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Karlshorst |
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| Koordinaten | 52° 28' 57" n. Br., 13° 31' 33" ö. L. | |
| Einwohner | 20.508 (31. Dez. 2006) | |
| Eingemeindung | 1. Okt. 1920 | |
| Postleitzahl | 10318 | |
| Ortsteilnummer | 1102 | |
| Verwaltungsbezirk | Lichtenberg | |
| Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg | ||
Karlshorst ist ein Ortsteil im Bezirk Lichtenberg von Berlin.
Inhaltsverzeichnis |
Die erste urkundliche Erwähnung Karlshorsts war am 11. September 1825 als Vorwerk Carlshorst. Als eigentliches Gründungsdatum gilt der 25. Mai 1895, als mit der Kolonie Karlshorst die ersten Wohnhäuser, unter anderem in der heutigen Lehndorffstraße, errichtet wurden. Die Schreibweise Karlshorst wurde am 24. Juni 1901 offiziell festgelegt.
Nach der Fertigstellung des S-Bahnhofs 1902 konnte man sowohl Berlin als auch das Naherholungsgebiet um den Müggelsee in Köpenick problemlos und schnell erreichen. So avancierte die Villenkolonie schnell zu einem der beliebtesten Vororte der Hauptstadt und wurde oft als Dahlem des Ostens bezeichnet.
In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 wurde im Offizierskasino der Pionierschule 1 in Karlshorst, welches während der Schlacht um Berlin das Hauptquartier der 5. Stoßarmee der Roten Armee war, jene Kapitulationsurkunde unterzeichnet, die die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht bestätigte. Dasselbe Gebäude diente dann bis 1949 als Hauptquartier der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD). Der Name „Karlshorst“ tauchte während dieser Zeit oft in der Presse als Kurzbegriff für die SMAD auf.
Zwischen 1945 und 1963 war Karlshorst zu großen Teilen sowjetisches Sperrgebiet, in den folgenden Jahren führte die „Paradestrecke“ für Staatsgäste der DDR über die Karlshorster Treskowallee, die damals allerdings Hermann-Duncker-Straße hieß. 1994 wurden gemäß den Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrages die letzten russischen Soldaten aus Karlshorst abgezogen.
Karlshorst entwickelte sich nach 1990 wieder zu einem gefragten Wohngebiet – insbesondere wegen zahlreicher neuer Siedlungsprojekte und neugebauter Ein- und Zweifamilienhäuser.
Von Anfang an gehörte die Trabrennbahn Karlshorst zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Ortes. Die Evangelische Kirche Zur Frohen Botschaft birgt seit 1960 die berühmte Migend-Orgel. Diese wurde 1753 bis 1755 von Johann Peter Migendt für die Prinzessin Anna Amalia von Preußen, die Schwester Friedrichs des Großen, errichtet und ist die älteste erhaltene Orgel Berlins. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst, das der Kapitulation und der Entwicklung der deutsch-sowjetischen sowie -russischen Beziehungen seit 1945 gewidmet ist.
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