Berlin-Schmöckwitz

Schmöckwitz
Ortsteil von Berlin

Lage von Schmöckwitz im Bezirk Treptow-Köpenick
Koordinaten 52° 22' 0" n. Br., 13° 38' 0" ö. L.
Höhe 34 m ü. NN
Einwohner 4155 (31. Dez. 2006)
Eingemeindung 1. Okt. 1920
Postleitzahl 12527
Ortsteilnummer 0915
Gliederung
Verwaltungsbezirk Treptow-Köpenick
Ortslagen
  • Karolinenhof
  • Siedlung Schmöckwitz
  • Schmöckwitzwerder
  • Rauchfangswerder
Quelle: Statistisches Landesamt

Schmöckwitz [ˈʃmøːkvɪts][1] ist ein Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin. Bis zur Verwaltungsreform 2001 war es ein Ortsteil im ehemaligen Stadtbezirk Köpenick.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Luftbild Schmöckwitz'; Blickrichtung in NNW
Luftbild Schmöckwitz'; Blickrichtung in NNW

Schmöckwitz ist der südlichste Ortsteil in Berlin. Das Siedlungsgebiet liegt zwischen Wäldern und Seen. Die alte Ortschaft Schmöckwitz liegt am Zusammenfluss mehrerer Seen, nur erreichbar vom nördlicheren Grünau über die längste Straße Berlins - das Adlergestell -, das über die Wernsdorfer Brücke ins östlichere Schmöckwitzwerder weiterführt, sowie mit der Straßenbahn von Grünau, die am Ufer der Dahme an Karolinenhof vorbei nach Alt-Schmöckwitz weiterführt.

Die Ortsflur von Schmöckwitz liegt ringsum umschlossen von Wald und Wasser, darunter dem Langen See, dem Seddinsee, dem Zeuthener See, vom Großen Zug und dem Krossinsee. Die Kolonien liegen jeweils auf (hochwassersicheren) Höhenzügen und sind schon seit Urzeiten bewohnt, wie Ausgrabungen zeigen.

Im Vergleich zu anderen Ortsteilen ist Schmöckwitz sehr dünn besiedelt.

Ortsteile

  • 09 Treptow-Köpenick
    • 0915 Schmöckwitz
      • Karolinenhof
      • Siedlung Schmöckwitz
      • Schmöckwitzwerder
      • Rauchfangswerder

Geschichte

  • 1375 – Erste urkundliche Erwähnung als Smekewitz - der Ursprung des Namens ist offensichtlich slawisch, eine mögliche Deutung ist „smokowic“ = Drachenbach. Bei der Erwähnung werden für Smekwitz 15 Häuser aufgeführt.
  • bis ins 17. Jahrhundert bleibt es ein kleines Dorf von Fischern und Imkern.
  • 1743 – Besiedlung von Rauchfangswerder durch Pächter Martin Barnack
  • bis 1751 ist Schmöckwitz noch eine Insel.
  • 1785 – Besiedlung von Karolinenhof. Der erste Siedler Kersten benennt seinen Hof nach seiner Frau Karoline. Er bewirtschaftet 72 Hektar Land, die die Gemeinde Schmöckwitz gepachtet hatte.
  • 1895 – Der Berliner Bankier Albert Schappach gründet die Terraingesellschaft Carolinenhof und legt in Karolinenhof eine Villenkolonie an.
  • 1911–1912 – Bau der Uferbahn von Grünau, der heutigen Straßenbahnlinie 68.
  • Ab 1919 – Bau der Siedlung Schmöckwitz am nördlichen Rand von Eichwalde. Vor allem an heimkehrende Frontsoldaten werden hier Acker- und Wohnflächen verteilt.
  • 1920 – Eingemeindung nach Groß-Berlin in den Bezirk Köpenick
  • 1928 – Die S-Bahn wird von Grünau nach Eichwalde verlängert, wodurch sich die Verkehrsanbindung verbessert.
  • 1942 – Bau des Berliner Reifenwerks in Schmöckwitz.
  • 1953 – wird ein – für normale Bürger unpassierbarer – Zaun zwischen der Siedlung Schmöckwitz und Eichwalde gezogen. Einige Monate später wird er nach massiven Protesten der Bevölkerung an den nördlichen Rand der Siedlung, zwischen dieser und dem Grünauer Forst, verlegt.

Weblinks

Commons
Commons: Berlin-Schmöckwitz – Bilder, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. Aussprache: neben Standardlautung wird vorzugsweise der erste Vokal 'ö' lang gesprochen (wie alt "Smekewitz")
Quelle:
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