Verleger für sein Werk Phänomenologie des Geistes. Er wurde Chefredakteur der Bamberger Zeitung, geriet dort jedoch bald in Konflikt mit dem bayerischen Pressegesetz. Schließlich verließ Hegel 1808 ernüchtert die Stadt in Richtung Nürnberg. Sein journalistisches Engagement sollte eine Episode in seiner Biographie bleiben. 1810 übernahm Karl Friedrich Gottlob Wetzel die Rolle des Chefredakteurs der in Fränkischer Merkur umgetauften Zeitung. Im Laufe seiner Tätigkeit in Bamberg entstanden zahlreiche Dramen, Gedichtbände und andere Werke.
Einer der berühmtesten Literaten der Stadt war E.T.A. Hoffmann, der 1808 eine Tätigkeit als Musikdirektor in Bamberg aufnahm. Wenig später musste er diesen Posten quittieren, arbeitete jedoch als Theaterkomponist weiter. 1809 verfasste er sein erstes literatisches Werk, den Ritter Gluck. Zudem begann er, Regie bei Theaterstücken zu führen und die Bühnenkulissen mitzugestalten. Prägend für sein literarisches Schaffen wurde seine Liebe zu seiner erst 15-jährigen Gesangsschülerin Julia Marc, auf die später zahlreiche Frauenfiguren in seinen Werken zurückzuführen sind. Doch insgesamt blieb sein Auskommen in Bamberg bescheiden, Hoffmann wurde wiederholt von finanzieller Not geplagt und verließ die Stadt schließlich 1813. Sein Wohnhaus wird heute von der E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft betreut und steht als Museum offen.
Hans Wollschläger übersetzte in Bamberg den Roman Ulysses des irischen Dichters James Joyce ins Deutsche.
Der Basketballverein Brose Baskets wurde 2005 und 2007 Deutscher Basketball-Meister, in den Jahren 1993, 2003 und 2004 Vizemeister und 1992 Deutscher Pokalsieger. Aufgrund der fanatischen Anhänger des Vereins und der breiten Begeisterung innerhalb der relativ kleinen Stadt ist Bamberg bei den deutschen Basketball-Fans unter der Bezeichnung „Freak-City“ bekannt.
Der SKC Victoria ist 8-facher deutscher Meister im Kegeln der Männer, 5-mal Pokalsieger des DKBC, 4-mal Weltpokalsieger, 3-mal Europapokalsieger und 2-mal Champions-League-Sieger. Die Damen der SKC Victoria sind 4-mal deutscher Meister, 2-mal Pokalsieger, 1-mal Europapokalsieger, 2-mal Weltpokalsieger und 2-mal Champions-League-Sieger.
Die Schachspieler vom SC 1868 Bamberg waren 3-mal Deutscher Meister (1966, 1976, 1977) und einmal Deutscher Pokalsieger (1983/84).
Der Tauchclub war 2004 Deutscher Vize-Meister und ist amtierender Deutscher Meister im Unterwasserrugby.
Der Bridgeclub „Bamberger Reiter“ ist nach 1994, 1998,2003 und 2006 amtierender Bundesligameister 2007, amtierender deutscher Teammeister 2006 und Gewinner des Europäischen Championscup der Landesmeister (Sieg am 15. Oktober 2006 in Rom). Sabine Auken (geb. Zenkel) ist zweifache Weltmeisterin und gilt weltweit als eine der besten Spielerinnen überhaupt. Der Bamberger Club ist damit der erfolgreichste deutsche Bridgeclub der letzten Jahre.
Erfolgreichster Fußballverein ist der 1. FC 01 Bamberg, der seit einer Fusion mit dem Nachbarverein Eintracht Bamberg nun in der Bayernliga unter dem Namen 1.FC Eintracht Bamberg antritt. Seine bislang größte Zeit lag jedoch in den 1950er Jahren. Zwischen 1990 und 1993 errang auch der zweitälteste Fußballverein SC 08 Bamberg bemerkenswerte Erfolge (Bayernliga, zweimaliges Erreichen des Achtelfinals im DFB-Pokal).
In der Bierstadt Bamberg gibt es heute noch neun traditionelle, eigenständige Privatbrauereien und eine Gasthausbrauerei (Ambräusianum), die für eine einzigartige Biervielfalt sorgen (siehe auch oberfränkische Brauereien). Eine besondere Spezialität ist dabei das Bamberger Rauchbier, das von den beiden Brauereien Brauerei Spezial und Schlenkerla gebraut wird und seinen rauchigen Geschmack durch die Verwendung von geräuchertem Malz erhält. Darüber hinaus existieren in Bamberg zwei große Handelsmälzereien und eine Brauereimaschinenfabrik. Somit zählt das Braugewerbe zu einem wichtigen Standbein der lokalen Wirtschaftsstruktur.
Im Jahre 1907 gab es den so genannten Bamberger Bierkrieg, bei dem durch einen Boykott der Bevölkerung die Brauereien dazu gezwungen wurden, die Bierpreiserhöhung von 10 auf 11 Pfennig wieder rückgängig zu machen.
Eine weitere Spezialität Bambergs sind die „Bamberger Hörnla“ einerseits als Croissant-artiges Gebäck und andererseits als Kartoffelsorte.
Die größten Arbeitgeber der Stadt Bamberg sind die Robert Bosch GmbH, die Universität Bamberg, die Sozialstiftung Bamberg, die GHP Unternehmensgruppe und die Wieland Electric GmbH.
Die wichtigsten gewerblichen Arbeitgeber in der Stadt Bamberg sind (Stand: 10/2005):[2]
Wichtigste Industriebranche ist die Kfz-Zulieferindustrie (51 % der Industriebeschäftigten 2004), gefolgt von der Elektrotechnik und dem Ernährungsgewerbe.
Die Stadt ist Teil der Bierregion Franken, die mit über 300 Brauereien die höchste Brauereiendichte weltweit aufweist (eine Brauerei je 5500 Einwohner). Gleichzeitig liegt es auf der Grenze zwischen Wein- und Bierfranken.
Von ehemals 65 Braustätten gibt es derzeit (2007) noch zehn Brauereien in Bamberg: Brauerei Maisel, Brauerei Mahr, Brauerei Fässla, Brauerei Schlenkerla, Brauerei Spezial, Brauerei Kaiserdom, Klosterbräu, Brauerei Greifenklau, Brauerei Keesmann und das erst 2004 eröffnete Ambräusianum. Außerdem gibt es eine kleine Hausbrauerei namens Robespierre, die aber kein Bier verkauft.
Der traditionelle Wirtschaftszweig der Gemüsegärtner, der die Stadt seit ihren Anfängen über Jahrhunderte prägte, ist noch immer lebendig.
Das wirtschaftlich stärkste Zentrum Oberfrankens (hoher Dienstleistungsanteil) ist auch das größte Tourismuszentrum in Oberfranken. Bamberg ist mit einem Binnenhafen am Main-Donau-Kanal (Regnitz), zwei Autobahnen (A 70/E48 und A 73) und einem ICE-Bahnhof ins Verkehrsnetz eingebunden.
Im Fernverkehr liegt Bamberg an der Nord-Süd-Strecke Leipzig–Nürnberg und wird im 2-Stunden-Takt von ICE-Zügen angefahren. Während die Verbindung in Richtung Berlin aktuell über Saalfeld und Jena verläuft, wird sie nach Fertigstellung der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt voraussichtlich ab 2015 über Erfurt geführt. Bamberg ist der Ausgangspunkt der Bahnstrecken nach Nürnberg, Hof, Würzburg und Ebern. Die Bahnstrecke nach Scheßlitz wurde 1988 stillgelegt, nachdem bereits 1985 der Personenverkehr eingestellt worden war.
Von 1897 bis 1922 bediente die Elektrische Straßenbahn Bamberg AG den Stadtverkehr.
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg gehört mit fast 10.000 Studierenden (2006) zu den kleineren Universitäten Bayerns. Die Gebäude der Universität sind über das gesamte Bamberger Stadtgebiet verteilt. Ein großer Teil liegt aber im Kern der Bamberger Altstadt. Sprach- und Literaturwissenschaften nehmen zum Teil Gebäude ein, die vorher zum Kaiser-Heinrich-Gymnasium gehörten.
Clavius-Gymnasium, Dientzenhofer-Gymnasium, Eichendorff-Gymnasium, E.T.A. Hoffmann-Gymnasium, Franz-Ludwig-Gymnasium, Kaiser-Heinrich-Gymnasium, Maria-Ward-Gymnasium und Theresianum
2 Realschulen, 1 Wirtschaftschule, Volks- und Förderschulen, 5 Berufliche Schulen, 10 Privatschulen, Volkshochschule Bamberg, Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz), Erzbischöfliches Abendgymnasium für Berufstätige, KEB – Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt Bamberg e. V., 9 Berufliche Weiterbildungs- und Qualifizierungsstellen und Städtische Musikschule
Das Aufseesianum wurde 1738 von Domkapitular Freiherr Jodocus Bernhard von Aufsees gestiftet. Hier wurde 1973 der Roman Das fliegende Klassenzimmer von Erich Kästner verfilmt. Ebenfalls in Betrieb ist das Maria-Ward-Internat in Trägerschaft der Englischen Fräulein (seit 1717). Zwei weitere kirchliche Internate wurden Ende des 20. Jahrhunderts geschlossen: das Ottonianum (1866-1999, in diözesaner Trägerschaft) und das Marianum (1918-1988, in Trägerschaft der Karmeliten).
Die Hilfsorganistationen stellen für die Bevölkerung und für alle in der Stadt befindlichen Personen, Bauwerke, Gewässer, Sachgüter, usw., den notwendigen Sicherheitseinrichtungen.
Die Freiwillige Feuerwehr setzt sich aus einer ständig besetzten Wache und neun Löschgruppen zur Brandabwehr, Gefahrenabwehr, Personenrettung und technischen Hilfeleistung unter der Regie der Stadtverwaltung zusammen. Diese Einheiten zählen zum Katastrophenschutz der Stadt Bamberg.
Im Bereich der gesundheitlichen Notfallversorgung stellen die Hilfsorganisationen Bayerisches Rotes Kreuzes (BRK) und Malteser Hilfsdienst (MHD) den öffentlich rechtlichen Land-Rettungsdienst für die Stadt und den Landkreis Bamberg. Weiterhin werden durch diese beiden Organisationen, Sanitätseinheiten im Katastrophenschutz der Stadt Bamberg gestellt.
Das Bayerische Rote Kreuz stellt außerdem durch seine Mitarbeiter den Organisatiorischen Leiter für den Rettungs- und Sanitätsbereich, der zusammen mit dem Leitenden Notarzt die Sanitäts-Einsatzleitung bildet. Für die Stadt Bamberg wird diese Leitungsgruppe durch die Unterstützungsgruppe Sanitäts-Einsatzleitung (UG-SanEl) des BRK unterstützt. Bei einem Großschadensereigniss können diese auf Schnelleinsatzgruppen der HiOrgs zurückgreifen. Die Feuerwehr stellt für die Stadt Bamberg einen Teil der berufenen Örtlichen Einsatzleiter und wird unterstützt durch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL), wobei diese im Großschadensfall auf Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bamberg zurückgreifen. Das Technische Hilfswerk (THW) leistet ebenso seinen Dienst am Nächsten im und um das Hoheitsgebiet der Stadt Bamberg. Es kommt bevorzugt bei Rettungseinsätzen und Hilfeleistungen im technischen Bereich zum Einsatz, bei denen großes technisches Gerät oder Spezialausrüstung benötigt wird.
Im Bereich des Wasser-Rettungsdienstes sind die Deutsche Lebensrettungs Gemeinschaft (DLRG) und die Wasserwacht tätig. Diese beiden Gemeinschaften besetzen in den Sommermonaten die jeweiligen Wachstadtionen, zudem stellen sie das gesamte Jahr jeweils eine SEG-Wasser für Stadt und Landkreis Bamberg.
Durch die nahe liegende Fränkische Schweiz ist auch die Bergrettung in Bamberg ein fester Bestandteil der HiOrgs. Die Bergwacht steht mit ihren Höhen- und Höhlenrettungsspezialisten in ständiger Bereitschaft, Patienten aus brisanten und lebensbedrohlichen Situationen zu retten.
siehe Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Bamberg
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