| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Kreis: | Groß-Gerau | |
| Koordinaten: | 49° 59′ N, 8° 21′ O | |
| Höhe: | 86 m ü. NN | |
| Fläche: | 9,03 km² | |
| Einwohner: | 12.365 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1369 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 65474 | |
| Vorwahl: | 06144 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GG | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 33 002 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Schulstraße 13 - 15 65474 Bischofsheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Reinhard Bersch | |
Die Gemeinde Bischofsheim gehört zum Kreis Groß-Gerau im Bundesland Hessen und hat etwas mehr als 12.000 Einwohner. Bischofsheim ist verschwistert mit Dzierżoniów in Polen und Crewe and Nantwich in England.
Inhaltsverzeichnis |
Bischofsheim liegt im so genannten Mainspitzdreieck, dem Gebiet südlich der Mainmündung zwischen Main und Rhein.
Bischofsheim grenzt im Norden an die Stadt Hochheim (Main-Taunus-Kreis), im Osten an die Stadt Rüsselsheim, sowie im Süden und Westen an die Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg.
Bischofsheim besteht nur aus einem Ortsteil. Allerdings besitzt Bischofsheim mit „An den Sportstätten“ und der „Dr.-Hans-Böckler-Siedlung“ zwei von Bischofsheim durch Schienennetz bzw. Autobahn getrennte Teile.
Bischofsheim ist ein Eisenbahnknotenpunkt mit Rangierbahnhof (Name: Mainz-Bischofsheim, aufgrund früherer politischer Zugehörigkeit des Ortes zur Stadt Mainz in Rheinhessen) und über die Autobahnen A 60 und A 671 direkt erreichbar.
Sehenswürdigkeiten sind die evangelische Barockkirche, die frühmoderne katholische Christkönigskirche von Dominikus Böhm und die historischen Fachwerkbauten. In einem von diesen, dem "Alten Rathaus", ist das Heimatmuseum untergebracht. Die katholische Christkönigkirche war nach der Einführung des gleichnamigen Festes in der katholischen Liturgie die erste Kirche dieses Patronats in Deutschland. Bis in die 1960er Jahre hinein galt sie als einer der architekturgeschichtlich bedeutensten moderneren Kirchenbauten in Deutschland. Dominikus Böhm entwarf 1926 eine parabelförmige Vollbetonkirche die - in Anlehnung an die umliegende Wohnbebauung und die benachbarten Opel-Werke in Rüsselsheim - an der Außenfassade vollständig verklinkert ist.
Außerdem ist noch der Wasserturm sehenswert (es werden kostenlos geführte Besichtigungen angeboten). Besonders zu empfehlen ist der unter Denkmalschutz stehende Personen- und Güterbahnhof von Bischofsheim, der den 2. Weltkrieg überstanden hat. Bis zur Renovierung 2003 hatte er noch den kriegsbedingten grünen Anstrich.
Bischofsheim gilt gemeinhin als "Eisenbahnergemeinde". Nach 1865 nahm der Ort durch den Ausbau der hessischen Ludwigsbahn von Darmstadt in das damals zu Hessen-Darmstadt gehörende Mainz einen ungeheuren Aufschwung. Viele Arbeiter, die die Ludwigsbahn bauten, ließen sich mir ihren Familien in Bischofsheim nieder. Von der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert bin in die 1960er Jahre entwickelte sich Bischofsheim außerdem zum größten Güterbahnhof Südwestdeutschlands. Diesen Status hat der Ort seit den 1970er Jahren aber wieder eingebüßt.
Bischofsheim war von 1930 bis 1945 ein Stadtteil von Mainz. Die französischen und amerikanischen Besatzungsmächte legten 1945 den Rhein als Grenze ihrer Besatzungszonen fest. Damit kam das Mainzer Stadtgebiet in der französischen Zone 1947 an das neugegründete Land Rheinland-Pfalz, die rechtsrheinischen Mainzer Stadtteile in der amerikanischen Zone an das neugegründete Bundesland Hessen. Während die drei Stadtteile nördlich des Mains (Amöneburg, Kastel, Kostheim) der Stadt Wiesbaden zugeteilt wurden, wurden Bischofsheim und das benachbarte Ginsheim-Gustavsburg wieder eigenständige Gemeinden im Kreis Groß-Gerau. Im Gegenzug wurden die württembergischen Enklaven des ehemaligen Großherzogtums Hessen an Baden-Württemberg abgetreten.
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 26,8 | 8 | 34,4 | 11 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 38,9 | 12 | 51,9 | 16 |
| GALB | GALB-Bündnis 90/Die Grünen | 11,4 | 4 | 13,7 | 4 |
| BFW | Bischofsheimer Freie Wählergemeinschaft | 22,8 | 7 | – | – |
| gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | |
| Wahlbeteiligung in % | 49,9 | 57,1 | |||
Der seit 1999 amtierende parteilose Bürgermeister Reinhard Bersch wurde am 27. Februar 2005 mit 76,3 % wiedergewählt.
Das Wappen der Gemeinde Bischofsheim besteht aus einem geteilten Schild: Oben in Blau ein aus der Teilung wachsender, golden gekrönter und bewehrter, fünfmal von Silber und Rot geteilter Löwe; unten in Silber eine Brille mit schwarzer Einfassung.
Die Erlaubnis zur Führung des Wappens wurde vom Volksstaat Hessen am 27. Oktober 1926 erteilt.
Bischofsheim wird manchmal auch bezeichnet als:
Biebesheim am Rhein | Bischofsheim | Büttelborn | Gernsheim | Ginsheim-Gustavsburg | Groß-Gerau | Kelsterbach | Mörfelden-Walldorf | Nauheim | Raunheim | Riedstadt | Rüsselsheim | Stockstadt am Rhein | Trebur