Bertha Pappenheim

Bertha Pappenheim
Bertha Pappenheim

Bertha Pappenheim (auch: von Pappenheim) (* 27. Februar 1859 in Wien; † 28. Mai 1936 in Neu-Isenburg) war eine Frauenrechtlerin, jüdische Sozialpionierin und Gründerin des Jüdischen Frauenbundes.

Bertha Pappenheim im Kostüm der Glikl bas Judah Leib
Bertha Pappenheim im Kostüm der Glikl bas Judah Leib

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit

Bertha Pappenheim wurde am 27. Februar 1859 in Wien als dritte Tochter von Siegmund und Recha Pappenheim geboren. Der Vater (1824 − 1881) stammte aus Preßburg (heute Bratislava), die Familie kam ursprünglisch aus dem fränkischen Pappenheim. Die Mutter (1830 − 1905), eine geborene Goldschmidt, stammte aus Frankfurt, beide aus wohlhabenden, in der Orthodoxie verwurzelten Familien. Dementsprechend wurde sie als „höhere Tochter“ erzogen, besuchte eine katholische Mädchenschule und führte ein durch den jüdischen Festkalender und Sommeraufenthalte in Ischl gegliedertes, behütetes und ruhiges Leben.

Den ersten Einbruch von Tragik erlebte sie mit 8 Jahren, als ihre älteste Schwester an „galoppierender Schwindsucht“ starb. Als sie 11 Jahre alt war, zog die Familie aus der Leopoldstadt, dem hauptsächlich von ärmeren Juden bewohnten Viertel, um in die Liechtensteinstrasse im IX. Bezirk, nahe der damals neuen Ringstrasse. Mit 16 Jahren verließ sie die Schule und lebte weiter bei der Familie, widmete sich Handarbeiten und half ihrer Mutter bei der koscheren Zubereitung der Speisen. Der ein Jahr jüngere Bruder besuchte derweil das Gymnasium und wurde darum von Bertha heftig beneidet.

Krankheit

Zum Wendepunkt von Bertha Pappenheims Leben wurde der Sommer 1880, als sich die Familie wieder zur Sommerfrische in Ischl aufhielt. Dort erkrankte der Vater schwer an einer fiebrigen Brustfellentzündung. Während einer Nachtwache am Bett des Kranken wurde sie plötzlich von Halluzinationen und Angstzuständen gequält. In der Folge zeigte ihre Erkrankung ein breites Spektrum verwirrender Symptome. Dazu gehörten:

  • Sprachstörungen (Aphasien): Zeitweise konnte sie überhaupt nicht sprechen, zeitweise sich nur in Englisch, manchmal auch in Französisch oder Italienisch, verständigen
  • Neuralgien: Sie litt unter Nervenschmerzen im Gesichtsbereich, die mit Morphium und Chloral behandelt wurden. Die Medikation führte zum Entstehen einer Morphin- und Chloralsucht. Die Schmerzen waren so heftig, dass man die chirurgische Durchtrennung des Trigeminus in Erwägung zog.[1]
  • Lähmungserscheinungen (Paresen): Die Lähmungen und Taubheitserscheinungen traten an den Gliedmaßen vorwiegend halbseitig auf. Eigentlich rechtshändig, musste sie wegen dieser Lähmungen linkshändig schreiben lernen.
  • Sehstörungen: Vorübergehend zeigten sich Störungen der Augenmotorik. Sie nahm Gegenstände stark vergrößert wahr und schielte.
  • Stimmungsschwankungen: Über längere Zeiträume hinweg zeigte sie im Tagesrhythmus einen Wechsel zwischen Angstzuständen und Depressionen, gefolgt von entspannten und gelösten Zuständen. Mit der Tageszeit wechselte auch die Fähigkeit bzw. Unfähigkeit, Deutsch zu sprechen bzw. zu verstehen.
  • Amnesien: Die Kranke erinnerte sich im einen Zustand nicht an Ereignisse oder Handlungen aus dem anderen Zustand.
  • Essstörungen: In Krisensituation nahm sie keine Nahrung zu sich. Während eines heißen Sommers verweigerte sie wochenlang die Aufnahme von Flüssigkeiten und stillte den Durst durch Melonen u. Ä.

Die Familie stand diesen Krankheitsäußerungen zunächst rat- und hilflos gegenüber. Erst die Behandlung durch Josef Breuer, den Hausarzt der Familie, der die Kranke unter leichter Hypnose zum Erzählen von Geschichten animiert, brachte Besserung.

Tod des Vaters

Am 5. April 1881 starb Bertha Pappenheims Vater. Mutter und Bruder hatten sie in den Wochen davor daran gehindert, den Vater zu sehen, und sich über dessen Zustand ausgeschwiegen. Auch seinen Tod verheimlichten sie der Kranken. Als diese dennoch erriet, das der Vater gestorben war, verfiel sie zunächst in völlige Starre und nahm über Tage keine Nahrung mehr an. In der Folge traten die Symptome, die sich zuvor so sehr gebessert hatten, dass man auf Heilung hoffte, mit solcher Heftigkeit auf, dass man die Kranke gegen ihren Willen am 7. Juni in das Sanatorium Inzersdorf brachte, wo sie sich in den folgenden Jahren (teils auf eigenen Wunsch) noch mehrfach aufhielt.

Durch mühsame und langsame Fortschritte der Erinnerungsarbeit, bei der die einzelnen Symptome nach ihren Episoden erinnert und „aufgelöst“ wurden, gelangten laut Breuer am 7. Juni 1882 zu einem Abschluss, nachdem die Kranke die erste Nacht mit Halluzinationen in Ischl rekonstruiert hatte. Seitdem erfreut sie sich vollständiger Gesundheit." Mit diesen Worten schloß Breuer seinen Krankenbericht ab.[2]

Dass Bertha Pappenheim bereits am 12. Juli in der Privatklinik Bellevue bei Kreuzlingen am Bodensee sich behandeln lässt und auch in der Folge noch mehrmals in Inzersdorf, legt nahe, dass entgegen der jahrzehntelang von der 1895 von Breuer und Freud veröffentlichte Fallstudie Anna O. (siehe unten) behaupteten vollständigen Heilung, der Behandlungserfolg weder vollständig noch dauerhaft war.

Auch erschien für die Pappenheims und deren Umgebung das Ende der Behandlung etwas abrupt, was sie wohl auch war, sei es, weil die intensive Betreuung der jungen Kranken die Eifersucht von Breuers Ehefrau Mathilde erregte. Einer von Freud[3] und von anderen in verschiedenen Fassungen kolportierten Geschichte nach hätte Breuer durch das Phänomen einer Übertragungsliebe Breuer in Schrecken den Kontakt zur Patientin abgebrochen. Zu dieser Legende gehört auch eine hysterische Scheinschwangerschaft Pappenheims in unterschiedlichen Formen der Ausmalung bis hin zur Scheingeburt. All das soll kurz vor der Einweisung in Inzersdorf geschehen sein, was mit den Fakten kollidiert. Zutreffend ist, dass Breuer nach dem Aufenthalt in Bellevue Pappenheim nicht mehr persönlich betreut hat.

Am 29. Oktober 1882 wurde sie aus der Behandlung in Kreuzlingen als gebessert entlassen. Aus den folgenden Jahren, während derer sie bei ihrer Mutter in Wien lebte, ist wenig bekannt. Sie scheint jedoch weiter mit Symptomen ihrer Erkrankung zu kämpfen gehabt zu haben, da in dieser Zeit drei Aufenthalte in Inzersdorf belegt sind.

Zuvor jedoch hatten sich schon neue Entwicklungen in ihrem Leben angebahnt. Während ihres Aufenthalts in Kreuzlingen hatte sie einen längeren Besuch bei ihren Verwandten in Karlsruhe gemacht, insbesondere bei ihrem Cousin Fritz Homburger und ihrer Cousine Anna Ettlinger. Letztere war Mitbegründerin des Karlsruher Mädchengymnasiums, das auch von der jungen Rahel Straus besucht wurde. Sie widmete sich schriftstellerischen Arbeiten (in einem 1870 erschienen Artikel Ein Gespräch über die Frauenfrage hatte sie für Frauen gleiche Rechte auf Bildung gefordert), erteilte Privatunterricht und veranstaltete „Literaturkurse für Damen“. Sie scheint Bertha Pappenheim zur schriftstellerischen Tätigkeit ermutigt zu haben.

Darüber hinaus nahm Pappenheim während dieses Besuchs Ende 1882 an einer Krankenpflegeausbildung teil, die von der Abteilung Krankenpflege des Badischen Frauenvereins angeboten wurde. Ziel dieser Ausbildung war nicht eine Tätigkeit als Krankenschwester, sondern Qualifikation junger Damen als Leiterinnen von Krankenpflegeeinrichtungen. Sie bestand aus einem dreimonatigen theoretischem Teil, dem ein einjähriges Praktikum folgen sollte. Da ihr Besuch endete, konnte Pappenheim jedoch an der Prüfung zum theoretischen Teil nicht mehr teilnehmen.

Frankfurt

Mit 22 Jahren, im November 1888, siedelte sie zusammen mit ihrer Mutter nach Frankfurt am Main über. Das familiäre Umfeld in Frankfurt war teils orthodox, teils liberal orientiert. Anders als in Wien war man nicht nur im Bereich der Wohltätigkeit, sondern auch in Kunst und Wissenschaft engagiert. Die Familien Goldschmidt und Oppenheim waren als Kunstmäzene und -sammler bekannt und unterstützten wissenschaftliche und akademische Projekte, insbesondere bei der Begründung der Frankfurter Universität.[4]

In diesem Umfeld begann Bertha Pappenheim sowohl mit intensiveren schriftstellerischen Arbeiten (erste Veröffentlichungen ab 1888, zunächst anonym, dann unter dem Pseudonym „P. Berthold“), als auch, sich sozial und politisch zu engagieren. Zunächst arbeitete sie in einer Armenküche und als Vorleserin im Mädchenwaisenhaus des Israelischen Frauenvereins. 1895 übernahm sie zunächst kommissarisch die Leitung des Waisenhauses, ein Jahr später wurde ihr die Leitung fest übertragen. In den folgenden 12 Jahren gelang es ihr, die Erziehungsarbeit vom ausschließlichen Ziel einer späteren Verheiratung auf die Ausbildung zur beruflichen Eigenständigkeit neu auszurichten.

1895 fand in Frankfurt die Gesamttagung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF) statt. Pappenheim nahm daran teil und beteiligte sich später am Aufbau einer Ortsgruppe des ADF. In den folgenden Jahren begann sie Artikel zum Thema Frauenrechte zu veröffentlichen (zunächst in der Zeitschrift „Ethische Kultur“) und übersetzte Mary Wollstonecrafts „A vindication of the rights of woman“, eine Grundschrift der feministischen Bewegung.

Bei der im Oktober 1902 in Frankfurt abgehaltenen ersten deutschen Konferenz zur Bekämpfung des Mädchenhandels wurde Bertha Pappenheim zusammen mit Sara Rabinowitsch beauftragt, eine Reise nach Galizien zur Untersuchung der sozialen Situation zu unternehmen. In ihrem 1904 erschienen Bericht über die mehrmonatige Reise schildert sie die aus der Kombination von agrarischer Rückständigkeit und beginnender Industrialisierung, aber auch aus der Kollision von Chassidismus und Zionismus entstehenden Probleme.

Auf dem International Council of Women 1904 in Berlin wurde die Gründung eines nationalen jüdischen Frauenverbandes beschlossen, der ähnlich dem von Helene Lange1894 mitbegründeten Bund Deutscher Frauenvereine die sozialen und emanzipatorischen Bestrebungen der jüdischen Frauenvereine zusammenfassen sollte. Bertha Pappenheim wurde zur ersten Vorsitzenden des Jüdischen Frauenbundes (JFB) gewählt, den sie zwanzig Jahre lang leiten und für den sie bis zu ihrem Tod 1936 tätig sein sollte. Die Ziele des JFB waren einerseits feministisch (Stärkung der Frauenrechte und Förderung der Erwerbstätigkeit jüdischer Frauen) und entsprachen anderseits den traditionellen Zielen jüdischer Philanthropie (Ausübung der Wohltätigkeit als Gottesgebot). Diesen Spagat zu bewältigen und die unterschiedlichen Strebungen zu integrieren, war für Pappenheim nicht immer leicht. Insbesondere, dass sie in ihrem Kampf gegen den Mädchenhandel, nicht nur offen über die jüdischen Frauen als Opfer, sondern auch über jüdische Männer als Täter sprach, skandalisierte.

Sie kritisierte zeit ihres Lebens das Frauenbild in der jüdischen Religion und forderte als Angehörige der deutschen Frauenbewegung die Ideale der Gleichberechtigung auch innerhalb der jüdischen Institutionen zu verwirklichen. Dabei ging es ihr besonders um die Bildung von jüdischen Frauen und ihre Gleichstellung im Berufsleben. Eine Äußerung auf dem ersten Delegiertentag des JFB 1907 („Vor dem jüdischen Gesetz ist die Frau kein Individuum, keine Persönlichkeit, nur als Geschlechtswesen wird sie beurteilt und anerkannt.“[5]) führte zu einem landesweiten Aufschrei von orthodoxen Rabbinern und jüdischer Presse. Man bestritt die Existenz der von Pappenheim beklagten Zustände (Mädchenhandel; Vernachlässigung jüdischer Waisenkinder) und warf ihr gar „Schmähung des Judentums“ vor. Der Kontrast zwischen den politisch sonst durchweg liberalen Positionen des emanzipierten Judentums und der extrem patriarchalisch-traditionalistischen Haltung zur Frauenfrage ist auffällig und fiel auf.

Dennoch wuchs der JFB stetig und zählte 1907 32.000 Mitglieder in 82 Vereinen. Der JFB war mit zeitweise über 50.000 Mitgliedern die größte karitative jüdische Organisation. 1917 forderte Bertha Pappenheim als dessen Vorsitzende, der "Zersplitterung innerhalb der jüdischen Wohlfahrtspflege ein Ende zu machen", was mit zur Gründung der noch heute bestehenden Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland führte, in deren Vorstandsarbeit sie von Sidonie Werner unterstützt wurde.

Bertha Pappenheim initiierte die Gründung von vielfältigen Institutionen wie Kindergärten, Erziehungsheimen und Bildungsstätten. Eine dieser Heime war das Mädchenwohnheim Neu-Isenburg.

Lückenhaft Dieser Artikel oder Abschnitt weist folgende inhaltlich problematische Lücken auf: Mädchenwohnheim;Tod;Kristallnacht

Hilf Wikipedia, indem du die fehlenden Informationen recherchierst und einfügst!

Literarisches Schaffen

Ihre ersten Novellen veröffentlichte sie 1890 noch unter dem Pseudonym „Paul Berthold“, später schrieb sie unter eigenem Namen Novellen und Bühnenstücke.

Zudem übersetzte sie mehrere jiddische Schriften ins Deutsche wie die Erinnerungen der Glikl bas Judah Leib (auch Glückel von Hameln) (1910), das Ma'assebuch („Frauentalmud“, eine Sammlung von Geschichten aus dem Talmud) (1929) und einen Teil von Ze'enah u-Re'enah, der sogenannten „Frauenbibel“.

Der Schwerpunkt ihrer Schriften lag aber auf der Aufklärung, insbesondere über die soziale Situation jüdischer Flüchtlinge und den Mädchenhandel. 1930 publizierte sie ihr bekanntestes Buch, die „Sisyphus-Arbeit“, eine Studie über Mädchenhandel und Prostitution in Osteuropa und dem Orient.

Anna O.

Bekannt geworden ist Bertha Pappenheim einer breiteren Öffentlichkeit als Patientin von Josef Breuer unter dem dem Pseudonym Fräulein „Anna O.“. Ihre Fallgeschichte wird in den „Studien über Hysterie“ (1895) geschildert, die Breuer zusammen mit Sigmund Freud herausgebracht hatte. Sie wird als der erste Fall geschildert, in dem es angeblich gelang, die Hysterie „vollständig zu durchleuchten“ und die Symptome zum Verschwinden zu bringen. Dabei hatte sie einen bedeutenden Anteil an der Heilung. Ihre Aussage, dass das Aussprechen ihr helfe, ihre Seele zu entlasten, entspricht der später als „Katharsis-Theorie“ bezeichneten Behandlungstechnik der Psychoanalyse. Freud bezeichnet sie deshalb als die „eigentliche Begründerin des psychoanalytischen Verfahrens“.

Sie selbst stand der Psychoanalyse Freudscher Prägung kritisch gegenüber und widersetzte sich der psychoanalytischen Behandlung junger Menschen, die in ihrer Obhut waren. Der kanadischen Historiker Henri Ellenberger und der Medizinhistoriker Albrecht Hirschmüller haben herausgefunden, dass Anna O. später – wegen ihrer Abhängigkeit von Chloral und Morphin – zwischen 1882 und 1887 noch mehrfache Aufenthalte in psychiatrischen Anstalten absolviert hat und weiterhin an einer Reihe von hysterischen Symptomen litt. Josef Breuer scheint dabei bereits seit dem Sommer 1881 für die Behandlung von Bertha Pappenheim nicht mehr maßgeblich zuständig gewesen zu sein. Die Chloral-Verordnung geht eindeutig auf einen Doktor Breslauer zurück, die Morphin-Verordnung scheint auch auf ihn zurückzugehen. Breuer hatte jedoch in der kurzen Zeit seiner Zuständigkeit das Behandlungs-Prinzip sehr genau verstanden (vgl. Schlagmann, 2005).

Quellen

  1. Die Gesichtsneuralgie war vermutlich Folge einer missglückten Zahnoperation, weshalb sie Breuer wohl mit einem gewissen Recht in seinem Bericht nicht als eines der hysterischen Symptome erwähnte.
  2. Hirschmüller. S. 35
  3. Brief an Stefan Zweig vom 2. Juni 1932. In: Stefan Zweig: Briefwechsel mit Hermann Bahr, Sigmund Freud, Rainer Maria Rilke und Arthur Schnitzler. S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1987. S. 199 f.
  4. Beispielsweise richtete die „Katharina und Moritz Oppenheimsche Stiftung“ den Lehrstuhl für Theoretische Physik an der Frankfurter Universität ein, und Marcus M. Goldschmidt war Mitglied und Förderer der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft.
  5. Zur Sittlichkeitsfrage. In: Helga Heubach (Hrsg.): Sisyphus-Arbeit. S. 112

Werke

Dichterische Werke

  • (anonym): Kleine Geschichten für Kinder. Karlsruhe 1888
  • (Ps.: P. Berthold): In der Trödelbude. Lahr 1890
  • (Ps.: Paul Berthold): Frauenrecht. Schauspiel in drei Aufzügen. Dresden 1899
  • Ein Schwächling. Novelle. In: Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur. Berlin 1902. S. 210-246.
  • Tragische Momente. Drei Lebensbilder. Frankfurt 1913
  • Kämpfe. Sechs Erzählungen. Frankfurt 1916
  • Gebete / Prayers Englisch und Deutsch. Mit einem Nachwort von Margarete Susman. Neuauflage der vom Jüdischen Frauenbund im Jahre 1936 ausgewählten und herausgegebenen Gebete. Verlag Hentrich und Hentrich, Teetz 2003. ISBN 3933471419

Schriften

  • (Ps.: P. Berthold): Zur Judenfrage in Galizien. Frankfurt 1900
  • Bertha Pappenheim / Sara Rabinowitsch: Zur Lage der jüdischen Bevölkerung in Galizien. Reiseeindrücke und Vorschläge zur Besserung der Verhältnisse. Frankfurt 1904
  • Sisyphus-Arbeit. Reisebriefe aus den Jahren 1911 und 1912. Leipzig 1924. Nachdruck in: Sisyphus: Gegen den Mädchenhandel - Galizien. Bertha Pappenheim, die Anna O. Herausgegeben von Helga Heubach. Freiburg 1992. ISBN 3926023333
  • Sysiphus-Arbeit. Zweite Folge. Berlin 1929

Übersetzungen

  • (Ps.: P. Berthold): Mary Wollstonecraft - Eine Verteidigung der Rechte der Frau. Übersetzung aus dem Englischen. Dresden 1899
  • Glikl bas Judah Leib: Die Memoiren der Glückel von Hameln. Übersetzung aus dem Jiddischen. Wien 1910. Nachdruck mit einem Vorwort von Viola Roggenkamp. Weinheim 1994
  • Allerlei Geschichten. Maasse-Buch. Buch der Sagen und Legenden aus Talmud und Midrasch nebst Volkserzählungen in jüdisch-deutscher Sprache. Nach der Ausgabe des Ma'ase-Buches Amsterdam 1723 bearbeitet von Bertha Pappenheim. Frankfurt 1929
  • Jakob Ben-Isaak Aschkenasi: Zennah u-Reenah. Frauenbibel. Nach dem Jüdisch-Deutschen bearbeitet von Bertha Pappenheim. Bereschith. Erstes Buch Moses. Jüdischer Frauenbund, Frankfurt 1930

Literatur

  • Britta Konz: Bertha Pappenheim (1859-1936). Ein Leben für jüdische Tradition und weibliche Emanzipation. Reihe „Geschichte und Geschlechter“, Band 47. Campus Verlag, Frankfurt a. M., 2005. ISBN 3-593-37864-7
  • Marianne Brentzel: Siegmund Freuds Anna O. Das Leben der Bertha Pappenheim. Reclam, Leipzig 2004. ISBN 3379200948
  • Helga Heubach (Hrsg.): Sisyphus: gegen den Mädchenhandel – Galizien. Kore, Freiburg 1992. ISBN 3-926023-33-3. Sammelband mit Schriften Bertha Pappenheims zum Problem des Mädchenhandels.
  • Helga Heubach: Das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg 1907-1942. Verlag Stadt Neu-Isenburg, 1986. ISBN 978-3-9801219-0-3.
  • Ellen M. Jensen: Streifzüge durch das Leben von Anna O./Bertha Pappenheim. Ein Fall für die Psychiatrie – Ein Leben für die Philanthropie. ztv Verlag, Dreieich 1984
  • Dora Edinger (Hrsg.): Bertha Pappenheim. Leben und Schriften. Ner-Tamid-Verlag, Frankfurt a. M. 1963
  • Albrecht Hirschmüller: Physiologie und Psychoanalyse im Leben und Werk Josef Breuers. Jahrbuch der Psychoanalyse, Beiheft Nr. 4. Verlag Hans Huber, Bern 1978. ISBN 3456806094. Darin enthalten: Krankengeschichte Bertha Pappenheim, geschrieben von Dr. Breuer, gefunden im Sanatorium Bellevue. (Dokument 23)
  • Siegmund Freud / Josef Breuer: Studien über Hysterie. Franz Deuticke, Leipzig + Wien 1895. Neudruck: 6. Auflage. Fischer, Frankfurt a. M. 1991. ISBN 3596104467
  • Barbara Honigmann Das Gesicht wiederfinden. Über Schreiben, Schriftsteller und Judentum. Enthält Essay über Bertha Pappenheim. Reihe „Edition Akzente“ Hanser, München 2006. ISBN 3446206817

Film

Bertha Pappenheims Biographie (insbesondere ihre Rolle als Patientin von Breuer) wurde mehrfach filmisch verarbeitet:

  • Freud (USA 1962, Regie: John Huston, IMDb)
  • Mir ward die Liebe nicht – Bertha Pappenheim, Portrait einer ungewöhnlichen Frau (D 1997, TV (HR), Regie: Carmen Köper)

Weblinks

Wikisource
Wikisource: Bertha Pappenheim – Quellentexte


Quelle:
Artikel Bertha Pappenheim aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Empfehlungen




Gräber, Gerhard H.; Lack, Claudia; Zimmermann, Reinhard
17,90 €







Goodman-Thau, Eveline / Oz-Salzberger, Fania (Hgg.)
34,00 €
Bookmarks
delicious wong linkarena google
Sponsoren