Blutfahne

Dieser Artikel behandelt das mittelalterliche Zeichen der Blutgerichtsbarkeit. Zur Blutfahne der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei siehe Blutfahne (NSDAP).

Die Blutfahne, auch das Blutbanner, war im Heiligen Römischen Reich das Zeichen der ursprünglich nur dem König zustehenden Blutgerichtsbarkeit. Die Blutfahne war eine, wie alle Fahnen dieser Zeit quadratische, rote Fahne. Als die Landesherren seit dem 13. Jh. auch mit der Blutgerichtsbarkeit belehnt wurden, wurde das Blutbanner als Zeichen des Lehens dem Lehnsmann zusammen mit dem Wappenbanner des territorialen Lehens übergeben, mit dem der Blutbann verknüpft war. Einige der Belehnten nahmen das Zeichen des Blutbanners auch als sogenanntes Regalienfeld in ihre Wappen auf.

Als Blutfahne bezeichneten auch die Landsknechte im ausgehenden Mittelalter das Feldzeichen, unter dem der verlorene Haufen eines Regiments kämpfte.

Literatur

  • Liebe, Georg: Soldat und Waffenhandwerk, Leipzig 1899
Quelle:
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