| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Rhein-Erft-Kreis | |
| Koordinaten: | 50° 58′ N, 6° 39′ O | |
| Höhe: | 72 m ü. NN | |
| Fläche: | 96,33 km² | |
| Einwohner: | 62.897 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 653 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 50126, 50127, 50129 | |
| Vorwahl: | 02271 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BM | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 62 008 | |
| Stadtgliederung: | 15 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Bethlehemer Str. 9 - 11 50126 Bergheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Maria Pfordt (CDU) | |
Bergheim ist die Kreisstadt des Rhein-Erft-Kreises in Nordrhein-Westfalen. Sie entstand 1975 als Folge des Köln-Gesetzes aus der bestehenden Stadt Bergheim, den Gemeinden Niederaußem, Oberaußem-Fortuna, Hüchelhoven, Quadrath-Ichendorf, Paffendorf und Teilen der heutigen Gemeinde Elsdorf und der Stadt Bedburg.
Inhaltsverzeichnis |
Bergheim liegt circa 20 km Luftlinie westlich von Köln in etwa 72 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Die höchste Bergheimer Erhebung ist die mit Abraum des Braunkohleabbaus aufgeschüttete Glessener Höhe mit 204 Metern. Durch Bergheim fließt die Erft (Große Erft, Kleine Erft und Erftkanal), der Gillbach, der Wiebach, das Elsdorfer Fließ und der Glessener Bach. Bergheim liegt in der Zülpicher Börde, die ihrerseits zur Kölner Bucht gehört. Wirtschaftsgeographisch liegt Bergheim im Rheinischen Braunkohlerevier.
Das Stadtgebiet hat eine Ausdehnung von 96,33 Quadratkilometer.
Bergheim besteht aus fünfzehn Stadtteilen: Ahe, Auenheim, Bergheim-Mitte, Büsdorf (gegründet 893), Fliesteden (2004 schönstes Dorf im Rhein-Erft Kreis, gegründet 1134), Glesch, Glessen, Kenten, Niederaußem (gegründet 969), Oberaußem (gegründet 969), Quadrath-Ichendorf (bevölkerungsreichster Stadtteil), Paffendorf (882 erstmals erwähnt), Rheidt-Hüchelhoven, Thorr und Zieverich (898 erstmals erwähnt).
[[Bild:Aachener_Tor.jpg|thumb|Wahrzeichen: Aachener Tor
Bergheim wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1028 erwähnt (einige Stadtteile auch wesentlich früher), in welcher Hezelin, der Bruder des Pfalzgrafen Ezzo, die ihm gehörige Grundherrschaft Bergheim, die ehemals aus Königsgut stammte, an die Abtei Kornelimünster verschenkte. Die Abtei an der Inde verblieb bis zum Ende des Alten Reiches im Besitz der Grundherrschaft von Bergheimerdorf, zu welcher die meisten Orte der heutigen Stadt gehörten.
Die Vogtei über die Bergheimer Grundherrschaft übten seit dem 13. Jahrhunderts die Grafen von Jülich aus. Die Grafen von Jülich bauten hier eine Burg, aus welcher sich später die Stadt Bergheim entwickelte. Bergheim erhielt um 1300 Stadtrechte.
Die Stadt Bergheim war im Mittelalter von zwei Stadttoren und einer Mauer gesichert. Von der Anlagen sind noch heute das Aachener Tor sowie Teile der Mauer mit Türmen erhalten. Im Mittelalter war Bergheim Zoll- und Münzstätte der Herzöge von Jülich sowie Marktort.
1542 wurde die Stadt in Folge der kriegerischen Wirren zwischen dem Landesherrn sowie Kaiser Karl V. weitgehend zerstört. Die alte Bedeutung konnte Bergheim seither bis zum 19. Jahrhundert nicht wieder erlangen. Nach dem Ende des alten Reiches und dem Übergang an Frankreich wurde Bergheim Hauptort des gleichnamigen Kantons, nach dem Einmarsch der Preußen 1816 Kreisstadt. Bergheim setzte damit seine Tradition fort, übergeordnetes Verwaltungszentrum zu sein.
Der abermalige Aufschwung der Stadt begann mit der Industrialisierung in den 1890er Jahren. Besonders die Braunkohlengruben in der Nähe der Stadt sowie der Anschluss an das rheinische Eisenbahnnetz trugen in erheblichem Maße zur städtischen Entwicklung bei. Bereits 1935 arbeiteten mehr Menschen in den großen Industriebetrieben - wie Braunkohle- und Chemiewerken – als in der Landwirtschaft und in den sonstigen Gewerben.
Im Zweiten Weltkrieg hatte Bergheim durch Bombardierungen der Alliierten und durch die Kampfhandlungen bei der Besetzung im März 1945 stark zu leiden. Insgesamt wurden 4,2 % der Wohnhäuser total zerstört, 11,8 % schwer und 37,6 % leicht beschädigt. Nach Ende des Krieges nahm Bergheim über 5.000 Flüchtlinge aus den Ostgebieten auf, welche die konfessionelle sowie soziale Zusammensetzung der einheimischen Bevölkerung in starkem Ausmaße veränderten.
Durch die Bildung des Amtes Bergheim aus dem Zusammenschluss der Ämter Bergheim und Paffendorf sowie der Gemeinde Hüchelhoven noch im Jahr 1937 wurde die verwaltungsmäßige Voraussetzung für das in den Nachkriegsjahrzehnten starke Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum gelegt. Von 1945 bis 2005 stieg die Einwohnerzahl um mehr als das Dreifache. 1958 kam die Gemeinde Wiedenfeld zu Bergheim, die wegen des Braunkohlentagebaus Fortuna/Garsdorf umgesiedelt werden musste. In den 1980er Jahren verschwand ein weiterer Ort von der Bergheimer Landkarte. Der in der Nähe von Oberaußem gelegene Stadtteil Fortuna (bestehend aus Wohnungen von Bergarbeitern) wurde aufgelöst und die Bewohner auf Werkswohnungen im ganzen Rhein-Erft-Kreis verteilt.
Seit der kommunalen Neugliederung 1975 besteht Bergheim aus 15 Stadtteilen, ist Sitz des Rhein-Erft-Kreises und zahlreicher Verwaltungen. Es ist mit über 63.000 Einwohnern neben Kerpen die bevölkerungsreichste Kommune im Rhein-Erft-Kreis.
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit war Bergheim nur eine kleine Stadt mit wenigen hundert Einwohnern. Die Bevölkerungszahl wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Durch die Industrialisierung im 20. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1900 erst 1.400 Menschen in der Stadt, so waren es 1950 bereits 6.900. Auch danach stieg die Bevölkerungszahl weiter. 1970 hatte Bergheim 10.225 Einwohner.
Die Eingemeindung zahlreicher Orte in der Umgebung brachte am 1. Januar 1975 einen Zuwachs von 36.325 Personen auf 49.457 Einwohner. 2002 erreichte die Bevölkerungszahl mit 63.728 ihren historischen Höchststand. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Bergheim nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 63.639 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.
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¹ Volkszählungsergebnis
Aktuelle Sitzverteilung im Stadtrat als Ergebnis der Kommunalwahlen vom 26. September 2004: CDU (22 Sitze), SPD (14 Sitze), BMA-Fraktion (4 Sitze), GRÜNE (3 Sitze), FDP (3 Sitze, nach Übertritt des Ratsmitgliedes der aufgelösten UBB)
Bürgermeisterin der Stadt Bergheim ist Maria Pfordt (CDU).
In jedem Stadtteil gibt es einen Ortsvorsteher, der die Belange der Bürger gegenüber dem Stadtrat, der Stadtverwaltung und anderen Behörden vertritt. Das Vorschlagsrecht für das Amt des Ortsvorstehers hat die Partei, die bei der jüngsten Kommunalwahl die meisten Stimmen bekommen hat. Der Ortsvorsteher wird vom Stadtrat gewählt.
Bergheim unterhält Städtepartnerschaften mit Chauny in Frankreich und Ardenne in Belgien. Regelmäßig besuchen Bergheimer Schüler die beiden Partnerstädte und umgekehrt.
Zu einer Tradition hat sich die Austragung des ABC-Sportfestes entwickelt, das im jährlichen Wechsel in einer der drei Partnerstädte stattfindet.
Der Stadtteil Niederaußem unterhält seit 1958 partnerschaftliche Beziehungen zu Briey in Lothringen (Frankreich).
Mit dem Kultur- und Medienzentrum (Medio.Rhein.Erft), welches für 17 Millionen Euro errichtet wurde, besitzt Bergheim ein modernes Veranstaltungszentrum.
In Bergheim und seinen Stadtteilen hat sich eine rege Brauchtumspflege, vor allem durch Karnevals- und Schützenvereine repräsentiert, erhalten.
Die Stadt Bergheim blickt auf eine langjährige Tradition im Braunkohlenbergbau zurück.
Vor allem in den heutigen Stadtteilen Niederaußem und Oberaußem spielte der Bergbau eine wichtige Rolle. Das Kraftwerk Niederaußem sowie der Kohleveredlungsbetrieb Fortuna-Nord zeugen davon.
Die Braunkohle entstand im Tertiär vor etwa 65 Millionen Jahren. In dieser Zeit der Erdgeschichte befand sich am Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges eine flache Senke mit Urwald und Pflanzen. Wenn die Bäume und Sträucher des Urwaldes alt wurden, starben sie ab und fielen ins Wasser. Dadurch konnten sie nicht mehr vermodern sondern wurden durch das Wasser luftdicht abgeschlossen. Es bildete sich Torf. Nach und nach senkte sich im Rheinland die Erde ab und die Torfschicht wuchs an. An manchen Stellen bis auf 270 Meter. Im Laufe der Jahrmillionen wurde das Klima kälter und die heutige Nordsee reichte bis an die Eifel. Über der Torfschicht lagerte das Meer Sand ab. Dadurch verdichtete sich der Torf und gab Wasser ab. Als das Meer zurückging bildeten sich neue Sümpfe und wieder überspülten das Meer oder Flüsse den Torf mit Sand und Gestein. Unter dem Druck der Ablagerungen entstand durch Inkohlung unsere heutige Braunkohle. Durch vier Eiszeiten erhielt das Rheinland sein heutiges Aussehen. Die Braunkohlevegetation wurde in einem Lehrpfad im Park des Schloss Paffendorf, dem Informationszentrum Braunkohle der Firma RWE Power soweit möglich angepflanzt.
Die "fertige Braunkohle" bekamen wahrscheinlich die Römer als erste Menschen zu Gesicht. Bei dem Bau einer Wasserleitung bei Frechen müssen sie in geringer Tiefe auf die Kohle gestoßen sein. Dabei entstand nach römischen Aufzeichnungen auch der erste Flözbrand in der Geschichte des Rheinischen Reviers. Gefördert wurde die Kohle von den Römern nicht.
Auch im Mittelalter wurde wieder Braunkohle gefunden, man benutzte sie aber nur als Kölnische Umbra, als Farbe.
Erst zum Ende des 17. Jahrhunderts bemerkten Arbeiter in der Keramik-Industrie zwischen Bonn und Frechen, dass die "schwarze Erde", die sie in den Tongruben über den Tonschichten fanden, brennt. Die ersten kleinen Gruben entstanden im Südrevier bei Brühl und Hürth.
Im Bereich der Ortschaft Niederaußem entstanden erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts die ersten Gruben. Der Niederaußemer Landwirt Meul stieß bei Arbeiten auf einem Feld bei Oberaußem auf Kohle und eröffnete die erste Grube. Kurze Zeit später waren auch die ersten Bergschäden zu beklagen, das alte Schloss Schlenderhan bei Quadrath-Ichendorf stürzte zusammen.
1870 muss Meul die Grube verkaufen, neuer Besitzer wurde Simon von Oppenheim, dem auch die Nachbargrube Schlenderhan bei Quadrath gehörte.
Ein Jahr nach dem Grubenkauf hielt eine große Neuerung Einzug in die Grube. Der Abraum und die Kohle wurden auf Wagen geladen und diese über eine Seilwinde aus dem Tagebau gezogen. 1882 ging die erste Brikettfabrik mit sieben Pressen in Betrieb. Oppenheims Sohn Eduard übernahm nach dem Tod des Vaters die Geschäftsführung und legte die Gruben Schlenderhan, Urwelt und Fortuna zusammen. Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Gewerkschaft Fortuna gegründet, ein Zusammenschluss mehrerer Grubenbesitzer. Zur gleichen Zeit ging bei Oberaußem die Brikettfabrik Fortuna I in Betrieb. Nur ein Jahr später, im Jahr 1900, begannen schon die Arbeiten für eine zweite Fabrik, die schon ein Jahr später arbeitete. Jährlich konnten hier 210.000 Tonnen Briketts hergestellt werden.
Die Brikettfabrikation rückt in den kommenden Jahren in den Hintergrund. Braunkohle wurde jetzt zur Elektrizitätserzeugung genutzt.
Die Stadt Köln wuchs um die Jahrhundertwende stetig und brauchte Strom. Daher wurde zwischen 1910 und 1912 der erste Teil des Kraftwerkes Fortuna errichtet.
Nach Ende der Bauarbeiten lieferte Fortuna I 32 Megawatt Strom. Gute zehn Jahre später nahm auch Kraftwerk Fortuna II den Betrieb auf. Im Jahre 1941 erhielt die Großindustrie auch Einzug in Niederaußem und Auenheim. Die Brikettfabrik Fortuna-Nord, heute Kohleveredlungsbetrieb Fortuna-Nord, auf der Ortsgrenze zwischen Niederaußem und Auenheim begann mit der Produktion.
Im Zweiten Weltkrieg waren die Industrieanlagen mehrfach Ziel alliierter Luftangriffe. Trotz Schäden konnte ab Dezember 1945 auf Fortuna wieder Strom produziert werden.
In den nachfolgenden Jahren ging es wieder aufwärts. 1955 entstand der erste Großtagebau im Rheinischen Braunkohlerevier, der Tagebau Fortuna-Garsdorf. Über Jahre hinweg war Garsdorf der größte Tagebau der Welt. Hier setzte die RAG und später die Rheinbraun modernste Fördergeräte ein.
Dies bedeutete aber auch die Umsiedlung der Orte Garsdorf, Frauweiler und Wiedenfeld. Die Wiedenfelder fanden in Bergheim-Mitte ihre neue Heimat. Frauweiler und Garsdorf wurde in (Bedburg-) Rath neu aufgebaut.
Am Standort Fortuna kam in den fünfziger Jahren noch ein weiterer Kraftwerkteil hinzu. Die Brikettfabriken wurden stillgelegt und abgerissen.
Durch den steigenden Strombedarf begannen 1961 die Arbeiten für das Kraftwerk Fortuna IV, allerdings nicht am Standort Fortuna, was man aus dem Namen schließen könnte, sondern in Niederaußem. In den siebziger Jahren wurde der Aufschluss des Tagebaus Bergheim angekündigt, damit verbunden war die Stilllegung der drei Fortuna-Kraftwerke und die Umsiedlung des Ortes Fortuna.
In den achtziger Jahren kam das Ende der Braunkohleindustrie in Bergheim. Die Ortschaft Fortuna verschwand im Tagebau und am 22. Dezember 1988 ging das Kraftwerk Fortuna endgültig vom Netz. 1989 begannen die Abbrucharbeiten.
1993 wurde die letzte Kohle im Tagebau Fortuna-Garsdorf gefördert. Am 4. Juli 2002 war auch der Tagebau Bergheim ausgekohlt. Aus den ehemaligen Tagebauflächen entstanden und entstehen Naherholungsgebiete für die Anwohner der umliegenden Orte.
1997 begannen am Kraftwerk Niederaußem die Arbeiten für den neuen BoA-Block mit einer Leistung von 950 Megawatt. Im Sommer 2002 nahm der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder bei einer Feierstunde das Braunkohlekraftwerk mit optimierter Anlagentechnik in Betrieb.
Die Kohle wird durch eigene Bahnlinien, der Hambachbahn, aus dem Tagebau Hambach und der Nord-Süd-Bahn (Garzweiler) aus dem Tagebau Garzweiler herangeschafft.
Derzeit plant RWE und die Rheinbraun- Nachfolgegesellschaft RWE Power weitere Kraftwerksblöcke in Niederaußem und Neurath.
Information : Am Informationszentrum Schloss Paffendorf beginnt auch die Themenstraße Straße der Energie, die die wichtigsten und modernsten Bereiche der Braunkohlenindustrie und der Rekultivierung des Reviers zusammen mit Windenergie und Photovoltaik in Stationen vorführt.
Bergheim hat eine überdurchschnittliche Kaufkraft und bietet über 22.000 Arbeitsplätze. Größter Arbeitgeber im Gebiet ist die RWE Power AG. Sie betreibt den Braunkohleabbau in der Umgebung und ist der größte Energieversorger in NRW.
Das Martinswerk in Quadrath-Ichendorf wurde 1913 als Tochtergesellschaft der Aluminium Industrie-AG (der späteren Alusuisse) gegründet. Im Martinswerk wurde für die Aluminiumhütten der AI AG das nötige Aluminiumoxid, auch Hüttentonerde genannt, hergestellt. Da für die Produktion große Mengen Dampfkraft nötig waren, fiel die Standortwahl auf Bergheim, da es im Herzen des rheinischen Braunkohlereviers liegt. Das Martinswerk zählt heute zu den weltweit bedeutenden Anbietern von chemischen Spezialprodukten auf der Basis von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid.
Zwischen 1997 und 2002 wurde im Ortsteil Niederaußem am bestehenden Kraftwerk Niederaußem ein weiterer Kraftwerksblock gebaut. Dabei waren bis zu 2000 Arbeiter in Bergheim beschäftigt. Die Bausumme von 1 Mrd. Euro war seinerzeit die größte Einzelinvestition in Nordrhein-Westfalen.
Schienenverkehr
Durch Bergheim verläuft eine Eisenbahnstrecke (KBS 481) von Neuss nach Horrem (an der Hauptstrecke Köln-Aachen). Die Strecke wird durch die RB38 Erftbahn (Köln / Horrem - Bergheim - Bedburg - Grevenbroich - Neuss - Düsseldorf) bedient. Der Betrieb erfolgt durch die Deutsche Bahn Regio Rheinland AG.
Busverkehr
Straßenanbindung: Bergheim ist direkt mit der Bundesautobahn 61 verbunden, die vom Hockenheimring bei Speyer über Koblenz nach Venlo führt. Die A 61 ist über das Autobahnkreuz Kerpen mit der A 4 verbunden.
Der Kölner Stadtanzeiger und die Rhein-Erft-Rundschau (Kölnische Rundschau) sind mit jeweils einer Lokalredaktion in Bergheim vertreten, die werktags über das Geschehen in der Kreisstadt berichten. Mittwochs erscheint die Werbepost und samstags erscheint die Sonntagspost. Beide Blätter sind kostenlos und werden durch Werbung finanziert.
Der lokale Radiosender Radio Erft mit Standort Hürth und Sendeanlagen auf dem Colonius in Köln informiert über Bergheim und die Städte des Rhein-Erft-Kreises.
Über wichtige Ereignisse wird in der „Kölner Lokalzeit" des WDR-Fernsehens und in den Regionalnachrichten von WDR 2 berichtet.
Die Stadt Bergheim verfügt über mehrere Bibliotheken und Büchereien. Die größte und modernste ist die Stadtbibliothek Bergheim im Zentrum von Bergheim. Sie wurde nach dem Umzug in das MEDIO.RHEIN.ERFT, im Juni 2004 neu eröffnet.
Weitere, ehemalige städtische Büchereien, sind mittlerweile in die Trägerschaft von Schulen und Institutionen übergegangen. Die ehemalige Stadtbücherei Niederaußem/Oberaußem wird von der Albert-Einstein-Realschule und dem Stadtteilforum Oberaußem betrieben. In Quadrath-Ichendorf führt die Gesamtschule Regie und in Ahe betreuen Bürger aus dem Ort die Einrichtung ehrenamtlich.
Neben der städtischen Bibliothek und den teilöffentlichen Büchereien in den Stadtteilen betreiben die katholischen Kirchengemeinden in den meisten Ortsteilen ebenfalls Katholisch Öffentliche Büchereien.
Bergheim verfügt über 12 Grundschulen, zwei Gymnasien (Erftgymnasium und Gutenberg-Gymnasium_Bergheim) in der Stadtmitte, zwei Realschulen in Oberaußem und Bergheim sowie eine Gesamtschule in Quadrath-Ichendorf und zwei Hauptschulen.
Im Stadtteil Niederaußem befindet sich noch eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen für Kinder mit Lernbehinderung.
Die örtliche Volkshochschule (VHS) bietet zahlreiche Lernangebote für Erwachsene und an der Abendschule Bergheim können die verschiedenen Schulabschlüsse nachgeholt werden.
Die Stadt Bergheim hat folgende Ehrenbürger, die sich in den nebenstehenden Funktionen um die Stadt verdient gemacht haben:
Traditionell werden Mitglieder des Stadtrates, die seit 30 Jahren in diesem Gremium tätig sind, mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet.
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