Als Berliner Unwille wird die 1440 begonnene Auseinandersetzung der Berliner und Cöllner Stadtbürger mit dem märkischen Landesherren Friedrich II. um den Bau einer Burg auf der Spreeinsel und der damit verbundenen Verpflichtung zur Abgabe von Land bezeichnet. Im Laufe der Auseinandersetzung, in der es im wesentlichen um den Versuch ging, die Autonomie der Stadt mit 8.000 Einwohnern gegen die Entscheidungsbefugnis der Landesherren zu verteidigen, wurde unter anderem die Baugrube der Burg, der Keimzelle des späteren Stadtschlosses, unter Wasser gesetzt. Der 1448 gefundene Kompromiss war, was die städtische Autonomie anging, eher ein Verlust für die Städter, denn er leitete im ganzen Reichsgebiet eine Welle der fürstlichen Aktionen gegen städtische Freiheiten ein.
Wolfgang Ribbe und Jürgen Schmädeke: Kleine Berlin-Geschichte, Berlin 1994.
Adelung-1793: Unwille, der · Berlīner, der
Brockhaus-1911: Berliner Ofen · Berliner Kongreß · Berliner Weiß · Berliner Rot · Berliner Konferenz · Berliner Braun · Berliner Blau · Berliner Handelsgesellschaft · Berliner Eisen
Meyers-1905: Berliner Ofen · Berliner Monatschrift · Berliner Missionsgesellschaft · Spandau-Berliner Schiffahrtskanal · Berliner Zimmer · Berliner Vertrag · Berliner Kongreß · Berliner Eisen · Berliner Börsenkourier · Berliner · Berliner Generalakte · Berliner Friede · Berliner Elektrizitätswerke
Pierer-1857: Unwille · Berliner Witterung · Berliner Eisen · Berliner Weiß · Berliner Salz · Berliner Scheffel · Berliner Blau · Berliner Äpfel · Berliner Öfen · Berliner Roth · Berliner Porzellan
Roell-1912: Berliner Stadtbahn · Berliner Ringbahn · Berliner Hoch- und Untergrundbahn