Blekinge

Blekinge

Lage von Blekinge in Schweden

Basisdaten
Landesteil (landsdel): Götaland
Provinz (län): Blekinge län
Fläche: 3.055 km²
Einwohner: 150.696 [1]
(2005)
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Höchste Erhebung: Rävabacken 189 m ö.h.
Größter See: Halen
typischer Bauernhof aus Blekinge
typischer Bauernhof aus Blekinge

Blekinge ist eine historische Provinz (schwedisch landskap) in Südschweden.

In der heutigen Verwaltungsgliederung Schwedens entspricht das der Provinz Blekinge län. Größte Stadt und Hauptstadt der Provinz an der Hanöbukten ist Karlskrona. Weitere wichtige Städte sind Karlshamn, Ronneby, Sölvesborg und Olofström. In Kallinge bei Ronneby befindet sich ein Militär- und Zivilflughafen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Im Norden an der Grenze zu Småland hebt sich das Land 130 bis 180 Meter über den Meeresspiegel. Von dieser Gegend senkt sich das Gelände langsam nach Süden und Osten in Richtung Ostsee. Im nördlichen Bereich ist der Untergrund nährstoffarm mit felsigen Hügeln und Sümpfen, wo hauptsächlich Nadelbäume wachsen. Im mittleren Bereich mit seinen vielen Seen und noch viel mehr in der Küstenzone treten nährstoffreiche Böden auf mit Laubbäumen, von denen vor allem die Buche recht häufig anzutreffen ist. Die Gewässer Blekinges fließen hauptsächlich südwärts. Die südliche Küste hat einen breiten Schärenhof vorgelagert und ist durch zahlreiche Buchten gekennzeichnet.

Geschichte

Blekinge gehörte bis 1658 zu Dänemark und war lange Zeit Austragungsplatz verschiedener Schlachten zwischen dem dänischen und dem schwedischen Reich. Dabei wurden viele Städte und Dörfer geplündert oder gebrandschatzt. Mit dem Frieden von Roskilde ging Blekinge zusammen mit Schonen und Halland an Schweden.

Mit der schwedischen Großmachtzeit erlebte Blekinge seine stärkste Blüte. 1680 wurde der Marinehafen von Karlskrona angelegt und 10 Jahr später war der Ort Schwedens drittgrößte Stadt. Die geschützte Lage im Schärenhof von Blekinge, wo wenige Verteidigungsanlagen zum Schutz des Platzes ausreichten und das Vorhandensein von vielen Eichen im Landesinneren trugen dazu bei, dass der Marinehafen gerade hier angelegt wurde. Zur gleichen Zeit entstand auch Karlshamn, doch bestehende Orte wie Ronneby und Sölvesborg wurden in ihrer Entwicklung gehemmt. Karlshamn und Karlskrona lagen Nahe der mittelalterlichen Handelsplätze Lyckå und Elleholm, welche sie ersetzten. Im 18. Jahrhundert wohnte ein Viertel der Bevölkerung Blekinges in Städten, was zu dieser Zeit ungewöhnlich viel war. Danach verlief die Entwicklung der Provinz langsamer als im übrigen Schweden und landwirtschaftliche Bereiche wie Obstanbau dominieren wieder die Wirtschaft.

Landschaftssymbole

Literatur

Weblinks

Commons
Commons: Category:Blekinge – Bilder, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Folkmängd i landskapen 2005 samt areal
Quelle:
Artikel Blekinge aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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