Barbara Prammer

Barbara Prammer bei der Veranstaltung 15 Jahre Rechtskomitee Lambda im Parlament
Barbara Prammer bei der Veranstaltung 15 Jahre Rechtskomitee Lambda im Parlament

Barbara Prammer (* 11. Jänner 1954 in Ottnang am Hausruck) ist eine österreichische Politikerin (SPÖ). Sie ist seit dem 30. Oktober 2006 Präsidentin des Nationalrats.

Inhaltsverzeichnis

Sozialpädagogik, Landespolitik und Frauenministerin

Nach dem Besuch der Handelsakademie im öberösterreichischen Vöcklabruck (1968-1973) war Prammer am Gemeindeamt Ottnang tätig. Sie studierte von 1978 bis 1986 Soziologie an der Universität Linz und schloss mit dem akademischen Grad Mag. rer. soc. oec. ab. Es folgten berufliche Tätigkeiten als Sozial- und Berufspädagogin im Linzer Zentrum für Rehabilitation (bis 1989) und beim Arbeitsmarktservice Oberösterreich, wo sie Frauenreferentin war. 1990 wurde sie zur Landesfrauenvorsitzenden der SPÖ Oberösterreich gewählt und hatte diese Position bis 2005 inne. 1995 wählte sie die Bundes-SPÖ zu einer der stellvertretenden Parteivorsitzenden.

Ab 1991 war sie als Landtagsabgeordnete und Vizepräsidentin in der oberösterreichischen Landespolitik tätig und von 1995 bis 1997 Landesrat. Im Februar 1997 berief sie der damalige Bundeskanzler Viktor Klima als Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Konsumentenschutz in seine Regierung. In ihren 3 Jahren als Ministerin konnte sie nicht wesentlich reüssieren, erregte jedoch durch ungewöhnliche familienpolitische Aussagen Aufmerksamkeit.

Tätigkeit im Nationalrat

Seit der Nationalratswahl vom Oktober 1999 war Barbara Prammer Abgeordnete zum Nationalrat. Als die SPÖ am 4. Februar 2000 mit dem Antritt der Regierung Wolfgang Schüssel in die Opposition ging, wurde sie stellvertretende Klubobfrau der SP-Parlamentsfraktion. Am 16. Juni 2004 wählte sie der österreichische Nationalrat zur Vizepräsidentin.

Seit 30. Oktober 2006 ist Prammer erste Nationalratspräsidentin. Ihr Vorgänger war Prof. Andreas Khol (ÖVP), ihre nunmehrigen Stellvertreter sind Michael Spindelegger (ÖVP) und Eva Glawischnig (Grüne). Wegen der erstmaligen Wahl einer Frau an die Spitze des Parlaments achteten die politischen Beobachter besonders auf die Ergebnisse der (geheimen) Abstimmung. Mit 135 von 166 gültigen Abgeordneten-Stimmen erreichte sie prozentuell dieselbe Zustimmung wie Andreas Khol 4 Jahre zuvor (130/160). Bei ihrer Wahl zur Vizepräsidentin hatte Prammer 2004 nur 96 von 157 Stimmen erhalten, wurde aber seither für ihre Vorsitzführung anerkannt. In ihrer Antrittsrede sprach sie sich für die Stärkung der Minderheitenrechte im Nationalrat aus.

Barbara Prammer ist Mutter zweier Kinder: Bertram (* 1973) und Julia (* 1980).

Siehe auch

SPÖ-Abgeordnete zum Österreichischen Nationalrat (22.Legislaturperiode)

Weblinks

Quelle:
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