Beendorf

Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Markierung
Deutschlandkarte, Position von Beendorf hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Verwaltungsge-
meinschaft
:
Flechtingen
Koordinaten: 52° 15′ N, 11° 5′ O
Höhe: 130 m ü. NN
Fläche: 6,8 km²
Einwohner: 968 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39343
Vorwahl: 039050
Kfz-Kennzeichen: OK
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 060
Adresse der Gemeindeverwaltung: Schulplatz 5
39343 Beendorf
Bürgermeister: Karl-Heinz Friedrichs (WG)

Beendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt und liegt unmittelbar an der Grenze zu Niedersachsen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Flechtingen an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Flechtingen hat.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Beendorf liegt ca. 7 km östlich von Helmstedt im Landschaftsschutzgebiet Allertal-Harbke am Rande des Lappwaldes.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Beendorf setzt sich aus 10 Ratsmitgliedern zusammen. Bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 konnten Wählergruppen alle Sitze im Gemeinderat für sich gewinnen.

Der ehrenamtliche Bürgermeister Karl-Heinz Friedrichs ist seit dem 26. Juni 1994 im Amt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gedenkstein
Gedenkstein
  • Gedenkstein zur deutschen Wiedervereinigung am Ortseingang von Beendorf


Schacht Marie

Geschichte

Auf dem Gebiet welches zu der Gemeinde Beendorf zählt, liegt der, ursprünglich als Salzschacht angelegete, Schacht Marie. Der damalige Eigentümer der Schachtanlage, der Burbach Konzern, vermietete die Anlage zur Zeit des Nationalsozialismuses an die Deutsche Wehrmacht und Luftwaffe. Die Luftwaffe nutzte die unterirdischen Salzstollen zur sicheren Lagerung von FLAK-Muntion. Ab Februar 1944 wurden weitere Berliner Rüstungsunternehmen in den Schacht verlagert.Diese Verlagerung folgte einher mit der Gründung des KZ Außenlagers Beendorf im Februar/März 1944. Beendorf war ein Außenlager des KZ's Neuengamme. Viele Häftlinge aus Ungarn, Polen, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und der UdSSR wurden in das Außenlager gebracht. Ebenfalls wurden Insassen anderer Konzentrationslager nach Beendorf verlegt. Unter anderem aus Buchenwald, Sachsenhausen, Auschwitz, Bergen-Belsen und Neuengamme selbst. Die Männlichen Insassen wurden hauptsächlich zum Ausbau der unterirdischen Anlagen eingesetzt, während die Weiblichen zur Rüstungsproduktion herangezogen wurden. Die Verlegung von Insassen nach Beendorf erfolgte bis in das Jahr 1945. Ab dem Jahre 1944 erfolgte neben der Produktion von Munition für die Luftwaffe und Marine, auch eine Produktion von V1- und V2-Elektronikteilen. Am Tag wurde 12 Stunden in 2 Schichten gearbeitet, 72 Stunden die Woche.

In einem offiziellen Bericht vom 25. März 1945 arbeiteten insgesamt 2021 Frauen und 749 Männer im Lager. Unter anderem auch 1 Kommando sowjetischer Soldaten (etwa 200), italienische Kriegsgefangene und etwa 3000 Zwangsarbeiter aus ganz Europa. Aufgrund der gestiegenden Bedeutung des Standort Beendorfs, wurde in den späten Kriegsjahren versucht den weißen Salzaushub vor den unterirdischen Anlagen mit Bäumen und sonstigen Holzresten zu tarnen, um eine mögliche Bombardierung durch Luftangriffe zu verhinden. Die Bestandteile dieser Tarnvorrichtung sind auch heute noch deutlich zu erkennen.

Heutige Situation

1971 wurde aufgrund der Initiative des örtlichen Schuldirektors ein Ausstellungsraum in der dem Schacht angrenzenden Schule eingerichtet. Aufgrund der seit dem Fall der Mauer zunehmenden Besucherzahl bemüht sich die Gemeinde Beendorf um die Neugestaltung der Ausstellung. Im Jahr 2000 feierte die Gemeinde Beendorf 850-jähriges Jubiläum. Im Rahmen dieses Jubiläums bestand für Außenstehende die Möglichkeit die übrigen Schachtanlagen zu besichtigen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Quelle:
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