Big Push

Big Push nennt man einen massiven Förderungsschub in Entwicklungsländern, bei dem ein sogenannter Entwicklungssprung ausgelöst werden soll.

Der Big Push zählt als Hauptkomponente der Entwicklungsstrategie des ungleichgewichtigen Wachstums (Modernisierungstheorie). Durch Entwicklungshilfe seitens der Industrieländer wird ein bestimmter Raum konzentriert gefördert (Wachstumszentren), dessen Entwicklungsimpulse (steigende Nachfrage, neue Arbeitsplätze, Ansiedlung von Folgeindustrie) sich auf das Umland (Peripherie) auswirken. Somit soll ein sich aufeinander aufbauender Entwicklungskreislauf entstehen und im nachhinein einen überregionalen Raum fördern, mithin der Trickle-Down-Effekt ausgelöst werden. Durch die zeitintensive, sich aufbauende Entwicklung können jedoch regionale Disparitäten hervorgerufen werden. Kritiker befürchten, dass sich die Unterschiede auf Dauer sogar verschlimmern, anstatt verringern könnten.

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