Belegschaftsaktie

Belegschaftsaktien sind Aktien des eigenen Unternehmens, die den Mitarbeitern erworben werden können. Häufig werden diese Aktien mit einem Rabatt(Vorzugskurs) auf den aktuellen Börsenkurs an die Mitarbeiter verkauft. Sie stellen damit eine Form der Beteiligung von Arbeitnehmern am Produktivvermögen einer Aktiengesellschaft dar.

Die Ausgabe von Belegschaftsaktien erfolgt im Rahmen eines Employee Stock Ownership Program beziehungsweise bei leitenden Mitarbeitern Executive Stock Ownership Program.

Inhaltsverzeichnis

Ziele

Mit der Ausgabe von Belegschaftsaktien sollen folgende Zwecke erreicht werden:

  • Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand (Gerechte Verteilung des Vermögens in einer Volkswirtschaft).
  • breite Streuung des Aktienbesitzes (Hebung der Aktionärsquote).
  • Bindung von Arbeitnehmern an den Betrieb.
  • Erhöhung der Loyalität von Arbeitnehmern zur Firma .

Emission

Die Emission erfolgt im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung nach §192 (2) Ziff. 3 AktG. Die Aktionäre erhalten hierbei keinen Ausgleich des Kursverlustes. Es verschlechtert sich der Stimmanteil der Aktionäre.

Statistik

Jahr Zahl der Belegschaftsaktionäre Aktionärsquote (nur Belegschaftsaktien)
1988 1.089 2,3 %
1992 1.552 2,5 %
1994 1.498 2,4 %
1996 1.414 2,2 %
1997 1.462 2,3 %
1998 1.658 2,6 %
1999 1.599 2,5 %
2000 1.601 2,5 %
2001 1.459 2,3 %
2002 1.474 2,3 %
2003 1.348 2,1%
2004 1.206 1,9%
2005 1.272 2,0%

(Quelle: Deutsches Aktieninstitut, Stand 4/2006 [1])

Siehe auch:

Mitarbeiterbeteiligung, Phantomaktie.

Weblinks

Quelle:
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