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Halensee |
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| Koordinaten | 52° 29' 41" n. Br., 13° 17' 8" ö. L. | |
| Postleitzahlen | 10709, 10710, 10711 | |
| Ortsteilnummer | 0407 | |
| Verwaltungsbezirk | Charlottenburg-Wilmersdorf | |
Berlin-Halensee ist der kleinste Ortsteil im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, gelegen am westlichen Ende des Kurfürstendammes. Er entstand als Villen- und Mietshaussiedlung Ende des 19. Jahrhunderts, wobei die Entwicklung und Bebauung um 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.
Inhaltsverzeichnis |
Halensee liegt auf der Hochfläche des Teltow im Südwesten des heutigen Berlins. Der namensgebende Halensee, der ein Teil der Grunewaldseenkette ist, liegt am Außenrand des Ortsgebietes im Ortsteil Berlin-Grunewald.
Der Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung vom 30. September 2004 zur Einrichtung des Ortsteiles definiert die Grenzen wie folgt:
Mit diesem Beschluss der BVV wurde Halensee zum Ortsteil erhoben.
Halensee grenzt an Charlottenburg im Westen und Norden, im Südosten an Wilmersdorf, im Süden an Schmargendorf und im Westen an Grunewald und Westend.
Benannt 1880 nach dem gleichnamigen See, zur damaligen Kolonie Grunewald gehörig, und angetrieben durch die Eröffnung des Ringbahn-Bahnhofes Halensee, der damals noch den Namen Berlin-Grunewald trug, entstand der Ortsteil als Villen- und Mietshaussiedlung Ende des 19. Jahrhunderts. Der Bereich Halensee entwickelte sich rasch zu einem bevorzugten Wohnort von pensionierten Militärs, Beamten, Literaten und Rentiers. Bis zum Jahr 1914 war die Bebauung praktisch abgeschlossen.
In den 1920er Jahren siedelten sich hier, ebenso wie im benachbarten Charlottenburg, viele russische Emigranten an. So wohnte beispielsweise Vladimir Nabokov lange Jahre in der Nestorstraße 22, wo eine Gedenktafel angebracht ist.
In der Markgraf-Albrecht-Straße Nummer 11–12 befand sich die Synagoge Friedenstempel, die vom Besitzer des Lunaparks, Prof. Dr. jur. Salomon Goldberg als Vereinssynagoge nach liberalem Ritus gestiftet worden war. Die Synagoge bot Platz für 1450 Menschen und war eine der großen Berliner Vereinssynagogen. 1929 wurde sie von der Berliner Jüdischen Gemeinde erworben und wurde damit zur Gemeindesynagoge. Nach 1933 erlebte sie einen Aufschwung, weil immer mehr Juden, die von den Nationalsozialisten terrorisiert wurden, hier die Gemeinschaft suchten. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde sie vom NS-Mob angezündet. Am Haus ist eine Gedenktafel mit der folgenden Inschrift angebracht:
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die Synagoge "Friedenstempel" erbaut von G. und C. Gause 1922–1923 eingeweiht am 9. September 1923 angezündet und zerstört von Nationalsozialisten am 9. November 1938. "Der Tempel soll nicht allein religiösen Zwecken dienen, sondern auch eine Versamm- lungsstätte aller sein, die an der Herbeiführung eines wirklichen Friedens mitarbeiten wollen". Prof. Dr. S. Goldberg anlässlich der Einweihung |
Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Ortsteil stark beschädigt und mit vielen Bauten des Sozialen Wohnungsbaus wieder neu aufgebaut, wodurch sich allerdings der Charakter stark veränderte.
Bis 1970 war auf der Ecke Joachim-Friedrich- /Johann-Georg-Straße das Haus des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes. Keine 30 Meter davon entfernt fand am 11. April 1968 vor dem Grundstück Kurfürstendamm 141 das Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke statt. Eine in den Gehweg eingelassen Gedenktafel erinnert heute daran.
Von 1904 bis 1934 lag am Ostufer des Halensees das Vergnügungsgelände Lunapark, ein beliebtes Berliner Ausflugsziel.
In Halensee befanden sich in der Vor- und Nachkriegszeit zahlreiche Automobilbetriebe wie die Firma Rometsch, die Karosserien auf Basis verschiedener Autofahrgestelle baute. Noch heute gibt es hier zahlreiche Autohändler mit den dazugehörenden Werkstätten.
Der Bahnhof Halensee (bis 1884 Grunewald) erhielt 1960 ein Bahnhofsgebäude im Pavillonstil. Der Bahnhof wurde aber bald nach dem Mauerbau stillgelegt und eine Weile als Autosalon benutzt. Im Zuge der Wiedereröffnung der Ringbahn wurde das Bahnhofgebäude 1993 abgerissen. Der daneben liegende Güterbahnhof Halensee wurde in den 1990er Jahren geschlossen.
Die meisten Seitenstraßen des Kürfürstendammes in Halensee sind nach brandenburgischen Kurfürsten benannt:
Die anschließenden Straßen gehören zum Ortsteil Wilmersdorf und sind ebenfalls nach Kurfürsten benannt:
Am 29. September 2005 wurde das Großbordell Artemis in der Halenseestraße eröffnet. Es ist behindertengerecht ausgestattet mit 36 Zimmern, Pool, Hamam, Saunen, Kinos, Bar und Lounge.
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