Der Binger Wald ist ein bis 637 m hoher Teil des Mittelgebirges Hunsrück in Rheinland-Pfalz, Deutschland.
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Die Landschaft des Binger Walds liegt an der Nahtstelle vom Landkreis Mainz-Bingen (Norden bis Südosten), Landkreis Bad Kreuznach (Süden) und Rhein-Hunsrück-Kreis (Westen). Sie befindet sich zwischen dem Nordostende des Hunsrück-Hauptkamms (Nordwesten), dem Rheintal (Norden und Nordosten), hinter dem sich der Taunus erhebt, dem Rheinknie bei Bingen (Osten) und dem Soonwald (Südwesten).
Die Flora des stark bewaldeten Binger Walds, der zu etwa 40 % aus Eichen besteht und sonst einen Mischwald darstellt, umfasst eine weitgehend in sich geschlossene Waldfläche von rund 7.000 ha Größe.
Hünengräber, wie jenes südöstlich von Dichtelbach, Burgen und die heutigen Siedlungen und Dörfer lassen drauf schließen, dass der Binger Wald bzw. seine Umgebung schon seit langer Zeit besiedelt ist. Aus der Römerzeit sind die Überreste der Villa Rustica sowie ein Gebäuderest in der Nähe des Forsthaus Lauschhütte. Durch den Bingerwald führte die Ausoniusstraße, die als militärische Verbindung zwischen Bingen und Trier genutzt wurde.
Zur Zeit des Kalten Krieges waren auf dem Kandrich Nike-Hercules-Raketen zur Flugabwehr stationiert. Im Wald findet man hierzu noch eine Baracke, die zur damaligen Zeit als Unterkunft für die Soldaten der Raketenbatterie diente. Auf der ehemaligen Raketenstation stehen heute drei Windräder, von den Raketenrampen selbst sieht man nur noch Ruinen.
Der höchste Berg des Binger Walds ist der Kandrich (637 m ü. NN); seine niedrigste Stelle im Rheintal bei Niederheimbach (80 m ü. NN).
Innerhalb des Binger Walds bzw. an seinen Rändern entspringen bzw. fließen unter anderen diese Fließgewässer:
Die Ortschaften, die den Binger Wald einrahmen, sind:
Innerhalb des Binger Walds, über dessen Hauptkamm ein Abschnitt des Europäischen Fernwanderwegs E8 und der Erlebnispfad Binger Wald verläuft, bzw. an seinen Rändern befinden sich diese Sehenswürdigkeiten und geographischen Ziele:
Der Binger Wald ist beispielsweise über die von der A 61, die im Südwesten und Süden an der Nahtstelle zum Soonwald in Nordwest-Südost-Richtung verläuft, abzweigenden Straßen (Anschluss-Stelle Rheinböllen bzw. Waldlaubersheim) zu erreichen. Außerdem kann er über die B 9, die in Nordwest-Südost-Richtung durch das Mittelrheintal von Koblenz nach Bingen verläuft, aufgesucht werden.
Eisenbahnlinien führen beidseitig - zum Beispiel entlang der Bundesstraße 9 - durch das eben erwähnte Rheintal (Norden) und durch das Tal des Guldenbachs (Süden). Die zuletzt genannte Bahnstrecke ist aber zurzeit stillgelegt; jedoch soll sie auf Grund des Flughafens Frankfurt-Hahn, der sich einiges südwestlich des Binger Walds und nur etwas westlich von Kirchberg zwischen Hahn und Lautzenhausen befindet, in den nächsten Jahren wieder reaktiviert werden.
Adelung-1793: Wald-Rapunzel, die · Wald-Regal, das · Wald-Nymphe, die · Wald, der · Wald-Anemone, die
Brockhaus-1837: Wald · Teutoburger Wald
Brockhaus-1911: Binger · Thüringer Wald · Solinger Wald · Teutoburger Wald · Wald · Wiener Wald · Wald [3] · Wald [2] · Blansker Wald · Bayrischer Wald · Bakonyer Wald · Herzynischer Wald · Mainhardter Wald · Lippischer Wald · Kaufunger Wald
DamenConvLex-1834: Thüringer Wald · Teutoburger Wald
Herder-1854: Teutoburger Wald · Wiener Wald · Birnbaumer Wald · Hercynischer Wald
Meyers-1905: Binger Deputiertenkonvent · Binger Loch · Linzer Wald · Lippescher Wald · Liebensteiner Wald · Kaufunger Wald · Kobernauser Wald · Murrhardter Wald · Plansker Wald · Selber Wald · Solinger Wald · Passauer Wald · Ternovaner Wald · Bayrischer Wald · Birnbaumer Wald · Arnsberger Wald · Altdorfer Wald · Ardenner Wald · Blansker Wald · Hercynischer Wald · Herkynischer Wald · Göttinger Wald · Bregenzer Wald · Dunkelsteiner Wald