Bieler Lauftage

Die Bieler Lauftage (fr. Courses de Bienne), die im Juni in Biel/Bienne stattfinden, bestehen aus verschiedenen Langstreckenläufen. Am berühmtesten ist der seit 1959 durchgeführte 100-km-Lauf, der als der größte seiner Art weltweit gilt und Wertungslauf im Europacup der Ultramarathons ist. Außerdem werden ein Nachtmarathon, ein Halbmarathon und der Büttenberglauf über 14,5 km angeboten.

Inhaltsverzeichnis

Strecke

Der Start aller Läufe ist am Eisstadion Biel. Der 100-km-Lauf wird am Freitagabend um 22:00 Uhr gestartet, der Nachtmarathon eine halbe Stunde später. Die Strecke führt zunächst durch das Zentrum Biels, dann durch Nidau, Port, Bellmund, Jens und Kappelen nach Aarberg, dessen mittelalterliches Zentrum einen Stimmungshöhepunkt darstellt. Weiter geht es nach Lyss. Von dort an dürfen die Läufer die Hilfe eines Fahrradbegleiters in Anspruch nehmen. Über Grossaffoltern und Scheunenberg geht es ins Tal des Limpach, der man über Balm bei Messen bis Oberramsern folgt, wo km 39 erreicht wird.

Hier befindet sich das Ziel des Nachtmarathons, dessen Strecke mit Ausnahme einer zusätzlichen Schleife durch Biel identisch mit der des 100-km-Laufs ist.

Die 100-km-Läufer biegen nun nach Süden ab und erreichen über Mülchi und Etzelkofen Jegenstorf. Kurz danach passiert man die 50-km-Marke, und über Kernenried gelangt man nach Kirchberg. Nun müssen sich die Läufer für die nächsten 10 km von ihren Radbegleitern trennen, denn hier beginnt das holprigste Teilstück der Strecke auf dem Damm der Emme, das scherzhafterweise auch "Ho-Chi-Minh-Pfad" genannt wird. Wenn die schnelleren Läufer hier unterwegs sind, ist es immer noch dunkel, weswegen die allermeisten von ihnen eine Stirnlampe zu Hilfe nehmen.

Kurz vor Gerlafingen ist der schmale Pfad zu Ende, und die Radbegleiter können wieder zu den Läufern stoßen. Über Biberist, Lüterkofen-Ichertswil und Bibern geht es nach Arch, wo die Aare erreicht wird, der man nun ca. 10 km bis hinter Büren folgt. Die letzten Kilometer geht es über den Büttenberg nach Biel zum Ziel am Eisstadion.

Zielschluss ist samstags um 19:00, also 21 Stunden nach dem Start.

Der Halbmarathon und der Büttenberglauf werden am Nachmittag des nächsten Tages gestartet. Sie bestehen aus Rundkursen, die zwischen dem südöstlichen Stadtrand Biels und dem Nidau-Büren-Kanal verlaufen.

Statistik

Streckenrekorde

Schnellste Läufer 2007

100 km

  • Männer: Pius Hunold, 7:26:09,2
  • Frauen: Martina Groß (GER), 8:28:01,3

Marathon

  • Männer: Michael Boch (FRA), 2:45:48,0
  • Frauen: Susanne Gries, 3:11:27,1

Halbmarathon

  • Männer: Martin Christen, 1:17:14,6
  • Frauen: Nicole Blum, 1:33:27,6

Büttenberglauf

  • Männer: Mohannad Salem Idris (QAT), 51:33,2
  • Frauen: Daniela Kern, 1:13:05,9

Finisher 2007

  • 100 km: 1285 (1118 Männer und 167 Frauen), 140 weniger als im Vorjahr
  • Marathon: 185 (140 Männer und 45 Frauen), 12 weniger als im Vorjahr
  • Halbmarathon: 210 (150 Männer und 60 Frauen), 3 mehr als im Vorjahr
  • Büttenberglauf: 102 (74 Männer und 28 Frauen), 4 mehr als im Vorjahr

Siegerliste

100 km

Quellen für Ergebnisse vor 1998: arrs.net [1] und vfum.de [2]

Jahr Männer Zeit Frauen Zeit
2006 Francisco Pasandin (SUI) 7:24:41,7 Sonja Knöpfli -2- 7:51:34,2
2005 Markus Kramer -3- 7:26:00,7 Sonja Knöpfli (SUI) 8:00:51,9
2004 Iwan Knechtle (SUI) 7:20:44,8 Elke Hiebl -2- 8:27:23,0
2003 Martin Job (SUI) 7:07:23,6 Tsilla Rossel (SUI) 8:43:27,2
2002 Konrad Frei -2- 6:56:39,0 Anke Drescher (GER) 8:53:57,9
2001 Andreas Bringold (SUI) 7:12:48,0 Karin Stump (SUI) 8:12:22,5
2000 Victor Hickey (CAN) 7:14:25,6 Constanze Wagner -2- 8:16:22,8
1999 Konrad Frei (SUI) 6:49:55,7 Elke Hiebl (GER) 8:10:37,5
1998 Markus Kramer -2- 7:03:51,1 Constanze Wagner (GER) 8:27:29,6
1997 Markus Kramer (SUI) 6:57:34 Birgit Lennartz -7- 7:37:39
1996 Peter Camenzind -3- 6:37:59 Birgit Lennartz -6- 8:23:05
1995 Markus Engeler -3- 6:56:12 Birgit Lennartz -5- 8:09:16
1994 Michael Sommer (GER) 6:56:26 Birgit Lennartz -4- 8:40:49
1993 Andreas Ostertag (SUI) 6:53:09 Birgit Lennartz -3- 8:16:45
1992 Markus Engeler -2- 6:50:39 Rösli Brechbühl -2- 8:25:21
1991 Peter Camenzind -2- 6:51:25 Jutta Philippin (GER) 8:33:29
1990 Peter Camenzind (SUI) 6:52:47 Birgit Lennartz -2- 7:51:50
1989 Markus Engeler (SUI) 6:56:01 Rösli Brechbühl (SUI) 7:59:22
1988 Hans Schnyder -2- 6:57:12 Birgit Lennartz (GER) 8:30:05
1987 Hans Schnyder (SUI) 6:45:25 Katharina Janicke (GER) 8:22:02
1986 Robert Schläpfer -2- 6:38:29 Agnes Eberle -2- 8:25 h
1985 Robert Schläpfer (SUI) 6:42:55 Agnes Eberle (SUI) 8:17 h
1984 Peter Rupp -3- 6:42:45 Genoveva Eichenmann (SUI) 8:05 h
1983 Peter Rupp -2- 6:47 h Gaby Birrer (SUI) 8:28 h
1982 Peter Rupp (SUI) 6:59:06 Silvia Schneider (GER) 8:54 h
1981 Fritz Steffens (SUI) 7:12:08 Monika Kuno (GER) 8:26:06
1980 Helmut Urbach -7- 7:01:51 Riet Horber (SUI) 8:45
1979 Helmut Urbach -6- 7:00 h Edith Holdener -6- 9:03 h
1978 Hans van Kasteren (NED) 6:58:32 Rita Weilbächer (GER) 9:18 h
1977 Helmut Urbach -5- 7:15 h Edith Holdener -5- 9:01 h
1976 Brian Quinn (USA) 7:28:23 Edith Holdener -4- 9:10 h
1975 Heinz Hasler (SUI) 7:04:25 Edith Holdener -3- 9:31 h
1974 Helmut Urbach -4- 6:59:28 Edith Holdener -2- 9:52 h
1973 Helmut Urbach -3- 7:01 h Edith Holdener (SUI) 11:04 h
1972 Siegfried Schadt (GER) 7:01 h Ida Mugeli (SUI) 12:40 h
1971 Lynn Hughes (GBR) 7:42 h Eva-Maria Westphal -2- 12:48 h
1970 Peter Reiher (GER) 7:25 h Anne-Rose Wälti -3- 12:01 h
1969 Helmut Urbach -2- 7:55 h Eva-Maria Westphal (GER) 12:24 h
1968 Michael Cvercko (TCH) 8:00 h Anne-Rose Wälti -2- 14:05 h
1967 Helmut Urbach (GER) 8:11 h Anne-Rose Wälti (SUI) 13:49 h
1966 Werner Roth -2- 8:07 h Margrit Dünner -2- 16:12 h
1965 Werner Roth (SUI) 8:37 h Margrit Dünner (SUI) 19:25 h
1964 Wilhelm Aeschlimann -4- 8:54 h Pia Kummer (SUI) 16:49 h
1963 Wilhelm Aeschlimann -3- 8:17 h Emmi Schaer (SUI) 20:38 h
1962 Wilhelm Aeschlimann -2- 9:09 h Käthi Knuchel (SUI) 20:13 h
1961 Wilhelm Aeschlimann 8:43 h
1960 Emil Brünisholz 11:32 h
1959 Hans Ruch 13:45 h

Marathon

Jahr Männer Zeit Frauen Zeit
2006 Michael Boch (FRA) 2:46:42,6 Susanne Gries 3:06:31,4
2005 Max W. Müller 2:56:05,7 Susanne Gries 3:08:54,8
2004 Antonio Piccirillo 2:52:02,2 Christiane Bouquet 3:13:39,5
2003 kein Marathon
2002 Włodzimierz Piec 2:38:10,0 Franziska Luce-Dellsperger 2:59:23,8
2001 Włodzimierz Piec (POL) 2:37:02,3 Christiane Bouquet 3:16:49,2
2000 Andrei Lioshyn (BLR) 2:45:26,2 Lynne Genest 3:26:32,7
1999 Federico Nogara (ITA) 2:41:29,4 Diana Grogg 3:24:25,8
1998 Abdelaziz Elmakhrout (MAR) 2:27:19,1 Diana Grogg 3:18:51,7

Siehe auch

Weblinks

Fußnoten

  1. http://www.arrs.net/HP_Bi100.htm
  2. http://www.vfum.de/fileadmin/Statistiken/Biel_Sieger_Teilnehmer.pdf
Quelle:
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