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Tempelhof |
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| Koordinaten | 52° 28' 0" n. Br., 13° 23' 0" ö. L. | |
| Einwohner | 54.398 (31. Dez. 2006) | |
| Eingemeindung | 1. Okt. 1920 | |
| Postleitzahlen | 12101, 12103, 12105, 12109, 12099 | |
| Ortsteilnummer | 0703 | |
| Gliederung | ||
| Verwaltungsbezirk | Tempelhof-Schöneberg | |
| Ortslagen | ||
| Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg | ||
Tempelhof ist ein Ortsteil im siebten Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin. Bis zur Verwaltungsreform 2001 gab es einen eigenständigen Bezirk Tempelhof, der die Ortsteile Mariendorf, Marienfelde, Lichtenrade und den namensgebenden Ortsteil Tempelhof umfasste.
Der ehemalige Bezirk Tempelhof lag im Süden Berlins und reichte bis an die Landesgrenze zum Bundesland Brandenburg, Landkreis Dahme-Spreewald und Landkreis Teltow heran. Er wurde am 1. Januar 2001 mit dem ehemaligen Bezirk Schöneberg zum neuen großen Bezirk Tempelhof-Schöneberg zusammengelegt.
Inhaltsverzeichnis |
In Nord-Süd-Richtung zieht sich als zentrale Verkehrsader die Bundesstraße 96 (Tempelhofer Damm, weiter südlich Mariendorfer Damm, dann Lichtenrader Damm) durch den ehemaligen Bezirk Tempelhof, unterirdisch verläuft hier bis in den Mariendorfer Damm hinein die U-Bahnlinie U6.
Im Unterschied zum – im Jahr 2001 mit Tempelhof fusionierten – Bezirk Schöneberg galt Tempelhof als eher bürgerlich. Bei den letzten Wahlen entschied sich die Mehrheit der Bewohner des Altbezirks für die CDU.
Der ehemalige Altbezirk war geprägt von einer Mischung aus Mietshaus- und Einfamilienhaus-Siedlungen sowie Industrie- und Grünflächen (Parkanlagen, Laubenkolonien). Gewerbe- und Industrieflächen mit typischen Industriestraßen wie der Gottlieb-Dunkel-Straße oder der Teilestraße haben sich insbesondere entlang des Teltowkanals und der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn um den Güterbahnhof Teltowkanal herausgebildet. Gleichfalls im ehemaligen Oberland am Südrand des Tempelhofer Feldes entstanden in der 1930er Jahren an der Oberlandstraße Fabriken und Filmstudios mit heute zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden. Ebenfalls an der Oberlandstraße liegt die als Gartendenkmal geschützte Bärensiedlung aus der gleichen Bauperiode mit knapp 900 Wohnungen.
An der Grenze zu Schöneberg gehört die östliche Bebauung des als Gartendenkmal geschützten Alboinplatzes, die Siedlung „Blanke Hölle“ in der so genannten „Tempelhofer Schweiz“, zu Tempelhof. Der Platz selbst und seine westlichen Bereiche bis zur Siedlung Lindenhof lagen ebenfalls lange auf der Gemarkung Tempelhof, sind heute jedoch im Nachbarbezirk Schöneberg eingegliedert. Geologisch liegt der Alboinplatz mit seinem See „Blanke Helle“ in einer Glazialen Rinne mit mehreren Pfuhlen und als Naturdenkmal geschützten Toteislöchern wie dem „Wilhelmsteich“ am „Lehnepark“, dem „Klarensee“ im „Alten Park“ und östlich des Tempelhofer Damms dem „Francketeich“ im „Franckepark“. Die Senke ist heute an vielen Stellen überbaut und einige Gewässer wie der ehemalige See im heutigen „Bosepark“ sind nicht mehr vorhanden. Dennoch lässt sich die Senke, die auf einer Karte von 1901 noch weitgehend unverbaut zu erkennen ist, auch heute nachvollziehen, da die Anlage von Friedhöfen und Parks – ähnlich wie bei der Kleinen Grunewaldseenkette – weitgehend der geologischen Formation folgt (siehe ausführlich mit Lagekarte von 1901: Alboinplatz).
Tempelhof gliederte sich in vier Stadtteile, die alle im fusionierten Bezirk Tempelhof-Schöneberg aufgegangen sind: Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade.
Amstelveen (Niederlande), seit 1957
Werra-Meißner-Kreis (Deutschland), seit 1957
Paderborn (Deutschland), seit 1962
Bad Kreuznach (Deutschland), seit 1964
Ahlen (Deutschland), seit 1964
Penzberg (Deutschland), seit 1964
Wuppertal (Deutschland), seit 1964
Teltow (Deutschland), seit 1991
Köslin (Koszàlin) (Polen), seit 1995
Der Name Tempelhof geht auf den Templerorden (christliche Ordensritter) zurück, die hier eine Wehranlage errichteten. Um 1220 wurde die Feldsteinkirche von Marienfelde errichtet, die zu den ältesten in Brandenburg gerechnet wird. 1290 wird Tempelhof erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Etwa zur gleichen Zeit entstanden die Siedlungen Marienfelde und Mariendorf.
Nach der Auflösung des Templerordens gingen die Orte 1310 an den Johanniterorden, 1435 erfolgte der Verkauf an Berlin. 1344 wird Marienfelde erstmals erwähnt, 1348 folgt Mariendorf, 1351 das Tempelhofer Feld und 1375 wird Lichtenrade im Landbuch Kaiser Karls IV. erstmals erwähnt.
1772 wurde das Tempelhofer Feld dann unter Friedrich II. zum preußischen Exerzier- und Paradeplatz. Allerdings wurde das Feld erst 1826/27 vom Staat gekauft und damit endgültig zum Truppenübungsplatz und Paradefeld. Dort stieg 1897 das erste Starrluftschiff der Welt von David Schwarz auf.
1913 wird die Trabrennbahn Mariendorf eröffnet.
1920 wird Tempelhof nach Groß-Berlin eingemeindet.
1924 entsteht der Volkspark Mariendorf
Bereits 1883 gab es die ersten Flugversuche auf dem Tempelhofer Feld. 1909 stellte der Amerikaner Orville Wright mit 172 Metern Flughöhe einen Weltrekord auf. Am 8. Oktober 1923 wurde der reguläre Flugbetrieb aufgenommen. 1930 landet das Luftschiff Graf Zeppelin nach seinem Amerikaflug in Tempelhof. 1939 wird der neue Zentralflughafen Tempelhof fertiggestellt.
Während der Blockade Berlins vom 28. Juni 1948 bis zum 11. Mai 1949 wurden über die „Berliner Luftbrücke“ der West-Alliierten 2.326.205 Tonnen Versorgungsgüter in die abgeriegelte Stadt geflogen. 1951 wurde zu Ehren der Opfer der Blockade das Luftbrückendenkmal errichtet.
Alle hier genannten Daten beziehen sich auf den Altbezirk Tempelhof
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