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Wartenberg |
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| Koordinaten | 52° 34' 29" n. Br., 13° 31' 5" ö. L. | |
| Einwohner | 2243 (31. Dez. 2006) | |
| Eingemeindung | 1. Okt. 1920 | |
| Postleitzahl | 13059 | |
| Ortsteilnummer | 1107 | |
| Verwaltungsbezirk | Lichtenberg | |
| Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg | ||
Wartenberg ist ein Ortsteil im Bezirk Lichtenberg von Berlin. Im Sprachgebrauch ist meist nicht der alte Dorfkern gemeint, sondern das Neubaugebiet Wartenberg, welches jedoch zum benachbarten Ortsteil Neu-Hohenschönhausen gehört.
Inhaltsverzeichnis |
Wartenberg befindet sich im nördlichen Teil des Bezirks Lichtenberg. Der Ortsteil grenzt an die benachbarten Ortsteile Malchow, Neu-Hohenschönhausen und Falkenberg sowie an den brandenburgischen Landkreis Barnim.
Wartenberg endstand als typisches Angerdorf im 13. Jahrhundert. Etwa in den gleichen Zeitraum (1200–1250) wird der Bau der ehemaligen Dorfkirche datiert. Der Bau zählte bis zu seiner Zerstörung 1945 zu den schönsten Dorfkirchen Berlins, einige Inventargegenstände, wie der Marienaltar wurden allerdings bereits vorher schon entfernt und können heute in der Hohenschönhauser Taborkirche oder im Märkischen Museum betrachtet werden.
1270 findet die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes statt: Bernhardus de Wardenberge wird in einer Urkunde der brandenburgischen Markgrafen erwähnt. Rund 100 Jahre später findet eine weitere Erwähnung im Landbuch Karls IV. statt. Darin werden die Besitztümer Wartenbergs angegeben: 1375 waren es 53 Hufen, wovon drei dem Dorfpfarrer zustanden und einer der Dorfkirche. Daneben gab es acht Kossäten, einen Krug sowie einen Lehnsschulzen.
Bis 1448 war das Dorf in Besitz mehrerer Berliner und Cöllner Bürger, so etwa der Familien Blankenfelde und Boytin. Nach dem „Berliner Unwillen“ verlieren diese jedoch ihre Besitztümer an Kurfürst Friedrich II. („Eisenzahn“), der diese wiederum an lehnstreue Vasallen verteilte, darunter auch die Adelsfamilie Röbel, der auch die umliegenden Dörfer Hohenschönhausen und Buch gehören. 1451 wurde das Dorf in zwei Rittergüter aufgeteilt.
1783 erwarb der preußische Staatsminister Otto Carl Friedrich Freiherr von Voß das Gut Wartenberg, er legte die beiden Rittergüte wieder zusammen und ließ sich ein neues Gutshaus mit Wirtschaftsgebäude errichten. Nach seinem Tod 1823 erbten zunächst seine drei Söhne das Gut, sein ältester Sohn Carl wurde nach dem Tod der beiden Jüngeren alleiniger Herrscher über Wartenberg.
1882 kaufte die Stadt Berlin das Gut Wartenberg auf und begann mit der Anlage von Rieselfeldern. Das Gut selber wurde zum Vorwerk des Stadtgutes Malchow. 1920 folgte mit dem Groß-Berlin-Gesetz die Eingemeindung; Wartenberg wurde nun ein Ortsteil des 18. Verwaltungsbezirk Weißensee.
Am 21. April 1945 wurde die Dorfkirche von Wehrmachtsangehörigen gesprengt, da sie andernfalls als Orientierung für die anrückende Rote Armee hätte dienen können. Diese erreichte, trotz der Sprengung noch am selben Tag gegen 10:30 Uhr den Dorfkern, was gleichzeitig eine der ersten Grenzüberschreitungen Berlins darstellt.
Baulich ist Wartenberg sehr unterschiedlich gestaltet. So finden sich direkt am S-Bahnhof Wartenberg WBS 70-Bauten, an der Gaststätte Wartenberger Hof viele neu errichtete Einfamilienhäuser, im Dorfkern gibt es noch alte Bauernhöfe.
Die wichtigsten Straßen des Ortsteils sind die Dorfstraße mit Verbindungen nach Neu-Hohenschönhausen, Falkenberg, Malchow und in die Innenstadt sowie die Lindenberger Straße ins Berliner Umland.
Wartenberg wird durch insgesamt drei Buslinien, davon zwei von den Berliner Verkehrsbetrieben bedient. Es bestehen Fahrmöglichkeiten nach Lichtenberg, Alt- und Neu-Hohenschönhausen, sowie über Lindenberg nach Buch. Kurz hinter der Grenze zum Neubaugebiet befindet sich außerdem der S-Bahnhof Wartenberg mit Verbindungen zur Innenstadt und bis nach Spandau. Bis 2002 gehörte das Gebiet tatsächlich zu Wartenberg.
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