Die Bildschirmdiagonale ist ein Maß für die Größe eines Bildschirms. Sie bezeichnet den Abstand zwischen zwei sich diagonal gegenüberliegenden Ecken. Bei Kathodenstrahlröhrengeräten erfolgt ihre Angabe üblicherweise zweiteilig als physische und sichtbare Bilddiagonale, da aus technischen Gründen ein Teil der Röhre immer verdeckt ist. Die Angabe erfolgt üblicherweise in Zentimetern, aber insbesondere bei Computermonitoren und Flüssigkristallanzeigen häufig auch (gerundet) in Zoll.
Inhaltsverzeichnis |
Handelsübliche Fernsehgeräte liegen meist im Bereich von etwa 30 cm bis knapp über 100 cm (42″), wobei die größten klassischen Röhrenapparate nur etwa 85 cm sichtbare Bildschirmdiagonale erreichen. Die Angabe wird hier ebenfalls auf Leinwände für Projektoren angewendet, die höhere Werte aufweisen. Das klassische Seitenverhältnis beträgt 4:3, aber zunehmend mehr Geräte bieten 16:9 oder wenigstens 16:10.
Als Faustregel für das Verhältnis Bildschirmdiagonale - Betrachtungsabstand gilt: Der Abstand zum Fernseher sollte mindestens das Fünffache der Bildschirmdiagonale betragen, sonst sind Sehbeschwerden und Schwindelgefühle möglich.
Die meisten Computermonitore weisen eine Bildschirmdiagonale zwischen 35 und 61 Zentimeter (14 bis 24 Zoll) auf, wobei die Nachfrage nach größeren Geräten kontinuierlich steigt. Tragbare Modelle sind mitunter auch kleiner, während für professionelle, grafikorientierte Anwendungen (DTP, CAD) auch größere Geräte verwendet werden. Traditionell war das Fernsehseitenverhältnis 4:3 üblich, doch neben dem eher quadratischen 5:4 werden breitere Formate wie 16:9, 16:10, 15:10 (3:2) immer häufiger, da sie eher dem natürlichen Blickfeld des Menschen entsprechen. Für die Entsprechung der Größe der inzwischen seltenen Modelle mit Kathodenstrahlröhre zu denen mit TFT-Displays gilt die Faustregel, dass letztere fast zwei nominelle Klassen (d.h. Zoll) kleiner sein dürfen, um dieselbe Bildfläche zu bieten, da ihr Rahmen nur sehr wenige oder gar keine Bildpunkte verdeckt.
Daneben gibt es Geräte mit Bildschirmdiagonalen unterhalb von 30 cm (12″), z.B. Mobiltelefone, PDAs, Hifi-Anlagen usw., die aus Energie-, Platz- oder Preisgründen keine größeren Anzeigen haben oder brauchen.
Ist das Bildseitenverhältnis (a:b, z.B. 4:3 oder 16:9) bekannt, lassen sich mit der Diagonalen (d) die Bildfläche (A) sowie die Seitenlängen (w, h) berechnen:



So hat bspw. ein 4:3-Bildschirm mit 50 cm Diagonale Seiten von (4⁄5 · 50 cm =) 40 cm und (3⁄5 · 50 cm =) 30 cm sowie eine Fläche von (12/25 · 2500 cm² = 40 cm × 30 cm =) 1200 cm². Die Größe eines Bildschirmpunktes (P) lässt sich bei bekannter Auflösung (W, H), z.B. 720 × 540 („PAL optimal“), ebenso einfach bestimmen:
(bei quadratischen Pixeln; W:H = a:b)
(allgemein)
(allgemein)Der genannte Fernseher hätte also Bildpunkte mit einer theoretischen Kantenlänge von 5⁄9 Millimetern oder rund 556 Mikrometern. Ist die Diagonale in Zoll (1 in. = 2,54 cm) gegeben, erhält man die Anzahl der Punkte pro Zoll (dots per inch, dpi) durch eine inverse Operation:
(bei quadratischen Pixeln; W:H = a:b)
(allgemein)
(allgemein)