Berlin-Tiergarten

Tiergarten
Ortsteil von Berlin

Lage von Tiergarten im Bezirk Mitte
Koordinaten 52° 31' 0" n. Br., 13° 22' 0" ö. L.
Einwohner 12.618
Neugründung 1. Jan. 2001
Postleitzahl 10785, 10787
Ortsteilnummer 0104
Verwaltungsbezirk Mitte
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Brandenburger Tor 1764, Blick nach Westen auf den Großen Tiergarten
Brandenburger Tor 1764, Blick nach Westen auf den Großen Tiergarten

Tiergarten ist ein Ortsteil im Bezirk Mitte von Berlin. Der heutige Ortsteil entstand 2001 durch Teilung des ehemaligen Bezirks Tiergarten.

Der ehemalige Bezirk Tiergarten wurde im Zuge der Berliner Verwaltungsreform im Jahre 2001 mit den ehemaligen Bezirken Wedding und Mitte zu dem neuen Verwaltungsbezirk Mitte fusioniert. Der ehemalige Bezirk Tiergarten zerfiel dabei in die heutigen Ortsteile Moabit, Hansaviertel und Tiergarten (früher Tiergarten-Süd).

Tiergarten grenzt im Norden an die Spree, im Nordwesten an das Hansaviertel und im Westen an Charlottenburg. Südlich schließt sich Schöneberg, südöstlich Kreuzberg und im Osten Mitte an.

Einen großen Teil des heutigen Ortsteils Tiergarten nimmt der gleichnamige Park ein, der auch Großer Tiergarten genannt wird, während der sehr viel kleinere Park zwischen Turmstraße und Alt-Moabit im Ortsteil Moabit Kleiner Tiergarten heißt.

Inhaltsverzeichnis

Touristische Anlaufpunkte

Südlich des Großen Tiergartens, am südlichen Rand des Ortsteils Tiergarten, befindet sich die Kurfürstenstraße, die zusammen mit dem Bahnhof Zoo als verfilmte Geschichte über die Heroinszene eine schaurig-dramatische Berühmtheit erlangt hat: Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Die Szene hielt sich tagsüber vor dem Bahnhof Zoo auf und wechselte abends zur Kurfürstenstraße, wo am gleichnamigen U-Bahnhof nicht nur Prostitution, sondern auch intensiver Heroinhandel auf der Straße und in nahegelegenen Wohnungen noch Jahrzehnte nach diesem Film weiterhin stattfand. Der an den Bahnhof angrenzende Zoologische Garten Berlin und auch das Aquarium Berlin liegen ebenfalls im Ortsteil Tiergarten.

Die Kongresshalle, die heute das Haus der Kulturen der Welt beherbergt, war 1957 ein Geschenk aus den USA an die West-Berliner. Wegen ihrer auffälligen Formgebung wurde sie von den Berlinern bald mit dem Beinamen Schwangere Auster belegt. Nachdem 1980 ein Teil der auskragenden Spannbeton-Dachkonstruktion herunter stürzte und einen Journalisten erschlug, wurde sie mit verbesserter Statik wieder aufgebaut.

Das Tempodrom neben der Kongresshalle, ein Zirkuszelt, in dem Rock-Konzerte veranstaltet wurden, war unter Einsatz ihres nicht unbeträchtlichen Erbes durch Irene Moessinger ursprünglich am Potsdamer Platz an der Berliner Mauer gegründet worden und in Berlins Kulturlandschaft jahrzehntelang eine Institution. Es musste dem Sicherheitsbedürfnis des Bundeskanzleramt weichen und wurde mittlerweile auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Bahnhofs im Ortsteil Berlin-Kreuzberg in fester Form aufgebaut. Auf fast der gleichen Fläche, auf der das Tempodrom stand, befindet sich jetzt das Tipi – Das Zelt Am Kanzleramt.

Ein besonderer Anziehungspunkt war die Fanmeile auf der Straße des 17. Juni während der Fußballweltmeisterschaft 2006. Seit 1987 startet der Berlin-Marathon im Großen Tiergarten, und auch die Love-Parade fand von 1996 bis 2003 in Tiergarten statt.

Weitere Sehenswürdigkeiten:


Rundumblick von der Siegessäule auf (den) Tiergarten
Rundumblick von der Siegessäule auf (den) Tiergarten

Einrichtungen

Botschaften

Ägypten, Bahrein, Bolivien, Dänemark, El Salvador, Estland, Finnland, Guatemala, Indien, Island, Italien, Japan, Kolumbien, Luxemburg, Malaysia, Malta, Mauritius, Mexiko, Namibia, Nicaragua, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien, Südafrika, Südkorea, Syrien, Vereinigte Arabische Emirate

Konsulate

Barbados, Monaco

Landesvertretungen

Bremen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg

Schulen

Konfessionelle Einrichtungen

  • Elisabeth-Krankenhaus
  • Franziskus-Krankenhaus – katholisches Krankenhaus
  • Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche
  • St. Ansgar – katholische Kirchengemeinde
  • St.-Ludgerus-Kirche

Sonstiges

Weblinks

Commons
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