Basenkonstante

Die Basenkonstante (Kb) ist eine Größe, welche angibt, in welchem Maße eine Base in einem Lösungsmittel alkalisch reagiert. Sie wird eher selten verwendet, da sie sich direkt aus der → Säurekonstante Ks berechnen lässt. Für in Wasser gelöste Säuren und Basen gilt dabei folgende Beziehung:

K_\mathrm{s} \cdot K_\mathrm{b} = 10^{-14} \

Säure-Base-Reaktion

Zwischen einer Base B und ihrer Säure BH + liegt in wässriger Lösung folgende Gleichgewichtsreaktion vor:

\mathrm{B + H_2O} \leftrightharpoons \mathrm{OH^- + BH^+}\,

Nach dem Massenwirkungsgesetz wird die Lage des Gleichgewichtes durch die Gleichgewichtskonstante K beschrieben:

\frac{c(\mathrm{OH}^-) \cdot c(\mathrm{BH}^+)}{c(\mathrm{B}) \cdot c(\mathrm{H}_2\mathrm{O})}=K

Da die Konzentration von Wasser c(H2O) bei der Reaktion praktisch konstant bleibt, lässt sich c(H2O) in die Konstante K einbeziehen. Damit ergibt sich schließlich die Basenkonstante Kb:

K_\mathrm{b} = \frac{c(\mathrm{B}\mathrm{H}^+) \cdot c(\mathrm{OH}^-)}{c(\mathrm{B})}

Häufig wird der negative dekadische Logarithmus von Kb, der sogenannte pKb-Wert, angegeben:

\mathrm{p}K_\mathrm{b} = -\lg \left( K_\mathrm{b} \cdot \mathrm{\frac {l}{mol}} \right) = -\lg \left( \frac{c(\mathrm{B}\mathrm{H}^+) \cdot c(\mathrm{OH}^-)}{c(\mathrm{B})} \cdot \mathrm{\frac{l}{mol}} \right)
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