| Wappen | Karte |
|---|---|
![]() |
![]() |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Verwaltungssitz: | Ansbach |
| Fläche: | 7.244,85 km² |
| Einwohner: | 1.708.841 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 236 Einwohner je km² |
| Homepage: | www.bezirk-mittelfranken.de |
Der Bezirk Mittelfranken ist eine kommunale Gebietskörperschaft des öffentlichen Rechts im Freistaat Bayern. Der Bezirk ist in Bayern die dritte kommunale Ebene über den Gemeinden (erste Ebene) und Landkreisen (zweite Ebene) und nicht zu verwechseln mit dem deckungsgleichen Regierungsbezirk Mittelfranken, der den Zuständigkeitsbereich einer staatlichen Behörde, der Regierung von Mittelfranken darstellt. Sitz des Bezirks ist Ansbach.
Die Bezirke sind Selbstverwaltungskörperschaften und haben daher auch ein Parlament, den Bezirkstag, der alle 5 Jahre von den Wahlberechtigten des Bezirks direkt gewählt wird. Sie haben Wappen und Fahnen wie eine Gemeinde oder ein Landkreis, was ein staatlicher Regierungsbezirk nicht hat.
Inhaltsverzeichnis |
Die Bezirke nehmen jene Aufgaben wahr, die über die Zuständigkeit und das Leistungsvermögen der kreisfreien Städte und Landkreise hinausreichen. Sie schaffen öffentliche Einrichtungen, die für das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Wohl der Bevölkerung notwendig sind. So sind sie z. B. Träger psychiatrischer und neurologischer Fachkrankenhäuser, von Spezialkliniken, Fach- und Sonderschulen (z. B. für Gehörlose und -geschädigte, Blinde) und Freilichtmuseen (in Bad Windsheim). Der Bezirk Mittelfranken ist Träger des Berufsbildungswerks für Gehörlose und des Berufsausbildungswerk Mittelfranken für Lernbeeinträchtigte. Ferner sind die Bezirke überörtliche Sozialhilfeträger.
Der Bezirk Mittelfranken verleiht jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Wolfram-von-Eschenbach-Preis, so z. B. 2004 an den Publizisten Karlheinz Deschner.
Organe des Bezirks sind:
Zusammensetzung der Bezirktstage in Mittelfranken:
| Wahl | CSU | SPD | Grüne | FW | REP | FDP | NPD | GDP¹ | BP | KPD | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2003 | 15 | 7 | 2 | 1 | 25 | ||||||
| 1998 | 13 | 11 | 2 | 1 | 1 | 28 | |||||
| 1994 | 14 | 11 | 2 | 1 | 28 | ||||||
| 1990 | 14 | 9 | 2 | 1 | 2 | 28 | |||||
| 1986 | 15 | 9 | 2 | 1 | 1 | 28 | |||||
| 1982 | 15 | 11 | 1 | 1 | 28 | ||||||
| 1978 | 15 | 11 | 2 | 28 | |||||||
| 1974 | 16 | 11 | 2 | 29 | |||||||
| 1970 | 14 | 11 | 3 | 1 | 29 | ||||||
| 1966 | 12 | 12 | 2 | 3 | 29 | ||||||
| 1962 | 13 | 11 | 3 | 1 | 28 | ||||||
| 1958 | 12 | 12 | 3 | 1 | 28 | ||||||
| 1954 | 10 | 10 | 4 | 2 | 1 | 1 | 28 |
¹ 1954 und 1958 GB/BHE
Im aktuellen Bezirkstag bilden Grüne und Freie Wähler eine Ausschussgemeinschaft.
Seit 2003 ist Richard Bartsch (CSU) Bezirkstagspräsident. Seine Stellvertreter sind Alexander Küßwetter (CSU) sowie Franz Schmidhammer (CSU) und Fritz Körber (SPD).
Blasonierung:
Gespalten und vorne geteilt; vorne oben geviert von Silber und Schwarz, unten in Rot drei silberne Spitzen; hinten in Gold am Spalt ein rotbewehrter schwarzer Adler.
Der Bezirk Mittelfranken unterhält eine Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Pommern (polnisch Województwo pomorskie) in Polen.
Oberfranken | Unterfranken | Mittelfranken | Schwaben | Oberpfalz | Oberbayern | Niederbayern