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Beduine

Beduinen-Mutter mit Kind, 1917
Beduinen-Mutter mit Kind, 1917

Beduine (von arabisch: بدويbadawī "nicht sesshaft, nomadisch") bezeichnet einen nomadischen Wüstenbewohner, z. B. der arabischen Wüsten, der Sahara, des Sinai und des israelischen Negev. Sie sind Araber und folgen dem Islam. Sie betrachten Ismael als ihren Stammvater

Nach Afrika gelangten arabische Beduinen nachweislich bereits während des ersten vorchristlichen Jahrhunderts: 46 v. chr. erbeuteten die Römer von Beduinen in Nordtunesien 22 Dromedare. Rund 400 Jahre später bildeten berittene Kamelnomaden eine ständige, ernstzunehmende Bedrohung für die römischen Afrika-Provinzen.

Beduinen leben hauptsächlich von der Viehzucht. Unter anderem züchten sie Dromedare, Schafe und Ziegen, für die sie in der Wüste und vor allem in den Randzonen der Wüsten Weideplätze suchen. In der Moderne wird die Lebensart der Beduinen zunehmend bedroht, insbesondere durch feste Grenzziehungen, staatliche Programme zur Ansiedlung und die zunehmende Wasserknappheit. Die Arabisch sprechenden Beduinen sind nicht mit dem berbersprachigen Volk der Tuareg in Nordafrika zu verwechseln. Auch die Bedscha sind traditionell Beduinen.

Bei den meisten Beduinen ist bis heute die Heirat mit der bint ʿamm sehr verbreitet.

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