Bertrand Delanoë (* 30. Mai 1950 in Tunis) ist ein Politiker der Sozialistischen Partei und seit dem 18. März 2001 der amtierende Bürgermeister von Paris.
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Delanoë ist als Jugendlicher nach Frankreich gekommen. Im Alter von 23 Jahren wurde er zum Sekretär der sozialistischen Föderation in Aveyron gewählt. Er wurde im Jahre 1977 zum ersten Mal zum Pariser Stadtrat gewählt. Seitdem lebt Delanoë in Paris. 1993 wurde er der Vorsitzende der Sozialistischen Partei in der Hauptstadt. 1995 wurde er in den Senat gewählt, wo er der Kommission für Ausländische Angelegenheiten und Verteidigung vorstand.
Delanoë bekennt sich offen zu seiner Homosexualität und hat daher den Spitznamen Notre-Dame de Paris. Er outete sich im November 1998 (also vor seinem Amtsantritt als Bürgermeister) im Rahmen eines Fernsehinterviews mit dem französischen Fernsehsenders M6. Er hat keine aktive Rolle in der Schwulenbewegung inne, unterstützt aber öffentlich deren Aktionen für eine rechtliche Gleichstellung und für Respekt. Unter anderem hat er die kommunale, finanzielle Unterstützung für schwul-lesbischen Vereinen wie Act-Up, le Centre Gay & Lesbien (CGL) und SOS Homophobie angehoben.
Am 5. Oktober 2002 nahm er an der Nuit Blanche teil, einer Nacht von Festivitäten in Paris, und mischte sich unter die Teilnehmer. Während der Veranstaltung wurde er Opfer eines Attentats. Vom Attentäter Azedine Berkane wurde von der Polizei übermittelt, dass er die "Politiker hasst, die Parti Socialiste und die Homosexuellen". Delanoë ordnete vor seinem Transport in das Krankenhaus an, dass die Feierlichkeiten fortgeführt werden sollten. Delanoës Wunde wurde als nicht lebensbedrohlich geschildert und er konnte daher nach zwei Wochen wieder das Krankenhaus verlassen.
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