| Wappen | Karte | ||||||
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| Basisdaten | |||||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||||||
| Landschaftsverband: | Westfalen-Lippe | ||||||
| Status: | Kreisfreie Stadt | ||||||
| Geografische Lage: | 52° 01' N, 08° 31' O | ||||||
| Höhe: | 118 m ü. NN | ||||||
| Fläche: | 257,8 km² | ||||||
| Einwohner: | 325.846 [1] (31. Dez. 2006) | ||||||
| Bevölkerungsdichte: | 1.264 Einwohner je km² | ||||||
| Postleitzahlen: | 33501–33739 (alt 4800) |
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| Vorwahlen: | 0521, 05202, 05203, 05205, 05206, 05208, 05209 |
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| Kfz-Kennzeichen: | BI | ||||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 11 000 | ||||||
| UN/LOCODE: | DE BFE | ||||||
| Stadtgliederung: | 10 Stadtbezirke | ||||||
| Hausanschrift der Stadtverwaltung: | Niederwall 23 33602 Bielefeld |
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| Website: | www.bielefeld.de | ||||||
| Politik | |||||||
| Oberbürgermeister: | Eberhard David (CDU) | ||||||
| Schulden: | 52,040 Mio. € (Stand: 30. Mai 2006) | ||||||
| Bevölkerung (Stand: 31. Dezember 2005) | |||||||
| Ausländeranteil: | 11,6 % | ||||||
| Arbeitslosenquote: | 10,4 % (1. März 2006) | ||||||
| Altersstruktur: |
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Bielefeld ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Detmold im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Mit über 325.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt der Region Ostwestfalen-Lippe und gilt als ihr wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Zusammen mit ihrem dichtbesiedelten Umland in den Kreisen Herford und Gütersloh bildet Bielefeld einen der Verdichtungsräume Deutschlands. Prägend ist die Lage an einer der "Döhren" (Übergänge) des Teutoburger Waldes.
Bielefeld hat Anteil an drei recht unterschiedlichen Naturräumen. Der Norden und Nordosten liegen in der Hügellandschaft der Ravensberger Mulde. Auch das Stadtzentrum gehört noch dazu, es wird aber schon von dem sich unmittelbar südlich anschließenden Teutoburger Wald überragt. Jener durchzieht Bielefeld mittig von Westnordwest nach Ostsüdost. Eine günstige Querungsmöglichkeit des Mittelgebirgszuges und daher von jeher wichtige Verkehrsader ist der Bielefelder Pass, von dem aus sich der Stadtbezirk Gadderbaum (mit Bethel) in die Quertäler hinein erstreckt. Im Süden hat Bielefeld mit dem Industrie-Stadtbezirk Brackwede Anteil an der Emssandebene, erwähnenswert ist hier insbesondere das Gebiet der Senne im Südosten.
Der höchste Punkt im Stadtgebiet befindet sich in Lämershagen mit 320 m über Normalnull, der niedrigste in Brake mit 73 m. Das Rathaus liegt auf einer Höhe von 114 m. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 19 und in West-Ost-Richtung 21 km. Es gibt keinen größeren Fluss im Stadtgebiet von Bielefeld. Der nordöstliche Teil der Stadt entwässert über die Aa in die Weser, während das Wasser aus dem südwestlichen Teil der Ems zufließt.
Die nächstgelegenen Großstädte sind Hannover (ca. 100 km nordöstlich), Osnabrück (ca. 60 km nordwestlich), Münster (ca. 70 km westlich), Hamm (ca. 80 km südwestlich) und Paderborn (ca. 50 km südöstlich).
Bielefeld grenzt an folgende Städte und Gemeinden (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden):
Spenge, Enger, Herford (alle Kreis Herford), Bad Salzuflen, Leopoldshöhe, Oerlinghausen (alle Kreis Lippe) sowie Schloß Holte-Stukenbrock, Verl, Gütersloh, Steinhagen, Halle (Westf.) und Werther (Westf.) (alle Kreis Gütersloh)
Das Stadtgebiet Bielefelds ist in zehn Stadtbezirke eingeteilt. Jeder Stadtbezirk hat eine von der Bevölkerung gewählte Bezirksvertretung, die aus 19 Mitgliedern besteht. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Aus verwaltungstechnischen Gründen sind die meisten Stadtbezirke weiter in Stadtteile unterteilt. Dabei handelt es sich meistens um früher selbständige Gemeinden, die im Laufe der Geschichte nach Bielefeld eingemeindet wurden. Die zehn Stadtbezirke mit ihren Stadtteilen sind:
Mitten durch das Bielefelder Stadtgebiet verläuft der Gebirgszug des Teutoburger Waldes. Er ist stark bewaldet und weist in Bielefeld einige Berge, wie die 302 m hohe Hünenburg auf. An seinen Berghängen entspringen zahlreiche Bäche, die sich durch Bielefeld schlängeln und entweder zur Weser oder zur Ems hin entwässern. Über den Teutoburger Wald führen zahlreiche Wanderwege durch das Bielefelder Stadtgebiet, der bekannteste unter ihnen ist der Hermannsweg. Neben dem Teutoburger Wald in der Mitte der Stadt haben die nördlichen Stadtteile Bielefelds auch Anteil am Ravensberger Hügelland, einer flach hügeligen Landschaft mit Feldern, Wiesen, Bächen sowie kleinen Flüssen. Im Süden des Stadtgebietes hat Bielefeld Anteile an der Senne, einem Heidegebiet mit sehr sandigen Böden. Im Norden der Stadt liegt der künstlich angelegte Obersee. Dieser stellt die größte Wasserfläche der Stadt dar und wurde zur Regulierung des Johannesbaches angelegt.
Bielefeld ist die Großstadt mit den meisten Grünflächen pro Einwohner in Deutschland. Es gibt zahlreiche Parks und Grünflächen innerhalb der Stadt, wie zum Beispiel den Nordpark, den Bürgerpark oder den Botanischen Garten.
Die erste Erwähnung der Stadt Bielefeld stammt aus dem Jahr 1214 und findet sich in einer Vertragsurkunde des Grafen Hermann von Ravensberg und des Klosters Marienfeld. Vorher befand sich an dieser Stelle eine Bauernsiedlung, die bereits 1015 als „Biliuelde“ erwähnt wurde, jedoch kaum Bedeutung hatte. Die neu gegründete Stadt sollte der Landessicherung dienen, da sie an der Südgrenze der Grafschaft Ravensberg lag. Außerdem war beabsichtigt, die Stadt zur Kaufmannsstadt und Hauptstadt der Grafschaft auszubauen. Aufgrund ihrer Lage an der Kreuzung mehrerer alter Handelswege und an einem wichtigen Pass über den Teutoburger Wald entwickelte sie sich schnell zum Wirtschafts- und Finanzzentrum der Grafschaft Ravensberg. Sie zog viele Kaufleute aus dem Umland und dem nahe gelegenen Münster an. Wie in der damaligen Zeit üblich, war auch Bielefeld durch Wassergräben und Mauern vom Umland abgetrennt. Man konnte nur tagsüber durch die Stadttore in die Stadt gelangen. Das Stadtbild wurde durch das damals wichtigste Handelszentrum der Stadt geprägt, den heutigen „Alten Markt“, sowie das Rathaus und die „Altstädter Nicolaikirche“.
Ab 1293 entwickelte sich aufgrund des Baubeginns der Sparrenburg parallel neben der Altstadt die Neustadt. Sie beheimatete die Bauarbeiter der Sparrenburg und wuchs, anders als die Altstadt, ungeplant, hatte eine eigene Kirche (die Neustädter Marienkirche) und einen eigenen Rat. Auch die Neustadt verfügte über eine eigene Stadtmauer. In der Neustadt gab es drei Siedlungskerne:
Nachdem die Ravensberger Grafen ausgestorben waren und es keine Nachkommen gab, fiel die Grafschaft und damit auch die Stadt Bielefeld im Jahr 1346 an die Grafschaft Berg (ab 1423 Jülich-Berg).
Im Jahr 1520 wurden die bis dahin eigenständigen Städte „Neustadt“ und „Altstadt“ zu einer Stadt vereinigt. Die nun geeinte Stadt konnte sich frei entwickeln, da sie weit entfernt vom Machtzentrum der neuen Machthaber (Jülich-Berg) lag. Ein wichtiger Schritt für die Stadt war der Beitritt zur Hanse Ende des 15. Jahrhunderts. Das begünstigte ab dem Ende des 16. Jahrhunderts die Entwicklung Bielefelds zur „Leinenstadt“, was in damaliger Zeit vor allem Leinenhandel bedeutete. Die Bauern des Ravenberger Landes bauten auf ihren für einen ausreichenden Getreideertrag zu kleinen Ackerflächen Flachs an und verarbeiteten ihn in Heimindustrie zu Leinwand. Dieses Leinen wurde in der Legge, einer Art Leinenbörse gesammelt und gehandelt. Daraus resultierte auch ein gewisser Wohlstand, von dem heute noch die Patrizierhäuser am Alten Markt zeugen.
1498 wurde am Jostberg ein Franziskanerkloster gegründet, doch schon 1507 zog dies aufgrund von Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung an den heutigen Klosterplatz in die Altstadt. Dieses Kloster wurde 1829 aufgelöst. Am 30. Oktober 1612 ereignete sich ein schweres Erdbeben in der Stadt, das große Schäden anrichtete. Als Folge des Jülich-Klevischen Erbfolgestreites kam die Grafschaft Ravensberg mit Bielefeld erstmalig 1609 zum Kurfürstentum Brandenburg (in Bielefeld unterzeichneter „Recess“), endgültig allerdings erst 1666 im Erbvergleich von Kleve. Für das 1618 erworbene Herzogtum Preußen erhandelten sich die brandenburgischen Hohenzollern 1701 die Königswürde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die (abgesehen vom Kloster) lutherische Stadt von der spanischen Besatzung der oberhalb gelegenen Sparrenburg bombardiert.
Im Jahr 1717 wurde in Bielefeld die erste Straßenbeleuchtung eingeführt. In der Regierungszeit Napoleons bildete der Johannisbach (1929-1973 Nordgrenze der Stadt Bielefeld) mit den anschließenden Flüssen Aa und Werre die Grenze zwischen dem Königreich Westphalen und dem Kaiserreich Frankreich, das damals auch die nordwestdeutsche Küstenregion umfasste.
1830 geriet die Leinenindustrie in eine schwere Krise, da in Irland mit der Produktion maschinell gewebter Stoffe begonnen wurde. Da konnte der handgesponnene Leinen qualitativ als auch quantitativ nicht mehr mithalten. Verschlimmert wurde die Situation der Einwohner Bielefelds neben der Krise auch durch eine Ernährungskrise im Jahr 1844. Als jedoch 1847 die Anbindung an die Cöln-Mindener Eisenbahn erfolgte, entwickelten sich rasch Fabriken, da nun Rohstoffe und fertige Waren in großen Mengen in die Stadt gelangen bzw. aus der Stadt geschafft werden konnten. Eine der größten Fabriken zur damaligen Zeit entwickelte sich 1854 mit der „Ravensberger Spinnerei“, die sich zur größten Flachsspinnerei Europas entwickelte. Schon im Jahr 1870 war Bielefeld das Zentrum der Textilindustrie in Deutschland. Hier befanden sich etwa 11 % aller Spindeln und Webstühle Deutschlands. Die Anknüpfung der Industrialisierung an ländliche Heimproduktion und die damit verbundene Herkunft der meisten Industriearbeiter aus bäuerlicher Nebenerwerbswirtschaft spiegelt sich in der Stadtstruktur: Man wohnte weder in Mietskasernen noch in planmäßig angelegten Siedlungen, sondern vorzugsweise in vom Westfalenhaus abgeleiteten freistehenden Häusern. So begann die Zersiedlung in und um Bielefeld schon lange vor der Massenmotorisierung.
Am 1. Oktober 1878 wurde die Stadtgemeinde Bielefeld aus dem Kreis Bielefeld ausgegliedert und ein eigener Stadtkreis, also kreisfreie Stadt. Die Kreisverwaltung des Kreises Bielefeld blieb in der Stadt.
Neben der Textilindustrie entwickelte sich auch der Maschinenbau, womit zum Ende des 19. Jahrhunderts keine Maschinen mehr importiert werden mussten. Auch heute noch ist Bielefeld der fünftgrößte Maschinenbaustandort Deutschlands. Die Nahrungsmittelindustrie entwickelte sich ebenfalls zum Ende des 19. Jahrhunderts. Mit dem Oetker-Konzern entstand einer der größten Nahrungsmittelhersteller Europas. Begonnen hat August Oetker in seiner Apotheke in der Niedernstraße mit dem Verkauf und Weiterentwicklung von Backpulver.
Auch verkehrstechnisch entwickelte sich die Stadt weiter. 1900 fuhr die erste Straßenbahn, von Anfang an elektrisch.
1901 wurden die Bielefelder Kreisbahnen nach Schildesche, Werther und Enger eröffnet (Schmalspurbahn, stillgelegt im Februar 1954).
Dank der florierenden Industrie stieg die Einwohnerzahl stark an. Daran konnte auch der Erste Weltkrieg nichts ändern. Der entscheidende Schritt in Richtung Großstadt aber waren die Eingemeindungen von 1930. In diesem Jahr wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Schildesche, Sieker, Stieghorst sowie Teile von Heepen und Gadderbaum eingemeindet. Die Einwohnerzahl stieg von 89.719 im Jahr 1929 auf 129.963 nach den Eingemeindungen, womit Bielefeld zur Großstadt wurde.
Als im Jahr 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde wie in anderen deutschen Städten auch, der regierende Oberbürgermeister durch einen Mann aus der NSDAP ersetzt. In Bielefeld wohnten 900 Juden, und die Stadt verfügte über eine prächtige Synagoge mit einer weithin sichtbaren Kuppel. Diese wurde 1938 in der Reichspogromnacht zerstört. Die meisten der in Bielefeld lebenden Juden kamen in Vernichtungslagern ums Leben. Nur wenige überlebten die Lager oder hatten rechtzeitig ins Ausland fliehen können. Die Stadt war außerdem Sitz einer übergeordneten Gestapostelle, von der aus Massendeportationen für die Länder Lippe, Schaumburg-Lippe und für den Regierungsbezirk Minden organisiert wurde.
Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte sich die Industrie in der Stadt auf die Rüstung um. Da immer mehr Männer aufgrund des Krieges eingezogen wurden, mangelte es recht schnell an Arbeitern. Infolgedessen wurden insgesamt 14.721 Menschen, überwiegend Ukrainerinnen und Polen, in die Region Bielefeld verschleppt und zur Zwangsarbeit verpflichtet.
Die ersten Bombenangriffe auf Bielefeld fanden im Juni 1940 statt, richteten jedoch keinen großen Schaden an. Der größte Bombenangriff auf die Stadt ereignete sich am 30. September 1944. Bei diesem Angriff kamen 649 Menschen ums Leben und der Großteil der Altstadt wurde zerstört. Während der Krieg vor diesem Zeitpunkt in Bielefeld recht ruhig verlief, brach nun Chaos aus, da ein großer Teil der Infrastruktur zerstört wurde. Insgesamt kamen in Bielefeld 1.347 Menschen durch Bombenangriffe ums Leben. Allerdings sind hier jene Toten, die im Landkreis durch Bombenangriffe starben, nicht mitgezählt. Es wurden 15.688 Wohnungen beschädigt oder zerstört. Die Stadt wurde am 4. April 1945 den Amerikanern weitgehend kampflos übergeben.
Die Zeit nach dem Krieg war durch eine große Aufbruchstimmung geprägt. Viel zerstörte historische Bausubstanz wurde durch moderne Bauten ersetzt, die der Stadt ein völlig neues Gesicht gaben. Die Einwohnerzahl stieg durch den Zustrom von Ostvertriebenen sprunghaft an. 1955 betrug sie schon 155.000. Bielefeld übernahm Patenschaften für die Städte Gumbinnen/Ostpreußen (heute Gussew, Russland), Wansen/Schlesien (heute Wiazów, Polen), Münsterberg/Schlesien (heute Ziębice, Polen). Die Textilindustrie verlor immer mehr an Bedeutung, und die Stadt entwickelte sich, wie fast alle Großstädte, zu einem Dienstleistungszentrum.
Im Jahr 1969 wurde die Universität Bielefeld, die einzige in der Region Minden-Ravensberg, gegründet. Seitdem bevölkert zunehmend auch studentisches Publikum die alte Leineweberstadt.
1973 wurden infolge des Bielefeld-Gesetzes der Kreis Bielefeld und die kreisfreie Stadt Bielefeld aufgelöst und (mit Ausnahme weniger Gebiete) zur „neuen“ kreisfreien Stadt Bielefeld zusammengefasst. Die Einwohnerzahl stieg auf über 300.000 an. Verkehrstechnisch war das Jahr 1991 besonders wichtig, da es seitdem ein modernes Stadtbahnsystem, die Stadtbahn Bielefeld, mit unterirdischen Innenstadttunneln gibt. Betrieben wird die Stadtbahn seitdem von der moBiel GmbH, einer Ausgliederung aus den Stadtwerken Bielefeld.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1214 | Erste Erwähnung als Stadt |
| 1. Hälfte des 13. Jh. | Bau der Sparrenburg, die Sitz der Grafen von Ravensberg wird |
| 1236 | Entstehung der Nicolaikirche als Pfarrkirche |
| Ende des 13. Jh. | Entwicklung der Neustadt |
| 1340 | Baubeginn der jetzigen Altstädter Nicolaikirche |
| 1346 | Die Stadt fällt mit Ravensberg an Berg |
| Ende des 15. Jh. | Beitritt zur Hanse |
| 1502 | Gründung eines Franziskanerklosters |
| 1520 | Zusammenlegung von Alt- und Neustadt |
| 1530 | Bau des Crüwell-Hauses |
| ab 1533 | Ausbreitung der Reformation, Zentrum ist die Marienkirche |
| 1538 | Errichtung eines neuen Rathauses am Alten Markt |
| 1540 | Der Spiegelshof wird erbaut |
| 1558 | Gründung des Ratsgymnasiums |
| Ende des 16. Jh. | Beginn der Leinenindustrie |
| 1632 | Die Nicolaikirche wird endgültig lutherisch |
| 1614 | Die Stadt fällt an (Brandenburg-)Preußen |
| 1717 | Erste Straßenbeleuchtung in Bielefeld |
| um 1830 | Krise der Leinenindustrie |
| 1844 | Ernährungskrise |
| 1847 | Anbindung an die Köln-Mindener Eisenbahn |
| 1854 | Gründung der Ravensberger Spinnerei |
| 1856 | Gründung des Ceciliengymnasiums als Mädchenschule |
| um 1870 | Bielefeld ist das Zentrum der Textilindustrie in Deutschland |
| 1878, 1. Oktober | Bielefeld wird kreisfreie Stadt |
| 1895 | Bau des „Eisernen Antons“, eines Bismarck-Turms |
| 1896 | Gründung der Helmholtz-Schule |
| 1900, 20. Dezember | Die erste Straßenbahn rollt |
| 1901, April | Die Bielefelder Kreisbahnen fahren nach Enger und Werther |
| 1904 | Fertigstellung des Rathauses |
| 1904 | Eröffnung des Stadttheaters |
| 1905, 3. Mai | Gründung des DSC Arminia Bielefeld |
| 1910 | Der Bielefelder Hauptbahnhof wird in Betrieb genommen |
| 1926 | Bau der Bielefelder Alm |
| 1928 | Eröffnung des Heimat-Tierparks Olderdissen |
| 1930 | Bielefeld wird Großstadt |
| 1930, 31. Oktober | Eröffnung der Rudolf-Oetker-Halle |
| 1938, 9. November | Zerstörung der Synagoge |
| 1941 | Anfang der Judendeportationen |
| 1944, 30. September | Größter Bombenangriff auf Bielefeld |
| 1969 | Gründung der Universität Bielefeld |
| 1971 | Gründung der Fachhochschule Bielefeld |
| 1973, 1. Januar | Bielefeld-Gesetz: Zusammenlegung des Kreises Bielefeld mit der kreisfreien Stadt Bielefeld |
| 1990 | Eröffnung der Stadthalle |
| 1991, 28. April | Eröffnung der Stadtbahn Bielefeld |
| 1993 | Eröffnung der Seidensticker Halle |
| 2005 | Hundertjähriges Jubiläum des DSC Arminia Bielefeld e.V. |
Folgende Städte und Gemeinden bzw. Gemeindeteile wurden nach Bielefeld eingegliedert:
Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Bielefeld
Die Bevölkerungszahl Bielefelds überschritt 1930 (in den damals gültigen Grenzen) die Marke von 100.000 und machte die Stadt damit zur Großstadt. 1950 hatte sie über 150.000 Einwohner. Bis 1973 verdoppelte sich diese Zahl durch die Eingemeindung der meisten zum Kreis gehörenden Orte, darunter Brackwede (39.856 Einwohner 1970), Sennestadt (20.187 Einwohner 1970) und Senne I (17.421 Einwohner 1970), auf rund 320.000. Am 31. Dezember 2005 betrug die „ Amtliche Einwohnerzahl“ für Bielefeld nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 326.925 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Damit steht die Stadt unter den deutschen Großstädten an 18., innerhalb Nordrhein-Westfalens an achter Stelle.
Bielefeld gehörte seit der Gründung zum Bistum Paderborn und war dem Archidiakonat in Lemgo unterstellt. Die erste katholische Kapelle wurde 1236 von der Kirche in Heepen abgetrennt. Um 1553 fasste die Reformation Fuß. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis. Doch gab es nach dem Übergang der Stadt an Preußen ab 1682 auch eine reformierte Gemeinde mit einer eigenen Pfarrkirche. Die Stadt war somit überwiegend protestantisch. Nachdem in ganz Preußen 1817 die Union der lutherischen und reformierten Gemeinden vollzogen wurde, vereinigten sich auch in Bielefeld beide protestantischen Gemeinden zu einer evangelischen Gemeinde. Bielefeld wurde im 19. Jahrhundert auch Sitz einer Kreissynode mit einem Superintendenten innerhalb der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. dessen westfälischer Provinzialkirche. Hieraus entstand der heutige Kirchenkreis Bielefeld. 1949 wurde die Verwaltung der nunmehr als Evangelische Kirche von Westfalen bezeichneten Landeskirche von Münster (Westfalen) nach Bielefeld verlegt. Heute umfasst der Kirchenkreis Bielefeld 33 evangelische Kirchengemeinden innerhalb der Stadt Bielefeld. Einige Gemeinden im südlichen Stadtgebiet Bielefelds (Brackwede, Senne und Sennestadt) gehören zum Kirchenkreis Gütersloh.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. Sie gehörten und gehören bis heute zum 1821 neu umschriebenen Bistum Paderborn, das 1930 zum Erzbistum erhoben wurde. Bielefeld wurde Sitz eines Dekanats, zu dem bis 2006 alle Pfarrgemeinden der Stadt gehörten. Am 1. Juli 2006 wurden die bisherigen Dekanate Bielefeld und Lippe zum neuen Dekanat Bielefeld-Lippe mit Sitz in Bielefeld zusammengelegt.
Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Bielefeld gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter eine Freie Evangelische Gemeinde (Christengemeinde – Philadelphia- Kirche), Baptistengemeinden, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Jesus Freaks (Kraftwerk-Gemeinde), die Christusgemeinde Bielefeld, mehrere Mennonitengemeinden und die Koinonia-Gemeinde Bielefeld e. V.
In Schildesche hat die Christengemeinschaft, orientiert an den anthroposophischen Weltanschauungen nach Rudolf Steiner, ihren charakteristischen Kirchenneubau, in der Nähe der Waldorfschule gebaut.
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) ist seit 1896 in Bielefeld vertreten und zählt heute etwas 360 Mitglieder. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Bielefeld mit 15 Gemeinden vertreten. Für sie ist Bielefeld eine historische Keimzelle und wichtiger Startpunkt ihrer Ausbreitung in Deutschland. Eine katholisch-apostolische Gemeinde kommt noch jeden Sonntag zu Gottesdiensten in der Mercatorstr. 12 zusammen.
Bielefeld hat eine jüdische Gemeinde mit rund 250 Mitgliedern: die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R.. In Bielefeld waren im Mai 2002 insgesamt 152.092 Personen evangelisch, 52.965 römisch-katholisch, und 117.556 gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder waren konfessionslos.
Ein besonderes Merkmal von Bielefeld sind die zahlreichen diakonischen Werke, die dort seit der Mitte des 19. Jahrhunderts tätig sind. Dazu gehören beispielsweise die Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, das Evangelische Johanneswerk und die Evangelische Stiftung Ummeln.
An der Spitze der Altstadt Bielefeld stand zunächst der vom Landesherrn ernannte Bürgermeister. Doch ist seit 1243 auch ein Rat nachweisbar, der zugleich das Schöffenkollegium bildete. Vorsitzender war ein eigens eingesetzter Richter. Der Rat trat zunächst als „sitzender Rat“ auf. Ab 1520 gab es einen sitzenden und einen „geheimen Rat“. In der Neustadt ist seit 1317 ein Rat und ab 1336 ein Bürgermeister genannt. Der Rat hatte 7 bis 9 Mitglieder. Nach der Zusammenlegung beider Städte 1510 wurde 1520 auch die Verwaltung neu organisiert. Danach wurde jährlich der Bürgermeister ernannt und der Rat gewählt. Ab dem 16. Jahrhundert waren Teile des Rats zugleich Schöffen. Vermutlich hat es ab 1590 eine weitere Umbildung des Rates gegeben. Es erscheinen zwei Bürgermeister, von denen einer als „regierender Bürgermeister“ auftrat. 1719 wurde vom preußischen König eine Neuordnung des Magistratskollegiums verfügt. Der Magistrat bestand danach aus zwei Bürgermeistern, einem Kämmerer, einem Sekretär, vier Ratsherren und sechs Vorstehern. Diese Verwaltungsorganisation wurde erst mit der Einführung der revidierten Städteordnung 1831 geändert. An der Spitze der Stadt stand danach der Bürgermeister, der später den Titel Oberbürgermeister erhielt.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein, und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, der ehrenamtlich tätig war. Außerdem wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1994 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.
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In der Stichwahl zum Oberbürgermeisteramt am 10. Oktober 2004 erhielt Eberhard David (CDU) 50,06 % der abgegebenen Stimmen und damit 137 Stimmen mehr als SPD-Kandidat Pit Clausen, für den 49,94 % stimmten.
Der Rat der Stadt Bielefeld hat gegenwärtig 61 Mitglieder, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen (Kommunalwahl vom 26. September 2004):
Das Wappen der Stadt Bielefeld ist golden, belegt mit einer rote Zinnenmauer mit zwei runden Zinnentürmen und breitem offenen Torbogen [als Teil der ehemaligen Stadtbefestigung], in diesem ein fünfmal von Silber und Rot gesparrter Schild [von der Grafschaft Ravensberg].
In der Grundform gibt es dieses Wappen seit 1263; damals galt es als Wappen der Altstadt. Als 1520 die Alt- mit der Neustadt vereinigt wurde, wurde das Wappen offizielles Wappen der nun vereinigten Stadt. Bis ins 19. Jahrhundert hat sich daran nichts geändert, doch dann kamen Löwen innerhalb von Wappen immer mehr in Mode, so dass das Wappen von da an von zwei Löwen getragen wurde. Seit 1973 ist das Wappen in Schildform und ohne Löwen das offizielle Wappen der Stadt Bielefeld.
Bielefeld unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Paderborn/Lippstadt (ca. 45 km süd-südwestlich von Bielefeld), der über die A 33 zu erreichen ist.
Daneben verfügt Bielefeld in unmittelbarere Nähe der B68 / A2 über einen eigenen kleinen Flugplatz, den Verkehrslandeplatz Bielefeld (EDLI), der vornehmlich von ostwestfälischen Geschäftsleuten, aber auch von Hobbypiloten und Segelfliegern genutzt wird. Über den mittlerweile abgeschlossenen Ausbau der Start- und Landebahn auf 1.300 Meter Länge wurde jahrelang heftig gestritten.
Bielefeld liegt an der elektrifizierten zwei- bis viergleisigen, Hauptbahn Köln – Duisburg – Dortmund – Minden, der historischen Köln-Mindener Eisenbahn (DB-Kursbuchstrecken 415, 416, 400, 370). Im Stadtteil Schildesche überquert diese Strecke auf dem nördlichsten Viadukt Deutschlands das Tal des Johannisbaches. Am Hauptbahnhof zweigt die Begatalbahn nach Lemgo über Oerlinghausen und Lage ab. Am Bahnhof Brackwede zweigen die eingleisigen Nebenbahnen „Haller Willem“ nach Osnabrück über Halle (Westfalen) und die „Senne-Bahn“ nach Paderborn über Hövelhof ab.
Zugverbindungen im Fern- und Nahverkehr siehe Hauptartikel Bielefeld Hauptbahnhof.
Im Stadtgebiet gibt es 11 Bahnhöfe bzw. Haltepunkte:
Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen Stadtbahnen, Regionalbahnen und Stadtbusse. Die Stadtbahn Bielefeld fährt zum Teil unterirdisch. Alle 4 Stadtbahnlinien halten an den U-Bahnhöfen Hauptbahnhof und Jahnplatz sowie am Rathaus. Am Wochenende (Fr/Sa, Sa/So) und vor Feiertagen fahren Nachtbusse auf einem besonderen Nachtbusnetz.
In allen Stadtbahnen, Regionalbahnen und Bussen (ausgenommen Nachtbusse) gilt der Sechser-Tarif des Verkehrsverbundes OstWestfalenLippe.
Durch das Stadtgebiet Bielefelds führen die Bundesautobahnen A 2 und A 33 sowie die Bundesstraßen B 61, B 66 und B 68, wobei letztere voraussichtlich mit der Fertigstellung der A 33 im Bereich Bielefeld nicht mehr als Bundesstraße gewidmet sein wird.
In den 1950er Jahren plante man für die Hauptverbindungen in Richtung Gütersloh, Herford, Lippe und Werther leistungsfähige Straßen, die zum Teil bestehende Straßenzüge verwenden und zum Teil über neue Trassen verlaufen sollten. Die Neubaustücke waren weitgehend anbaufrei vorgesehen.
Etwa ein Jahrzehnt später ging man noch einen Schritt weiter, indem man die geplanten Straßenzüge als Autobahn vorsah. Bislang wurde davon lediglich der Ostwestfalendamm im Zuge der B 61 zwischen den Stadtteilen Brackwede und Mitte verwirklicht. Nach Fertigstellung der A 33 wird er ebenso als Autobahnzubringer für Bielefeld-Zentrum genutzt werden können. Immer noch vorgesehen, aber durchaus umstritten, sind Schnellstraßen im Zuge der B 66 im Osten und der L 712N (Ostwestfalenstraße) im Nordosten der Stadt. Weitergehende Planungen wurden verworfen und sollen in der nächsten Zeit aus dem Flächennutzungsplan gestrichen werden.
Bielefeld ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Am Bahnhof befindet sich eine Fahrradstation mit Parkhaus, ein Rad-Center mit Werkstatt und Verkauf sowie eine Geschäftsstelle des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club.
Bielefeld war lange Zeit das Zentrum der Leinenindustrie. Doch die Industriezweige haben sich gewandelt. Heute ist Bielefeld vor allem Standort der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der Druck- und Bekleidungsindustrie, sowie der Bauwirtschaft und des Maschinenbaus.
34 % der Beschäftigten sind im verarbeitenden Gewerbe tätig, 18 % im Handel und 48 % im Dienstleistungssektor. In Bielefeld arbeiten 11 % der Beschäftigten im Gesundheitssektor, das ist über Landes- und Bundesdurchschnitt. Größter Arbeitgeber in Bielefeld sind die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel.
In Bielefeld unterhält der WDR ein Studio. Hier werden die Regionalprogramme in Radio und TV für Ostwestfalen-Lippe produziert und von hier auch ausgestrahlt.
Als Tageszeitungen erscheinen in Bielefeld die Neue Westfälische und das Westfalen-Blatt. Das Lokalradio Radio Bielefeld ist in der ganzen Stadt auf 98,3 MHz und 97,6 MHz zu empfangen. Mit 50 Watt sendet außerdem das Campusradio Hertz 87,9 in weite Teile der Stadt und das nichtkommerzielle Einrichtungsradio Antenne Bethel ist im Stadtteil Gadderbaum werktäglich von 18–19 Uhr auf 94,3 MHz zu hören. Am 17. November 2005 feierte der lokale Fernsehsender Kanal 21 seinen Sendestart. Das Bielefelder Bürgerfernsehen kann mit einer Lizenz als sogenannter Offener Kanal mehr als 80.000 Kabelhaushalte erreichen. Seit 1989 gibt es die 14tgl. Stadtillustrierte ULTIMO auf Papier und seit 1996 im Netz, seit 2000 den WebWecker nur im Netz.
In Bielefeld gibt es zwei Hochschulen in öffentlicher Trägerschaft. Die Fachhochschule Bielefeld unterhält eine Abteilung in Bielefeld selbst, sowie eine weitere in Minden. Sie bietet zahlreiche Studiengänge aus den Feldern Ingenieurwissenschaften, Gestaltung, Soziales/Pflege/Gesundheit und Wirtschaft an. Diese Schule beherbergt heute 6.800 Studenten und wurde 1971 gegründet.
Eine weitere Hochschule in öffentlicher Trägerschaft ist die Kirchliche Hochschule Bethel. Sie wurde 1905 gegründet und ist Teil der von Bodelschwinghschen Anstalten und auch staatlich anerkannt. Sie geht auf die Ideen Friedrich von Bodelschwinghs zurück. Die Studiengänge für Evangelische Religion (Lehramt) und zum Evangelischen Pfarramt laufen demnächst aus. Die "KiHo" wird als Hochschule für Diakonie weitergeführt.
Die Universität Bielefeld ist die einzige Universität in der Region Minden-Ravensberg und mit 17.000 Studenten die größte Hochschule in Bielefeld. Sie wurde 1969 gegründet.
Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW unterhält in Bielefeld eine von insgesamt sechs Abteilungen. Der Bielefelder Abzweig wurde 1976 gegründet und beinhaltet die Fachbereiche Kommunaler Verwaltungsdienst, Staatlicher Verwaltungsdienst und Polizeivollzugsdienst.
Es gibt in Bielefeld zurzeit vier private Hochschulen:
Die Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld (kurz FHM), wurde im Jahr 2000 gegründet und bietet speziell auf den Mittelstand ausgerichtete, staatlich anerkannte Studiengänge aus den Bereichen Medien, Informatik und Wirtschaft an.
Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) wurde 1993 in Paderborn durch das Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe gegründet. Die staatlich anerkannte Schule unterhält seit 2001 einen Standort in Bielefeld mit dem einzigen Fachbereich Wirtschaft. Weitere Standorte befinden sich in Bergisch Gladbach, Hannover, Paderborn, Celle und Gütersloh.
Das Euro Business College gibt es in Bielefeld seit 2001. Die staatlich nicht anerkannte Schule unterhält zahlreiche weitere Standpunkte über ganz Deutschland und Europa verteilt. Es werden Studiengänge aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Marketing und Logistik angeboten.
Die Fachhochschule der Diakonie (FHdD) wurde 2006 in Bielefeld durch die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, dem Johanneswerk sowie weiteren diakonischen Trägern gegründet; der Lehrbetrieb wurde im Oktober 2006 aufgenommen. Die FH bietet Studiengänge im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie eine Ausbildung zum Diakon an.
Daneben gibt es ein breites Spektrum an allgemein bildenden und beruflichen Schulen, und zwar 47 Grundschulen, 11 Hauptschulen, 15 Sonderschulen, 10 Realschulen, 4 Gesamtschulen, 10 Gymnasien, 1 Waldorfschule, 7 Berufsbildende Schulen, 9 Privatschulen, 1 Musikschule, 1 Kunstschule, 2 Staatliche Versuchsschulen (Oberstufen-Kolleg und Laborschule) und 2 Fachschulen (Diätlehranstalt, Fachschule für Altenpflege).
Bürgerliche Wohnbauten
Von den noch zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in größerer Zahl vorhandenen bürgerlichen Wohnbauten des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit sind nur wenige erhalten:
Adelshöfe
Von den noch im Jahre 1718 genannten 17 Adelshöfen sind nur wenige überliefert:
Wiederverwendete Reste abgebrochener bzw. zerstörter Bauten:
Weitere Bauten
Das städtische Theater Bielefeld bietet Musiktheater, Tanztheater und Schauspiel. Spielstätten sind das 1904 eingeweihte Stadttheater des Architekten Bernhard Sehring mit einer bemerkenswerten Jugendstilfassade und das Theater am Alten Markt (TAM). Bis September 2006 wurde das Stadttheater modernisiert, in dieser Zeit fand der Spielbetrieb im Theater am Alten Markt und in der Rudolf-Oetker-Halle statt - und ab der Spielzeit 2006/2007 wieder im restaurierten Stadttheater. Im TAM zwei (früher TAM oben) im Dachgeschoss des TAM werden hauptsächlich Stücke zeitgenössischer Autoren aufgeführt.
Das Alarmtheater im Westen Bielefelds spielt seit 1993 Stücke für Kinder und Jugendliche, es werden aber auch andere Stücke präsentiert. Überregional bekannt geworden ist das Alarmtheater durch seine aufsehenerregenden Inszenierungen mit großen Gruppen von Jugendlichen zu den Themen Sucht- und Gewaltprävention und Migration.
Das Theaterhaus in der Feilenstraße bietet anspruchsvolle Stücke für Kinder und Jugendliche, aber auch Stücke für Erwachsene. Es wird, neben Gastauftritten, von zwei Theatergruppen bespielt.
Das Theaterzentrum Tor 6 ist ein Theaterlabor, das seit 1983 eigenständig Theaterstücke entwirft.
Im Zentrum Bielefelder Puppenspiele finden Aufführungen für Kinder statt. Die Bühne wird von zwei Theatergruppen bespielt.