Unter dem Bandenkrieg versteht man die gewaltsame Auseinandersetzung rivalisierender, nichtstaatlicher, meist jugendlicher Gruppen in Großstädten. Der Bandenkrieg kann theoretisch auch in ländlichen Gegenden vorkommen, aber zur Bildung von mindestens zwei Banden, oder auch Gangs, die letztendlich die Grundlage für einen Bandenkrieg sind, bedarf es einer gewissen Bevölkerungsdichte, die so nur in urbanen Gebieten vorzufinden ist.
Meist ist die milieuspezifische Rivalität zweier Banden die Ursache für einen Bandenkrieg. Ein Beispiel dafür sind die besonders in amerikanischen Großstädten häufig vorkommenden Kriege von Drogenbanden. Dabei geht es einzig und allein um die Kontrolle des Drogenmarktes. Aber auch Bandenkriege zwischen Jugendgruppen, etwa um das Nutzungsrecht eines Bolzplatzes, sind möglich.
Zu beobachten ist, dass Bandenkriege lokal stark begrenzt sind. Sie finden meist nur auf kommunaler Ebene statt, da der Einflussbereich einer Bande selten größer ist als ein Kiez.
In Dritt-Welt-Staaten und Schwellenländern, in denen der Staat zu schwach ist sein Gewaltmonopol durchzusetzen, haben Banden oft einen sehr großen Einfluss und Bandenkriege schlimme Folgen für die Bevölkerung. Bei einer Bande in solchen Regionen handelt es sich auch nicht um einfache Jugendliche, sondern um gut ausgerüstete z.T. paramilitärische Organisationen.
Im Regelfall schreitet die Polizei in Bandenkriege ein, um den Konflikt ohne Gewalt zu lösen.