Eine einfache, aber sehr aussagekräftige Darstellung des Blütenbaus findet sich in der Blütenformel. Der Blütenbau einer Art, Gattung oder Familie wird dabei durch Symbole dargestellt. Wie bei einem Blütendiagramm lassen sich auch hier neben den tatsächlichen Gegebenheiten auch Deutungen, wie der Ausfall von Organen, sekundäre Vermehrungen, etc. darstellen.
Vorangestellt wird ein Symbol, das die Symmetrie der Blüte wiedergibt:
für eine radiärsymmetrische Blüte (aktinomorph)
für eine zygomorphe Blüte mit nur einer Symmetrieachse.
Die Blütenorgane werden von außen nach innen bzw. von unten nach oben entlang der Blütenachse als Buchstabe angeführt:
Bei einer einfachen Blütenhülle
Oder bei einer doppelten Blütenhülle
Für beide wieder identisch
Neben den obigen Buchstaben stehen tief gestellt weitere Informationen:
verwendet.
bedeutet somit, dass es 2 Kreise mit jeweils 5 Staubblättern gibt.
. Völlig reduzierte Teile werden entweder mit hochgestelltem Kreis und der theoretischen Anzahl z.B. G3° oder der realen Anzahl 0 G0 geschrieben. Oft wird der fehlende Organkreis auch in der Blütenformel der Einfachheit halber ebenso weggelassen.
wenn die Kron- und Staubblätter miteinander verwachsen sind.
Nur für den Fruchtknoten gilt zusätzlich:
für unterständig und
für oberständig.
Hier eine Tabelle mit einigen Beispielen für Blütenformeln:
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