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Berlin-Neukölln

Dieser Artikel erläutert den Ortsteil Berlin-Neukölln; zu anderen Bedeutungen siehe Neukölln.

Neukölln
Ortsteil von Berlin

Lage von Neukölln im Bezirk Neukölln
Koordinaten 52° 28' 53" n. Br., 13° 26' 7" ö. L.
Einwohner 147.660 (31. Dez. 2005)
Eingemeindung 1. Okt. 1920
Postleitzahlen 12043, 12045, 12047, 12059, 12051, 12053, 12055, 12057, 12058
Ortsteilnummer 0801
Gliederung
Verwaltungsbezirk Neukölln
Ortslagen
  • Rixdorf
  • Böhmisches Dorf
Quelle: statistik-berlin.de

Neukölln ist der namensgebende Ortsteil des Bezirks Neukölln von Berlin. Bis 1912 hieß das Stadtgebiet Rixdorf bei Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Ortsteile und Stadtquartiere

Rixdorfer Wappen
Rixdorfer Wappen
Amtsgericht Neukölln
Amtsgericht Neukölln
U-Bahnhof Rathaus Neukölln
U-Bahnhof Rathaus Neukölln

Zum Ortsteil Neukölln gehören die Ortslagen Rixdorf (um den Richardplatz) und Böhmisches Dorf (um die Kirchgasse). Bekanntere Stadtquartiere im Ortsteil sind die Rollbergsiedlung (an der Rollbergstraße), die High-Deck-Siedlung und das Gebiet der Schillerpromenade. Die größten Straßen sind die Karl-Marx-Straße, die Hermannstraße und die Sonnenallee.

Geschichte und Bebauung

Neukölln hieß bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung in der Gründungsurkunde vom 26. Juni 1360 Richardsdorp, später Rieksdorf und schließlich Rixdorf. Der Ortskern befand sich am Richardplatz. Richardsdorf gehörte anfangs dem Johanniterorden, dem Nachfolger der Tempelritter, die in Tempelhof ansässig waren. Aus diesem Grund trägt das Wappen des Bezirks das Johanniterkreuz.

1737 gestattete Friedrich Wilhelm I. die Ansiedlung böhmischer Exilanten in Rieksdorf, die wegen ihres evangelischen Glaubens vertrieben wurden. Diese Anhänger der Herrnhuter Brüdergemeine bauten ihre eigene Kirche und siedelten in einem eigenen Bereich abseits des Dorfangers, entlang der heutigen Richardstraße. Das entstandene Böhmische Dorf erhielt schließlich im Jahre 1797 als Böhmisch-Rixdorf eine eigene Verwaltung.

Mit der Wiedervereinigung der beiden selbstständigen Gemeinden Böhmisch-Rixdorf und Deutsch-Rixdorf am 1. Januar 1874 zur Einheitsgemeinde hatte der Ort Rixdorf bereits 8.000 Einwohner, und wuchs im Folgejahr auf 15.000 Einwohner. Seit dem 1. Mai 1899 bildete Rixdorf, bis dahin als größtes Dorf Preußens zum Kreis Teltow gehörig, einen eigenen Stadtkreis.

Die Änderung von „Rixdorf“ zu „Neukölln“ erfolgte im Jahre 1912 und wurde von den Behörden deshalb beschlossen, weil der damalige populäre Gassenhauer „In Rixdorf ist Musike“ negativ für den Ort empfunden wurde. Der Name leitet sich von den nördlich des alten Rixdorf gelegenen Neucöllner Siedlungen ab, die auf die Lage vor den südlichen Toren des alten Berlin-Cölln hinweisen.

Mit dem 1. Oktober 1920 wurde der Stadtkreis Neukölln zusammen mit den Dörfern Britz, Rudow und Buckow als 14. Verwaltungsbezirk nach Groß-Berlin eingemeindet. Nach der Verwaltungsreform am 1. Januar 2001 gehört der Ortsteil Neukölln nunmehr zum achten Berliner Bezirk Neukölln.

Wichtige Straßen

Wichtige Plätze

Größere Parkanlagen und Friedhöfe

Kultur

In Neukölln hat sich in den letzten Jahren eine bemerkenswertes Künstlernetzwerk entwickelt. So findet jährlich das Kulturfestival 48 Stunden von Neukölln statt. Aber auch außerhalb der Festivals gibt es Kunst zu entdecken, wo sie möglicherweise gar nicht vermutet wird.

In Neukölln wurde am 3. Januar 1915 auch die bekannte UFA-Schauspielerin Mady Rahl geboren.

Gewässer

Sehenswürdigkeiten

Einkaufszentren

Literatur

  • Verena S. Diehl, Jörg Sundermeier, Werner Labisch (Hrsg.): Neuköllnbuch. Verbrecher-Verlag, Berlin 2003. ISBN 3935843283
  • Christiane Borgelt, Regina Jost: Architekturführer Berlin-Neukölln. Stadtwandel Verlag, Berlin 2003. ISBN 3-933743-9-15
  • 100 Jahre Bauen für Neukölln – Eine kommunale Baugeschichte. Herausgegeben vom Bezirksamt Neukölln von Berlin, Abt. Bauwesen, Berlin 2005. ISBN 3-00-015848-0
  • Falk-Rüdiger Wünsch: Neukölln – Alte Bilder erzählen. Sutton Verlag, Erfurt 1998. ISBN 3-89702-096-3
  • Wolfgang Borowski: Berlin-Neukölln – Seine Geschichte und Denkmale Rixdorf. Hrsg. vom Bezirksamt Neukölln von Berlin, Berlin 1999.

Weblinks

Commons
Commons: Berlin-Neukölln – Bilder, Videos und Audiodateien
Quelle:
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