Beim Blocksatz handelt es sich in der Typografie um die Methode, einen Text so zu setzen, dass die Zeilen durch Erweiterung der Wortzwischenräume auf gleiche Breite gebracht werden.
Die Ränder sind sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite bündig. Die letzte Zeile eines im Blocksatz formatierten Textes ist in der Regel am linken Absatzrand orientiert und der Text läuft entsprechend seiner restlichen Länge aus. In selteneren Fällen, z. B. bei manchen Gedichten oder um einen besonderen optischen Effekt zu erreichen, kann die letzte Zeile auch auf die Spaltenbreite zentriert werden.
Die erste Zeile eines Absatzes ist meist leicht eingerückt, um den Absatzbeginn auch in dem Fall erkennbar zu machen, dass die letzte Zeile des vorhergehenden Absatzes zufällig (fast) die ganze Breite einnimmt. Von einem erzwungenen Blocksatz spricht man, wenn auch die letzte Zeile eines Absatzes auf die volle Zeilenlänge ausgeweitet wird.
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Beim Blocksatz sollte darauf geachtet werden, dass zwischen den Wörtern keine zu großen Lücken entstehen. Diese „Löcher im Text“ werden durch zu wenige Zeichen pro Zeile hervorgerufen; daher sollte die Zeichenanzahl pro Zeile (inkl. Leerzeichen) nicht unter ca. 40 betragen, wenn es sich um typographisch anspruchsvolle Texte handelt. Im Zeitungswesen liegen die Zeilen aber fast prinzipiell um oder unter dieser Größe, weil dann der Blocksatz seinen eigentlichen Vorteil zur Geltung bringt.
Um diesen Widerspruch aufzulösen, sind mehrere Verfahren möglich, um die Wörter möglichst harmonisch und gleichmäßig erscheinen zu lassen. Insbesondere im elektronische Satz kann von automatischen Funktionen moderner Textverarbeitungs– und Desktop-Publishing-Programme und Fonts (Schriftarten und deren Schriftschnitte) Gebrauch gemacht werden. Die optische Qualität des erzeugten Blocksatzes ist allerdings programmbedingt sehr unterschiedlich.
Typische Anwendungsgebiete von Blocksatz sind die Texte in Zeitungen, Illustrierten und Büchern. Bei anderen Drucksachen ist, abhängig von den verwendeten Textmengen und der beabsichtigten Wirkung, von Fall zu Fall zwischen Blocksatz, Flattersatz und Mittelachsensatz zu entscheiden. Im Webdesign ist Blocksatz eher ungebräuchlich, da keine automatische Silbentrennung möglich ist und daher leicht lange Lücken im Text entstehen können.
Das optische Bild des Blocksatzes wirkt auf den Betrachter harmonisch und somit „schön“. Die strenge Bündigkeit der Zeilen fordert das Auge des Lesers jedoch zu hoher Konzentration. Prinzipiell schätzt man den Blocksatz, weil er den Satzspiegel vollständig ausfüllt. Im einspaltigen Satz findet er mehr aus ästhetischen Gründen Anwendung, aber im mehrspaltigen Satz ist er unverzichtbar, um die Spaltengrenzen offenkundig zur Geltung kommen zu lassen.