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Rummelsburg |
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| Koordinaten | 52° 30' 0" n. Br., 13° 29' 33" ö. L. | |
| Eingemeindung | 1. Okt. 1920 | |
| Postleitzahl | 10317 | |
| Ortsteilnummer | 1112 | |
| Gliederung | ||
| Verwaltungsbezirk | Lichtenberg | |
| Ortslagen | ||
| Quelle: statistik-berlin.de | ||
Rummelsburg ist ein Ortsteil im Bezirk Lichtenberg von Berlin. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung auch im engeren Sinne für das Gebiet um den gleichnamigen S-Bahnhof verwendet.
Das erste Gebäude Rummelsburgs war eine Ziegelei, welche sich im 17. Jahrhundert im Ortsbereich befand und der Stadt Berlin gehörte. Im 18. Jahrhundert entstanden in Rummelsburg nachweislich eine Meierei und ein Wirtshaus, nach 1775 sind Fischereien und Gärtnereien nachgewiesen. Benannt wurde das Dorf nach dem Besitzer des Gasthauses, einem Herrn Rummel.
Im Jahr 1859 wurde hier das Friedrichs-Waisenhaus eröffnet, später das Gefängnis Rummelsburg und 1892 die evangelische Erlöserkirche.
1808 wurde Rummelsburg als Exklave Berlins im Kreis Niederbarnim dem Gutsbezirk Boxhagen zugeordnet. 1889 wurde der Gutsbezirk aufgelöst und die eigenständige Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg gebildet. In den folgenden Jahren kam es zu einem raschen Wachstum von Wohn- und Industriebebauung. 1907 wurde Boxhagen-Rummelsburg in die Stadt Lichtenberg eingemeindet. 1920 kam Rummelsburg mit Lichtenberg zu Groß-Berlin. Mit der Bezirksreform zum 1. Januar 2001 wurde die enstandenden Großbezirke in Ortsteile gegliedert. Bei einer Korrektur der Lichtenberger Gliederung wurde Rummelsburg 2002 zu einem eigenständigen Ortsteil.
Der Ortsteil ist langgestreckt zwischen der Ringbahn um den Bahnhof Ostkreuz im Nordwesten und dem Blockdammweg im Südosten und grenzt im Süden an die Spree und ihren Ausläufer, den Rummelsburger See (auch Rummelsburger Bucht). Der Ortsteil wird von der breiten Trasse der Hauptstraße/Köpenicker Straße und der Eisenbahnstrecke nach Frankfurt(Oder) durchzogen. Ein echtes Ortszentrum gibt es nicht.
Im Nordwesten des Ortsteils liegt ein gründerzeitliches Wohngebiet, die Victoriastadt. Daran anschließend herrscht um den Bahnhof Berlin-Rummelsburg und die Fischerstraße lockere Bebauung vor. An den Ufern des Rummelsburger Sees entstand in den letzten Jahren, teilweise unter Einbeziehung alter Bausubstanz, die Wasserstadt Rummelsburg. Weiter in Richtung Südosten dominiert Industriebebauung und das ausgedehnte Betriebsgelände des Betriebsbahnhof Rummelsburg der Bahn, in dem Fernzüge gewartet werden.
Eines der Wahrzeichen des Bezirks ist das im Südosten Rummelsburgs nahe der Spree gelegene Elektrizitäts- und Heizkraftwerk Klingenberg, benannt nach dessen Konstrukteur, dem Elektroingenieur Georg Klingenberg. Es wurde 1925/1926 errichtet und galt lange als die größte und modernste Anlage Europas. Es stellt auch heute einen Großteil der Energieversorgung der Stadt Berlin.
Bei der Neugliederung des Bezirkes kam auch das Gebiet um die Weitlingstraße mit dem Bahnhof Lichtenberg zum Ortsteil Rummelsburg. Hier dominiert Wohnbebauung, vor allem aus der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts.
Der Ortsteil hat Anschluss an das Berliner S-Bahnnetz mit den Bahnhöfen Rummelsburg Betriebsbahnhof Rummelsburg, Nöldnerplatz und Lichtenberg (auch Regionalverkehr und U-Bahn). Der S-Bahnhof Ostkreuz liegt am Rande des Ortsteils. Außerdem wird das Gebiet von der Straßenbahnlinie 21 und mehreren Buslinien erschlossen.
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