Bedscha (Volk)

Bedscha
Bedscha

Die Bedscha oder Beja sind eine Ethnie in Nordostafrika mit überwiegend nomadisierender (Beduinen) Lebensweise.

Die meisten Bedscha, etwa 2,2 Mio., leben im Ost-Sudan in den Dschibal al-Bahr al-ahmar im Bundesstaat al-Bahr al-ahmar, und daneben noch in den Bundesstaaten Kassala, al-Qadarif und Nahr an-Nil. Weitere Gebiete befinden sich im Gebel-Elba-Nationalpark in Ägypten, in Äthiopien und Eritrea.

Ihre Sprache wird ebenfalls Bedscha oder auch Bedawi genannt. Die Bedscha leben als Nomaden und sind heute Muslime. Unterstämme der Bedscha sind die Ababde, Beni Amer, Bischarin, Hadendoa und Hedareb[1].

Geschichte

Mögliche Vorfahren der Bedschas waren die Blemmyer, die in der Spätantike wiederholt in die Provinz Ägypten einfielen. Die Bedschas konvertierten im sechsten Jahrhundert zum Christentum. Dies geschah unter dem Einfluss der drei christlichen nubischen Reiche Nobatia, Makuria und Alodia und des Aksumitischen Reiches, unter dessen Herrschaft sie vom dritten bis zum achten Jahrhundert lebten. Als Aksum seine Macht verlor, gründeten die Bedschas 5 Königreiche in der Gegend des jetztigen Nord-Eritrea und dem ost-nordöstlichen Sudan. Später nahmen sie den Islam an und breiteten sich weiter in den Sudan aus.

Der arabische Reisende und Geograph al-Mas'udi berichtet im zehnten Jahrhundert folgendes über die Bedschas:

"[sie] leben zwischen dem roten Meer und dem Nil, zerfallen in mehrere Stämme und unterstehen mehreren Königen. In ihrem Land gibt es Gold- und Smaragdminen. Auf ihren edlen Kamelen unternehmen sie ständig Raubzüge in das Land der Nubier und machen Gefangene. Die Nubier waren früher den Bedschas überlegen, und zwar so lange, bis sich bei letzteren der Islam durchsetzte und sich eine Anzahl von Muslimen bei der Goldmine [...] ansiedelten. In die gleichen Gebiete wanderten auch Araber aus dem Stammesverband der Rabi'a Ibn Nizar. Sie wurden dort sehr mächtig und heirateten mit den Bedschas, die dadurch ebenfalls an Stärke zunahmen." (zitiert nach Al-Masudi, Bis zu den Grenzen der Erde. Auszüge aus dem Buch der Goldwäscher, Tübingen 1978)

Siehe auch

Quellen

  1. ethnologue.com zur Sprache der Bedscha und deren Dialekten
Quelle:
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