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Die Fernsehshow Big Brother ist ein international erfolgreiches und in fast 70 Ländern ausgestrahltes, aber auch umstrittenes Fernsehformat. Es wurde zum ersten Mal 1999 in den Niederlanden ausgestrahlt. Die Rechte an der jeweils lokal produzierten Show besitzt die niederländische Firma Endemol Entertainment. In Deutschland wird Big Brother auf dem privaten Sender RTL 2 und rund um die Uhr auf Premiere ausgestrahlt und ging im Februar 2007 in die siebte Staffel. Das von Land zu Land leicht variierende Konzept der Sendung besteht darin, dass eine Gruppe von Menschen zum Teil mehrere Monate lang in einem als Wohnumgebung eingerichteten Fernsehstudio („Container“) miteinander lebt, oft strukturiert und aufgelockert durch von der Produktionsfirma vorgegebene Wettbewerbe und Spiele. Das Leben der Teilnehmenden wird rund um die Uhr von Fernsehkameras aufgezeichnet und regelmäßig als Zusammenschnitt von „Highlights“ im Fernsehen ausgestrahlt.
Der Name Big Brother ist abgeleitet aus George Orwells Science-Fiction-Roman 1984. In dieser düsteren Zukunftsvision wird eine totalitär regierte Gesellschaft beschrieben, die unter ständiger Überwachung durch den Großen Bruder (englisch: „Big Brother“) steht. Überwachungskameras zur Videoüberwachung (so genannte „Televisoren“), Fernsehempfänger mit Großbildschirmen und integrierten Mikrofonen zur Entgegennahme von Befehlen sind überall, auch in den Wohnräumen, präsent und schaffen eine allgegenwärtige, fast lückenlose Überwachung der Individuen. Die Idee zu der Fernsehsendung "Big Brother" stammt vermutlich aus dem Drehbuchexposé, "Paradiese TV", indem aufgrund wirtschaftlicher Not sich Bewohner eines Landes auf einer Insel Tag und Nacht überwachen lassen.
Das bei seiner Einführung heftig umstrittene Format wurde zu Beginn als gesellschaftlicher Tabubruch erlebt. Kritisiert wurde die Zurschaustellung privaten Lebens in der medialen Öffentlichkeit und damit verbunden der als ethisch fragwürdig empfundene Eingriff der Fernsehsender in das Privatleben der Bewohner. Auch wurde kritisiert, dass die Kandidaten der Show psychisch teilweise unter sehr großem Druck stünden, was traumatisierend wirken könne. Die ständige Beobachtung durch Kameras sowie das Zusammenleben mit fremden Menschen auf engstem Raum stelle eine hohe Belastung dar. Diese sei zwar selbstgewählt, werde aber hauptsächlich in Anbetracht der hohen Gewinnsumme in Kauf genommen.
Im Jahr 2006 kam die Sendung in die Kritik, weil explizit mitgefilmt wurde, als sich eine Bewohnerin ein Brustwarzenpiercing stechen ließ. Dies sah die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), in Anbetracht der Sendezeit im Nachmittagsprogramm, als unpassend an.[1]
Die Show wurde in bislang sieben Staffeln produziert. Die erste Staffel lief in Deutschland im Jahr 2000. Im Jahr 2005 startete bereits die sechste Staffel, die als endlos gelten sollte, doch aufgrund von zu niedriger Einschaltquote am 26. Februar 2006 eingestellt wurde. Die siebte Staffel begann im Februar 2007 mit geändertem Konzept und dauerte 148 Tage.
In der Pause zwischen sechster und siebter Staffel sendete Premiere vom 26. Februar 2006 bis zum 5. Juni 2006 einen Format-Klon namens Der Container Exklusiv, ebenfalls von Endemol produziert. Moderator dieser Sendung war Christian Möllmann, bekannt aus der zweiten Staffel.
Alle zwei Wochen nominiert jeder Bewohner zwei Kandidaten, die seiner Ansicht nach das Big-Brother-Haus verlassen müssen. Er spricht diese Nominierungen isoliert von den anderen Bewohnern in einem speziellen Raum vor den Fernsehzuschauern aus. Das Fernsehpublikum entscheidet dann per Abstimmung, welcher von den nominierten Hausbewohnern gehen muss. Dies geschieht so lange, bis nur noch drei Kandidaten übrig sind. Danach bewerten die Zuschauer die drei verbliebenen Kandidaten. Der Gewinner erhält die Gewinnsumme. Zusätzlich können Wochen- und Tagesaufgaben gelöst werden, die den Bewohnern bei Erfolg zu Geschenken in Form von Musik, Essen etc. verhelfen.
Die Kandidaten wohnten zusammen in einem Wohncontainer (153 m² Wohnfläche) mit Garten auf dem Gelände der NOB Studios in Hürth bei Köln. Sollte ein Kandidat freiwillig das Haus verlassen, so zieht ein Ersatz-Kandidat für diesen ein. Die Show wurde vom Sender RTL 2 (Moderation: Percy Hoven, Sophie Rosentreter, Thorsten Wember) übertragen. Die Gewinnsumme betrug 250.000 DM. Der Titelsong dieser Staffel war „Leb“ von Die 3. Generation.
Andrea, Despina, Jana, John (Gewinner), Jona, Kerstin, Manuela, Thomas, Verena, Sabrina
Durch die Sendung bekannt geworden sind Alex Jolig, Jürgen Milski und Zlatko Trpkovski.
Haustier: Katze Sternchen
Nachdem sich in der ersten Staffel ca. 15.000 Kandidaten beworben hatten, waren es für die 2. Staffel bereits über 70.000. Nach den Telefon-Castings fanden die Kamera-Castings in fünf deutschen Großstädten statt. An einem psychologischen Test müssen alle Bewerber, die in die enge Auswahl kommen, teilnehmen. Eine „aparte“ Mischung der Teilnehmer sollte an den Erfolg der ersten Staffel anschließen. Motto: „Weg vom Auf-der-Couch-Sitzen hin zu mehr Intrigen, verrückteren Charakteren und verschärften Regeln!“ Das Konzept weicht von dem der ersten Staffel nur unwesentlich ab. Alle zwei Wochen nominiert jeder Bewohner unter Pflicht-Angabe von Gründen zwei Kandidaten, die seiner Ansicht nach das Big-Brother-Haus verlassen müssen. Er spricht diese Nominierungen isoliert von den anderen Bewohnern in einem speziellen Raum live vor den Fernsehzuschauern (RTL) aus. Das Fernsehpublikum entscheidet dann per Telefon-Abstimmung, welcher der nominierten Hausbewohner in der Folgewoche gehen muss. Dieses Procedere geschieht so lange, bis nur noch drei Kandidaten übrig sind. Danach bewerten die Zuschauer die drei verbliebenen Kandidaten. Der Gewinner erhält die Gewinnsumme. Während der gesamten Staffel müssen zusätzlich Wochen- und Tagesaufgaben gelöst werden, die den Bewohnern bei Erfolg zu Geschenken in Form von Zusatzbudget, Musik, Essen etc. verhelfen.
Neu in der zweiten Staffel ist, dass die Kandidaten „back to basic“, das heißt ohne garantierte Essensrationen, warmes Wasser oder Kosmetika auskommen bzw. sich diese „Extras“ erarbeiten müssen. Außerdem gibt es zum ersten Mal einen so genannten „Maulwurf“, der verhindern soll, dass die Tages bzw. Wochenaufgaben erfolgreich gelöst werden. Seine Funktion blieb geheim, flog aber nach einiger Zeit auf.
Die Kandidaten wohnten zusammen in einem Wohncontainer (153 m² Wohnfläche) mit Garten auf dem streng-bewachten Gelände der NOB Studios in Hürth bei Köln. Die Tages-Shows wurden vom Sender RTL 2, die Nominierungs- und Auszugs-Shows am Samstag von RTL (Moderation: Oliver Geissen, Aleksandra Bechtel, Gudrun Loeb) übertragen. Die Gewinnsumme betrug 250.000 DM. Erstmals konnten die Zuschauer über den Sender Single-TV sowie per Live-Stream im Internet rund um die Uhr in den Wohncontainer schauen.
Titelsong dieser Staffel war „Zeig mir dein Gesicht“ von Berger. Zusätzlich zu der Staffel gab es das tägliche Nacht-Quiz mit Maike Tatzig (Schillerstraße), eine Morning-Call-in-Show sowie permanente Beiträge auf nahezu allen privaten Fernsehsendern. Die Werbemaschinerie dieser Staffel erreichte ihren Höhepunkt. Werbe-Kooperationen z. B. mit Pepsi, der Bild-Zeitung und anderen wichtigen Werbepartnern machten Big Brother im Jahre 2000 zu DEM Medienereignis, das viele Kritiker auf den Plan rief und eben dadurch den Erfolg der Staffeln 1 und 2 verstärkte.
Alexander, Celine, Christian (Biwi), Daniela, Ebru, Frank, Hanka, Harry, Jörg, Karim, Lillian, Linda, Marion, Stefanie
Durch die Sendung bekannt geworden sind Alida Kurras (Gewinnerin), Christian Möllmann und Walter Unterweger
Haustier Kater Muffin
Das Konzept weicht von dem der ersten Staffel nur wenig ab. Alle zwei Wochen nominiert jeder Bewohner zwei Kandidaten, die seiner Ansicht nach das Big-Brother-Haus verlassen müssen. Er spricht diese Nominierungen isoliert von den anderen Bewohnern in einem speziellen Raum vor den Fernsehzuschauern aus. Das Fernsehpublikum entscheidet dann per Abstimmung, welcher von den nominierten Hausbewohnern gehen muss. Dies geschieht so lange, bis nur noch drei Kandidaten übrig sind. Danach bewerten die Zuschauer die drei verbliebenen Kandidaten. Der Gewinner erhält die Gewinnsumme. Zusätzlich können Wochen- und Tagesaufgaben gelöst werden, die den Bewohnern bei Erfolg zu Geschenken in Form von Musik, Essen, etc. verhelfen.
In dieser Staffel gab es jedoch etwas neues: der „Maulwurf“, der auf Kommando von Big Brother im Haus agierte. Dieser Maulwurf war die Bewohnerin Silvia, die sich kurz vor Staffelende stellen musste. Außerdem war erstmals ein Pärchen dabei, Coco und Katja, wovon man sich viel Reibungspotential versprach.
Die Kandidaten wohnten zusammen in einem Wohncontainer (153 m² Wohnfläche) mit Garten auf dem Gelände der NOB Studios in Hürth bei Köln. Die Show wurde von den Sendern RTL und RTL 2 (Moderation: Oliver Geissen, Aleksandra Bechtel, Gudrun Loeb) übertragen. Die Gewinnsumme betrug 300.000 DM. Der Titelsong dieser Staffel war „Nur die Wahrheit Zählt“ von Ayman & Naima.
Anja, Cornelius, Huy-Hoang, Jörg, Katja, Karina (Joka) (Gewinnerin), Medy, Michael, Nicole, Silvia, Tatjana, Thomas (Thommy), Wulf
Ana-Marija Sokolovic wurde durch die Sendung bekannt.
Haustier: Schwein Konrad
Die vierte Staffel sollte sich von den anderen abgrenzen. „The Battle“ versuchte, weniger Langeweile und mehr Spannung zu versprechen. Statt des alten Containers gab es ein Haus mit einem luxuriösen und einem kargen Bereich, welche durch eine rote Absperrungskordel voneinander getrennt waren. Die Bewohner wurden in Teams aufgeteilt und mussten um Wohnzeit im luxuriösen Bereich ständig gegeneinander in Wettkämpfen antreten. Diese Spiele wurden entweder im Haus, wo sich die Teilnehmer beider Bereiche an der „roten Kordel“ gegenüber standen oder aber auf dem eigens dafür geschaffenen „Battlefield“, einer eingezäunten Sand- und Rasenfläche, ausgetragen. Die Anweisungen für diese Matches und Battles bekamen die Bewohner direkt vom Matchmaster „Mac“ (Sven Steffensmeier, Creative Producer endemol), welcher auch als Schiedsrichter der Spiele fungierte.
Die Kandidaten wohnten zusammen in einem Haus mit Garten auf dem Gelände des Coloneums in Köln. Die Show wurde von den Sendern RTL 2, Tele 5 und MTV 2 (Moderation: Aleksandra Bechtel) übertragen. Die Gewinnsumme betrug 90.000 Euro. Der Titelsong dieser Staffel war „Alles ändert sich“ von Oli. P & Lukas.
Botho-Kay, Carla, Clemens, Gabriel, Gabriella, Hella, Holger, Jan (Gewinner), Kai, Khadra, Larissa, Lucie, Marc, Michel, Nadine, Nadja, Petra, Sava, Ulf
Haustier: Hündin Kira
Neue Regeln beinhalten nun einen Bereich für Survivor (Arme), Normale und Reiche.
Der Bereich der Survivor ist ähnlich wie ein Aufenthalt auf einem Campingplatz: Geschlafen wird in Schlafsäcken auf Isomatten. Sie erhalten täglich eine knappe Nahrungsmittelration, die überwiegend aus Rohkost und anderen Lebensmitteln im natürlichen Zustand besteht. Als Herd dient ein mit selbst gehacktem Brennholz befeuerter offener Ofen.
Der Bereich der Normalen repräsentiert die gesellschaftliche Mittelschicht. Die Bewohner müssen, um ihr Haushaltsgeld aufzubessern, so genannte Wochenaufgaben lösen, z. B. die Herstellung von 1000 Papierblumen oder verschiedene Denksportaufgaben. Die hergestellten Artikel kommen meist Krankenhäusern und Kindereinrichtungen zu Gute.
Im Bereich der Reichen herrscht Überfluss. Artikel wie zum Beispiel gemütliche Betten, luxuriöse Badewanne, Flachbildschirm und im Garten gibt es einen Pool – auf dieser Seite mangelt es wirklich an nichts. Champagner, Lachs und andere Nahrungsmittel stehen auf Grund der großzügigen Finanzmittel mehr als genug zur Verfügung. Persönliche Trainer oder Frisöre können ebenfalls in das Haus bestellt werden. Sie können täglich Bewohner des normalen Teams für Dienstleistungen wie Putzen und Bügeln in Anspruch nehmen, die diese aber bezahlen müssen.
Nach Wechselmatches entscheidet sich, welches Team in welchen Bereich wechseln darf. So kann also das Team „Reich“ durchaus mehrere Wochen im Bereich der Survivor leben und umgekehrt. Natürlich ist auch ein Wechsel in den „normalen“ Bereich möglich. Dazu gibt es die Herausforderungen, „Challenge“ genannt. Bei diesen muss ein bestimmter Bewohner alleine eine besonders schwierige Aufgabe bewältigen, zum Beispiel einen Sprung aus einem fliegenden Hubschrauber in einen im Wasser schwimmenden 3 Meter durchmessenden Ring. Die „Challenge“ zieht je nach Ausgang Belohnungen oder Bestrafungen nach sich. Die „Matches“ und „Challenges“ wurden von Matchmaster „Mac“ (Sven Steffensmeier, Creative Producer endemol) und der Matchmasterin „Miss Mac“ (Anna Pauli, Creative Producer endemol) entwickelt und wechselweise durchgeführt.
Nebst Petra, die ursprünglich auch als Kandidatin geführt wurde, die von Big Brother aber geleugnet wird (die aber von den Premiere-Zuschauern gesehen wurde), gab es auch einen Kurzbesucher, der über einen Baum in den Armen-Bereich eindrang und ein kurzes Stell-Dich-Ein (ca. 15 Minuten) bei den Bewohnern abhielt, da er unbedingt an Big Brother teilnehmen wollte.
Zu Beginn der letzten zwei Monate der Staffel wurde das Survivor-Team aufgelöst und die Personen in die Teams Normal und Reich verschoben. Der Survivor-Bereich dient als Bestrafungsbereich. Solche und andere Veränderungen ergaben sich durch die immer niedrigere Anzahl von Bewohnern im Haus, da seit dieser Endphase wöchentlich nur noch jemand rausgewählt wurde, statt ausgewechselt zu werden.
Übertragen wurde die Show von den Sendern RTL 2, Tele 5, Premiere, MTV 2 und VIVA (Moderation: Ruth Moschner, Christian Möllmann und Oli.P). Die Gewinnsumme betrug 1.000.000 Euro. Der Titelsong dieser Staffel war „Alles was du willst“ von Lex.
Die 61 Kandidaten mit Einzugs- bzw. Auszugsdaten:
Ursprünglich sollte die Show nicht zeitlich begrenzt sein. Der Sender wollte diese Staffel so lange fortsetzen, wie das Zuschauerinteresse besteht. Am 25. November 2005 wurde in einer Pressemitteilung seitens RTL II mitgeteilt, dass die sechste Staffel nun doch nicht „unendlich“ laufen werde, sondern am 26. Februar 2006 in einem großen Finale beendet werde.
Die öffentlichen Bewerbungen fanden im Dezember 2004 in einigen deutschen Großstädten statt. Entgegen ersten Gerüchten wurde doch kein komplettes Dorf mit Kirche und Wald simuliert; es blieb bei einem (relativ großen) Container, welcher aber in einigen Dingen einem Dorf glich. Dieses „Dorf“ stand in unmittelbarer Entfernung zum Big-Brother-V-Haus in Köln-Ossendorf. Wieder sind die Kandidaten in Reiche (die „Chefs“), Normale (die „Assistenten“) und Arme (die „Hiwis“) eingeteilt worden, die in ihren unterschiedlichen Wohnwelten leben. Die drei Bereiche befanden sich in den Häusern 3, 7 und 9, welche jeweils vom Marktplatz aus über separate Hauseingänge zu erreichen waren. Zusätzlich gibt es die Häuser 11 und 13, in welchen Matches abgehalten werden, sowie die Arena (analog zum Matchfield in der V. Staffel). Die Bewohner können nunmehr ihr Budget in Arbeitsbereichen (KFZ-Werkstatt, Bauernhof mit Hühner-, Schaf-, Kuh- und Schweinestall sowie Modeatelier) erwirtschaften. Denn erstmals in einer Big Brother-Staffel verdienen sich die Bewohner ihren Spielgewinn zu einem großen Teil selber.
Wöchentlich galt es in den drei Arbeitsbereichen, ein Montags von Big Brother vorgegebenes Wochenziel zu erreichen. Freitags wurde diese „Wochenaufgabe“ dann in den einzelnen Bereichen präsentiert und Big Brother entschied, zu wie viel Prozent das Wochenziel erreicht wurde. Gelang es dem Arbeitsteam 100 % zu erreichen, erhielt es 1200 € (bei Prozentzahlen darunter, anteilig), welche sowohl für den Jackpot erspielt wurden, als auch unter dem Arbeitsteam als Lohn aufgeteilt wurden. Ein Arbeitsteam bestand aus einem Chef, zwei Assistenten und zwei Hiwis. Die Aufteilung des Lohnes oblag dem jeweiligen Chef. BB gab dabei zwar die Vorgabe, dass den Chefs 500 €, den Assistenten 250 € und den Hiwis 100 € zu zahlen sind, letztendlich entschied aber der Chef selber. Zusätzlich durfte er noch wöchentlich den „Goldenen Punkt“ an den Mitarbeiter vergeben, welcher sich am meisten angestrengt bzw. den größten Arbeitseinsatz gezeigt hat. Ein Hiwi stieg mit zwei Goldenen Punkten zum Assistenten auf, dafür musste der Chef dann einen Assistenten zum Hiwi degradieren. Ein Assistent erhielt mit dem zweiten Goldenen Punkt 500 € auf sein virtuelles Konto. Erreichte ein Chef drei Mal nicht das vorgegebene Wochenziel (schlechter als 85 %), verlor er seinen Chefposten und wurde automatisch zum Hiwi. Die Zuschauer entschieden dann in einem Telefonvoting, welches der anderen Teammitglieder zum Chef aufsteigen durfte.
Diese Arbeitsbereiche wurden im Oktober 2005 bis auf den Bauernhof aufgelöst.
Das Mode-Atelier dient seit 26. November 2005 als Big Brother-Hotel. Die ehemalige KFZ-Werkstatt beheimatete eine Zeit lang die „Big Brother – Morning-Show“, welche vom 28. November 2005 bis 30. Dezember 2005 vormittags zwischen 8.55 und 9.55 Uhr auf RTL II, anstelle der Wiederholung der Tageszusammenfassung vom Vortag, gesendet wurde. Moderator war René Travnicek VIVA-Moderator („Inscene“) und Publikumsanheizer (u. a. für „Nur die Liebe zählt“, „Schillerstrasse“), der dann durch den Gewinner der V. Staffel, Sascha Sirtl, abgelöst wurde. Zusätzlich wurde die ehemalige KFZ-Werkstatt für die Hochzeit von Bewohner Marco Wirges und Ex-Bewohnerin Bettina Zimmermann am 26. Dezember 2005 in eine Hochzeitskapelle sowie Anfang Januar in eine Eishalle umgewandelt.
Über ein internes Telefon besteht für die Kandidaten der unterschiedlichen Bereiche die Möglichkeit mit anderen Dorfbewohnern zu kommunizieren. In einer neuen Arena (600 Quadratmeter Fläche) und zwei Matchräumen finden auch weiterhin Matches statt; auch Challenges gibt es wieder. Den Bewohnern stehen auch eine Kneipe (Big Bar) und ein Fitnesscenter zur Verfügung.
Die sechste Staffel bestand am Einzugstag 1. März 2005 aus 11 Bewohnern (3 Chefs, 4 Assistenten, 4 Hiwis), welche dann in den darauf folgenden Wochen auf 15 Bewohner aufgestockt wurden.
Nominiert wurde zu Anfangs nach dem „Herausforderersystem“. Die Phase zwischen Nominierung und Rauswurf eines Bewohners dauert drei Wochen. In der ersten Woche nominieren die Bewohner drei Kandidaten. Aus diesen drei Kandidaten wählen die Zuschauer, noch in der selben Sendung, per Telefonanruf zwei Kandidaten aus, welche sich die Woche über duellieren werden. Eine Woche darauf müssen die Zuschauer aus diesen beiden Kandidaten eine Person wählen, die sich einem Herausforderer stellen muss. Der Herausforderer wird für eine Probewoche in den Bereich des Nominierten einziehen. Nun haben der Nominierte und der Herausforderer eine Woche Zeit das Publikum von sich zu überzeugen. In der dritten Woche wird von den Zuschauern schließlich der Auszug eines der beiden Kandidaten bestimmt. Da sich das „Herausforderersystem“ bei den Zuschauern aber nicht bewährt hatte, ging man nach drei Mal zum „normalen“ Nominierungssystem über.
Bei diesem Nominierungssystem setzen die Bewohner (jeweils 1 Stimme) und die Zuschauer (2 Stimmen) gemeinsam zwei der Bewohner auf die Nominierungsliste. Zuvor wurde von Big Brother bekanntgegeben, welche Bewohnergruppe nominiert werden kann (Frauen, Männer, Arbeitsteams, Hausteams). Diese beiden Nominierten stellten sich dann den Zuschauern eine Woche lang im Telefonvoting. Derjenige, welcher die meisten Stimmen erhielt, musste das Dorf verlassen.
Jeder Bewohner besitzt ein persönliches virtuelles BB-Konto. Dieses Konto kann der Bewohner durch Lohn, Matches und Challenges aufstocken. Sollte er von den Zuschauern rausgewählt werden, erhält er den auf seinem BB-Konto befindlichen Betrag als Gewinn ausgezahlt. Verlässt der Bewohner allerdings freiwillig das Dorf, verfällt sein bis dahin erzielter Betrag.
Der von den Bewohnern durch Löhne angesammelte Jackpot wird insgesamt vier Mal ausgespielt. Die Zuschauer entscheiden in einem Beliebtheitsvoting darüber, wer prozentual wie viel Geld bekommt. Beim ersten Jackpot am 29. Mai 2005 musste der unbeliebteste Mann (André) sowie die unbeliebteste Frau (Shire) das Dorf noch am selben Abend verlassen, während Parsifal und Bettina als die beiden beliebtesten Bewohner den größten Teil des Jackpots auf ihr virtuelles Konto übertragen bekamen. Beim zweiten Jackpot am 4. September 2005 mussten sogar die vier unbeliebtesten Bewohner (Martin, Frank, Benjamin, Nugy) das Dorf sofort verlassen, um Platz für die einziehenden Prominenten zu machen, während Marco (Platz 1) und Bettina (Platz 2) die beiden beliebtesten Bewohner waren. Beim dritten Jackpot am 4. Dezember 2005 siegte wiederum Marco, welcher mehr als doppelt soviel Prozentpunkte erreichte als der zweitplazierte Giuseppe, während Christopher als unbeliebtester Bewohner das Dorf verlassen musste.
Zusätzlich zum Jackpot werden in dieser Staffel zwei Mal 250.000 € ausgelost. Gewinner der ersten 250.000 € wurde nach mehreren Runden, in welchen die Zuschauer per Telefonvoting abstimmten sowie der Fakirwoche, Giuseppe. Die zweiten und letzten 250.000 € wurden in der Finalshow am 26. Februar 2006 vergeben.
Auch in dieser Staffel sind der Matchmaster „Mac“ (Sven Steffensmeier, Creativ Producer endemol) und „Miss Mac“ (Anna Pauli, Creativ Producer endemol) für die Entwicklung, Durchführung und Überwachung der Matches und Challenges verantwortlich. Übertragen wird die Show von den Sendern RTL II, Tele 5 (bis einschließlich 21. September 2005 Nachtfalke, danach aufgrund der Neuorientierung des Senders zum Spielfilmsender eingestellt) und Premiere. Die Moderatoren auf RTL 2 sind bzw. waren: Ruth Moschner (bis 29. Mai 2005, freiwillig gegangen), Jochen Bendel und Oli.P. Der Titelsong dieser Staffel ist „Deine Welt“.
Wegen der weit unter den Erwartungen liegenden Einschaltquoten in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer wurden vom Produzenten der Show Änderungen am Konzept erarbeitet; auch ein Ende der Staffel im August 2005 soll laut Medienberichten bei den Verantwortlichen des Senders RTL II im Gespräch gewesen sein, wurde aber von offizieller Seite stets dementiert.
Das Big-Brother-Hotel am Marktplatz wurde am 26. November 2005 eröffnet. Der Besucher darf am Dorfleben teilnehmen, wie alle anderen Bewohner auch. Aber er hat auch die Möglichkeit, sich in sein Luxusgemach zurückziehen und es sich richtig gut gehen zu lassen. Dafür steht ihm rund um die Uhr ein Big-Brother-Hotelservice zur Verfügung, welcher vom jeweiligen Team in Haus 7 übernommen wird. Genau wie im gesamten Big-Brother-Dorf sind auch im Hotelzimmer zahlreiche Kameras angebracht.
Seit dem 26. Dezember 2005 sind Bewohner Marco und Ex-Bewohnerin Bettina verheiratet. Sie gingen im Rahmen einer Live-Show den Bund der Ehe ein (Trauung durch Dipl.-Theol. Wolfgang Eifler – Freier Priester / Psychotherapeut (HPG)). Offizieller Hochzeitstermin war der 28. Dezember 2005 im Standesamt Bonn-Beuel. Danach durfte Bettina in Verbindung mit dem Match „Die versteckte Braut“ noch bis zum 1. Januar 2006 im Dorf bleiben.
Beim großen Finale am 26. Februar 2006 setzte Michael sich gegen Thomas durch und gewann die zweiten 250.000 €.
Die 7. Staffel lief vom 5. Februar bis 2. Juli 2007. Unter dem Motto „Wer bist du wirklich?“ sollte es eine der ersten Staffel ähnelnde Fernseh-Show werden.
Die 7. Staffel hatte eine Dauer von 148 Tagen und nur einen Bereich. Im neuen Big Brother-Haus kämpften 12 Kandidaten um bis zu 250.000 EUR. Aus der fünften und sechsten Staffel wurden die Matches und Challenges übernommen, die, neben Bestrafungen für Regelverstöße, einen Einfluss auf die Gewinnsumme haben sollten. Die Nominierungen ähnelten den frühen Staffeln nur im Prinzip, welches häufig durch Sonderregelungen eingeschränkt wurde. Big Brother 7 war die erste Staffel, in der dem Publikum keine offiziellen Spielregeln mitgeteilt wurden. Die Show moderierten Charlotte Karlinder und Jürgen Milski. Der Titelsong „Ich sehe was, was du nicht siehst“ wurde gesungen von Senta-Sofia Delliponti.
Wie auch in den vergangenen Staffeln hielten Endemol und RTL II am bekannten Sendeschema fest: Um 19.00 Uhr startete täglich die Tageszusammenfassung des Vortages. Lediglich am Wochenende gab es eine Veränderung: Anders als bislang konnten RTL-II-Zuschauer eine komplette Zusammenfassungs-Show des Wochenendes am Montag um 19:00 Uhr sehen, am Sonntag wurde die Sendung nicht ausgestrahlt. Die wöchentliche Entscheidungs-Show wurde aus einem neuen Studio im Kölner Coloneum (Studio 35) gesendet. Diese war montags um 21:15 Uhr zu sehen. Darüber hinaus übertrug Premiere wieder täglich live rund um die Uhr.
Als Sieger der Staffel strich Bewohner Michael eine Prämie von 250.000 Euro ein, wobei die Macher des Formats den durch Matches, Challenges und Strafen reduzierten Betrag großzügig aufgerundet hatten.
Derzeit wird eine achte Staffel von Endemol geplant. Eine Ausstrahlung ab Frühjahr 2008 ist wahrscheinlich, hängt jedoch vom ausstrahlenden Sender RTL 2 ab. Die Castings laufen.
(Chartplatzierungen in Klammern)
Titelsong
Gemeinsame Veröffentlichungen der Teilnehmer
Zlatko & Jürgen
Jürgen
Sabrina
Andrea & John
Verena
Titelsong
Karim
Harry
Biwi
Linda
Titelsong
Gemeinsame Veröffentlichungen der Teilnehmer
Ulf
Hella
Nadja
Titelsong
Gemeinsame Veröffentlichungen der Teilnehmer
Sascha S.
Franzi
Titelsong
Gemeinsame Veröffentlichungen der Teilnehmer
Titelsong