Beilstein/Westerwald ist ein Ortsteil der Gemeinde Greifenstein mit gut 1640 Einwohnern und einer Fläche von 10,24 km² im hessischen Lahn-Dill-Kreis.
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Der Ort liegt etwa 10 Kilometer südwestlich von Herborn, 17 Kilometer nordwestlich der Stadt Wetzlar und gut 80 Kilometer nördlich von Frankfurt am Main.
Er befindet sich im östlichen Westerwald in Hessen nahe zur Grenze nach Rheinland-Pfalz. Beilstein liegt am nördlichen Ende des Ulmbachs in einem sich weitenden Quellgebiet, dass von bewaldeten Höhenzügen umgeben wird. Der Ort liegt auf einer Höhe von etwa 355 Meter über NN.
Beilstein ist aus den drei Dörfern Beilstein, Haiern und Wallendorf zusammengewachsen, von denen letzteres bereits im Jahre 774 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Beilstein selbst erhielt am 18. Februar 1321 die Stadtrechte, die dem Ort aber nach dem 30jährigen Krieg wieder aberkannt wurden. Das Dorf Haiern gehört erst seit 1941 zu Beilstein.
Zu Beginn der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde der Ort im Zuge der kommunalen Neugliederung ein Ortsteil der neu geschaffenen Gemeinde Greifenstein.
Schiene:
Der Ort war Endpunkt der von der an der Lahn gelegenen Kleinstadt Leun nach Norden bis Beilstein geführten Bahnlinie, die im Jahre 1925 in erster Linie zum Abtransport der Tonerde und dem Basaltgestein errichtet wurde und in ihrer kurzen Bestehenszeit keinen nennenswerten Personenverkehr aufweisen konnte. Bereits vor mehreren Jahrzehnten wurde erst der Personenverkehr und dann Ende der Achtziger der Güterverkehr eingestellt. Im Laufe der 1990er Jahre wurden die Schienen komplett entfernt.
Die nächsten Regionalbahnhöfe befinden sich in Weilburg, Leun, Wetzlar und Herborn.
Straße:
Östlich des Ortes verläuft die Autobahn A45 mit den am nächsten gelegenen Ausfahrten Herborn Süd und Ehringshausen.
Im Süden befindet sich die Bundesstraße B49, im Norden die B255.
Der Ort Beilstein kann durch mehrere Landstraßen erreicht werden, von denen eine nördlich um den Ort als Umgehungsstraße herumführt.
Luftfahrt:
Die am nächsten gelegenen Internationalen Flughäfen befinden sich in Frankfurt am Main und in Köln/Bonn.
Der Abbau von Tonerde und Basalt war seit Beginn des 20ten Jahrhunderts der wichtigste Wirtschaftsfaktor des Ortes. Die eher extensive Landwirtschaft hat auch in der Vergangenheit keine nennenswerte Rolle gespielt. Vor dem Senckenberg Museum in Frankfurt stehen Basalt-Säulen aus einem der Beilsteiner Steinbrüche.
Heute befinden sich einige eher kleinere verarbeitende Betriebe in Beilstein.
Ferner sind einige Geschäfte des täglichen Bedarfs vorhanden.
Im Ort gibt es mehrere Gaststätten mit Fremdenzimmern. Südlich von Beilstein befindet sich die im Tal des Ulmbachs gelegene recht kleine und nur etwa 1000 Meter lange Ulmbachtalsperre, an deren Ufer sich ein Campingplatz befindet.
Die wohl wichtigste Sehenswürdigkeit in Beilstein selbst ist die heute nur teilweise wieder aufgebaute Ruine der Burg Beilstein, die erstmals 1229 erwähnt wurde und nur wenige Meter über dem Ort steht und nicht von innen besichtigt werden kann.
Hingegen kann die nur wenige Kilometer weiter westlich gelegene Burg Greifenstein mit ihrem Glockenmuseum zu den Öffnungszeiten auch von innen besichtigt werden. Weitere Burgen und mittelalterliche Städte wie z.B. Wetzlar befinden sich in der unmittelbaren Nähe.
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