| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bad Kreuznach | |
| Verbandsgemeinde: | Meisenheim | |
| Koordinaten: | 49° 39′ N, 7° 41′ O | |
| Höhe: | 337 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,85 km² | |
| Einwohner: | 944 (30. Juni 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 87 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67827 | |
| Vorwahlen: | 06364 (Roth: 06753) | |
| Kfz-Kennzeichen: | KH | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 33 011 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Obertor 13 55590 Meisenheim |
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| Ortsbürgermeister: | Wolfgang Paulus (SPD) | |
Becherbach (Pfalz) ist eine Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Meisenheim im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz.
Inhaltsverzeichnis |
Becherbach liegt südlich von Meisenheim.
Ortsteile sind die Dörfer Becherbach (ca.550 Einwohner), Gangloff (ca. 275 Einwohner) und Roth (ca. 275 Einwohner). Die Einwohner sind vorwiegend evangelisch.
Jungsteinzeitliche Funde wurden in Gangloff und Roth gemacht. Die römische Verbindungsstraße Bad Kreuznach-Otterberg führte über den Rossberg bei Becherbach und Gangloff. Eine nach Odenbach führende Abzweigung führte zwischen Becherbach und Roth vorbei, der in dieser Gegend verlaufende Weg heißt heute noch „Römerstraße“. Auf dem Gipfel des Rossbergs wurden zwei quaderförmige Steine, die Merkur und seiner Mutter Maia geweiht waren, sowie zwei römische Münzen und Ziegel samt Stempel gefunden. Diese Fundstücke sind alle verschollen. In der Dorfkirche fand man einen römischen Grabstein, auf dem Friedhof von Gangloff einen Viergötterstein. In Roth wurden keine römischen Funde gemacht.
Die ganze heutige Ortsgemeinde stand unter der Herrschaft der Grafen von Veldenz, nach deren Aussterben der Wittelsbacher (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken bzw. Königreich Bayern). Nur etwa 7 km vom Ortsteil Roth entfernt, auf der anderen Glanseite, begann im 19. Jahrhundert Preußen.
Die Wahlergebnisse zur NSDAP überstiegen 1928 - 1933 zwar die durchschnittlichen des gesamten Reiches, aber die Becherbacher leisteten der Judenverfolgung der Nationalsozialisten dennoch einigen Widerstand: Im April 1936 schrieb die nationalsozialistische Zeitschrift „Der Stürmer“, die Bevölkerung von Odenbach, Becherbach und Umgebung sei in der „Judenfrage“ zum Teil noch „stark vernagelt und hinterm Mond daheim“.
1954 bekam Becherbach die erste Wasserleitung, was der erste Schritt zur „Modernisierung“ des kleinen Dorfes war.
Unter Herzog Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken wurde 1546 das sogenannte „Odenbacher Flöz“ (Steinkohle) entdeckt, das unter anderem in Reiffelbach gefördert wurde. In der heutigen Gemeinde Becherbach wurde dieser Rohstoff nur in den Dörfern Gangloff und Roth abgebaut. Das Bergwerk in Roth stand mit dem Odenbacher Bergwerk durch einen Gang in Verbindung, eines nahe bei Roth in der (Hollerbach) stand in Verbindung mit dem Reiffelbacher Bergwerk. Untereinander gab es jedoch zwischen den Dörfern der heutigen Ortsgemeinde Becherbach keine Verbindungsgänge. Im Ortsteil Becherbach wurde 1799 ein reines Kalkbergwerk an den südlichen Hängen in Richtung Reipoltskirchen betrieben.
Becherbach gehört seit 1975 zur Kirchengemeinde Odenbach, die wiederum – als eine der nördlichsten Gemeinden – der Evangelischen Kirche der Pfalz zugeordnet ist.
Bei den Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
Ortsbürgermeister: Wolfgang Paulus, SPD (seit 1991)
Traditionell ist Ortsteil Becherbach eine „Hochburg“ der SPD und Roth der CDU.
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