In der Informatik bezeichnet man als Shell die Software, die den Benutzer in irgendeiner Form mit dem Computer verbindet. Zu den typischen Aufgaben gehören etwa die Bereitstellung von Kerneldiensten oder das Anbieten von Oberflächen für diverse Komponenten. Der Begriff "Shell" stammt von den Muscheln (engl. Shells), die eine Oberfläche zwischen dem Anwender und dem Inneren (den Kernel-Komponenten) darstellen.
Bei Betriebssystemen gibt es zwei Arten von Shells, die Kommandozeileninterpreter (CLI) und die grafischen Benutzeroberflächen (GUI). Jedoch wird meistens der Kommandozeileninterpreter (oder Terminal) als Shell bezeichnet. Für die Betriebssysteme Unix / Linux siehe Unix-Shell.
Moderne Versionen von Microsoft Windows verwenden den Windows Explorer als Shell, der eine übliche Desktop-Umgebung mit Startmenü und Taskbar anbietet. Das seinerzeit verbreitete Windows 3.x verwendete hingegen den Programm-Manager, welches sich vom Bedienkonzept wesentlich unterschied. In diversen DOS-Varianten dominiert der Kommandozeileninterpreter.