| The Boeing Company | |
|---|---|
| Unternehmensform | Corporation |
| Gründung | 15. Juli 1916 als Pacific Aero Products Company |
| Unternehmenssitz | Chicago, Illinois, USA |
|
W. James McNerney, Jr., CEO |
|
| Mitarbeiter | 153.000 (2006) |
| Umsatz | 61,5 Mrd. USD (2006) |
| Branche | Flugzeugbau |
| Website | www.boeing.com |
Boeing (The Boeing Company) ist der weltweit größte Hersteller von zivilen und militärischen Flugzeugen und Hubschraubern sowie von Militär- und Weltraumtechnik.
Mit Airbus bildet Boeing das Duopol für Großraumflugzeuge.
Inhaltsverzeichnis |
Bereits 1915 begann der Ingenieur William Edward Boeing, Sohn des deutschen Auswanderers Wilhelm Böing, in Seattle (US-Bundesstaat Washington) die Arbeit an einer ersten „B&W“, zusammen mit seinem Kollegen George Conrad Westervelt. Als dieser die Mitarbeit an dem Projekt aufgab, stellte Boeing die ersten beiden B&Ws ohne seine Hilfe fertig. Die Firmengründung fand am 15. Juli 1916 als Pacific Aero Products Company statt. Bereits 1917 wurde das Unternehmen in Boeing Aeroplane Company umbenannt. William Boeing hatte an der Universität Yale studiert und anschließend zunächst in der Holzverarbeitungsindustrie gearbeitet, wo er Kenntnisse über Holzstrukturen erwarb, die ihm für seine spätere Tätigkeit im Flugzeugbau nützlich sein würden. 1934 war sein Unternehmen bereits sehr groß geworden. Infolge der Gesetzgebung nach der Depression, derzufolge die großen Firmen sich in kleinere Einheiten aufteilen mussten, schied William Boeing aus seiner Firma ganz aus.
In den beiden Weltkriegen entwickelte sich der Flugzeugbauer bald zu einem der größten Hersteller von Bombern. Mit dem Beginn des Kalten Krieges konnte Boeing seine führende Position im Bomberbau mit der Boeing B-47 und Boeing B-52 festigen. Weil die Reichweite dieser Bomber für einen Angriff auf die Sowjetunion nicht ausreichte, entwickelte Boeing für die USAF auch ein jetgetriebenes Tankflugzeug, das von Boeing zur 707 weiterentwickelt wurde und so Boeings Aufstieg zum größten Produzenten von Zivilflugzeugen einleitete. Während Boeing im Zivilflugzeugbereich immer erfolgreicher wurde, ging der Erfolg bei der Ausschreibung neuer Bomberprojekte zurück. Boeing konnte jedoch auch im Raumfahrtbereich erfolgreich Fuß fassen und entwickelte unter anderem die erste Stufe der Mondrakete Saturn V. 1997 übernahm Boeing den im zivilen Bereich zur Nummer Drei (hinter Airbus) abgesunkenen Flugzeugbauer McDonnell Douglas und die Aerospace Units von Rockwell International (Boeing North American).
Im März 2001 gab Boeing bekannt, seinen Firmensitz in Seattle aufzugeben und an einen anderen Standort zu wechseln. Im Gespräch waren unter anderem Chicago, Denver oder Dallas, wobei man sich letztlich für Chicago entschied. Die Produktion von Flugzeugen blieb davon unangetastet.
Boeings Forschungs- und Entwicklungsarbeit wird seit vielen Jahren in hohem Maße von der US-Regierung über die NASA, das Verteidigungsministerium (Department of Defense), das Department of Commerce und andere Regierungsstellen subventioniert. Seit 1990 erhielt Boeing ca. 23,7 Milliarden US-Dollar an Regierungssubventionen. [1] Zusätzlich erhält Boeing ca. 200 Millionen US-Dollar an Exportsubventionen nach dem Extraterritorial Income Exclusion Act (obwohl diese von der WTO als illegal erklärt wurden).
Die massiven Verstöße Boeing's gegen Festlegungen im Agreement on Subsidies and Countervailing Measures der WTO sowie gegen das 1992 geschlossene US-EU Agreement on Trade in Large Civil Aircraft [2] führten zu zahlreichen Beschwerden der EU bei der WTO, und im Gegenzug zu Beschwerden der USA bezüglich illegaler Subventionierung von Boeings Hauptkonkurrenten Airbus. [3] [4] [5] Ein Nachweis für unerlaubte Subventionierung ist aber auch sehr schwierig, da sowohl Boeing als auch EADS (Airbus) ihren Umsatz zu über der Hälfte mit Rüstungsaufträgen ihrer eigenen Regierungen machen. Es müsste also nachgewiesen werden, dass die Regierungen bei den Rüstungsgütern überhöhte Preise akzeptieren.
(Stand: 17. Juli 2007)
Boeing hat im Jahr 2007 bisher 616 Bestellungen von 42 Kunden erhalten.
(Stand: 31. Dezember 2006)
Im Jahr 2006 hat Boeing insgesamt 1.044 Flugzeugbestellungen von 62 Fluggesellschaften erhalten. Diese Zahl übertrifft den bisherigen Rekord von 2005 mit 1.022 Aufträgen. Erstmals seit sechs Jahren überflügelt Boeing mit dieser Anzahl von bestellten Flugzeugen außerdem den Konkurrenten Airbus. Sie verteilen sich folgendermaßen:
(Stand :April 2007)
Boeing hat bis April 2007 insgesamt 181 Passagierflugzeuge ausgeliefert.
Größte Kunden:
- ILFC mit 22 Flugzeugen
- Ryanair mit 17 Flugzeugen
- GE Capital Corporation mit 16 Flugzeugen
- Southwest Airlines mit 14 Flugzeugen
(Stand: Dezember 2006)
Boeing hat 2006 insgesamt 398 Passagierflugzeuge ausgeliefert:
(Stand Dezember 2006)
Laut Boeing-Webaufritt (2007, in Millionen US-Dollar):
| Boeing-737-Familie | |||
|---|---|---|---|
| 737-600 | 50.0 -- 57.0 $ | 737-800 | 70.5 -- 79.0 $ |
| 737-700 | 57.0 -- 67.5 $ | 737-900 ER | 74.0 -- 85.0 $ |
| Boeing-747-Familie | |||
| 747-400/-ER | 228.0 -- 260. $ | 747-8 I | 285.5 -- 300.0 $ |
| 747-400F/-ERF | 228. -- 260.0 $ | 747-8 F | 294.0 -- 297.0 $ |
| Boeing-767-Familie | |||
| 767-200 ER | 124.5 -- 135.5 $ | 767-300 F | 151.0 -- 162.0 $ |
| 767-300 ER | 141.0 -- 157.5 $ | 767-400 ER | 154.0 -- 169.0 $ |
| Boeing-777-Familie | |||
| 777-200 | ??? -- ??? | 777-300 | ??? -- ??? |
| 777-200 ER | 200.0 -- 225.0 $ | 777-300 ER | 250.0 -- 279.0 $ |
| 777-200 LR | 231.0 -- 256.5 $ | 777-200 LRF | 246.0 -- 254.0 $ |
| Boeing-787-Familie | |||
| 787-3 | 146.0 -- 151.5 $ | 787-9 | 189.0 -- 200.0 $ |
| 787-8 | 157.0 -- 167.0 $ | 787-10 | k/A |
In den letzten Jahren musste der Konzern einige Rückschläge hinnehmen. Durch die Krise im Luftverkehr und die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA war keine Fluggesellschaft bereit, den zwar schnellen, aber relativ unwirtschaftlichen Sonic Cruiser zu bestellen. Der Konkurrent Airbus gewann darüber hinaus immer mehr Marktanteile. Dazu kam, dass der Konzern einen großen Auftrag an Lockheed Martin verlor. Das von Boeing entwickelte Militärflugzeug X-32 wurde von der US Air Force abgelehnt. Außerdem warf die NASA der Boeing Nachlässigkeiten wegen des Columbia-Unglücks vor.
Boeing verbuchte im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von 54,069 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 0,492 Milliarden Dollar. 2002 produzierte Boeing 381 Flugzeuge, liegt aber nicht mehr vor Airbus. Weltweit beschäftigt Boeing mehr als 155.000 Mitarbeiter in mehr als 67 Ländern. [2]
2003 gab das Unternehmen bekannt, die 757-Produktion Ende 2004 einzustellen - seit den Terroranschlägen 2001 wurden nur neun Flugzeuge dieser Art bestellt. Auch der 767, im transatlantischen Luftverkehr in den letzten 20 Jahren dominierend gewesen, droht wegen mangelnder Nachfrage das Aus, zumal ein Nachfolgemodel, die 787 bereits angeboten wird.
| Anzahl der bestellten Flugzeuge pro Jahr |
|
|---|---|
| Jahr | Flugzeuge |
| 2003 | 239 |
| 2004 | 272 |
| 2005 | 1002 |
| 2006 | 1044 |
| Quelle: [6] | |
Mit der 787, dem so genannten Dreamliner, versucht Boeing, auf dem 250-Sitzer-Markt wieder Fuß zu fassen. Das Model soll damit die 757 und 767 ersetzen.
2005 gab das Unternehmen bekannt, auch die 717-Produktion Ende 2006 einzustellen, als Grund wird ebenfalls mangelnde Nachfrage angegeben.
Neuerdings erklärt Boeing den Point-to-Point-Verkehr, im Gegensatz zum Hubkonzept, als das Luftverkehrsmodell der Zukunft. Daher würden zukünftig kleinere Flugzeuge mit großer Reichweite erforderlich.
Siehe Weblog des Boeing Verkaufschefs Randy Baseler [3]
Seit dem Jahr 2005 sind die Verkäufe wieder massiv gestiegen (siehe Tabelle) und auch im Jahr 2007 laufen die Geschäfte wieder sehr gut.
Die genaue Bezeichnung eines Flugzeugs variiert in den letzten zwei Stellen, so bedeutet bspw. 737-86N(WL), dass es sich um eine 737-800 mit Winglets handelt, die nach dem Boeing Customer Code [4] der Leasing-Firma GECAS gehört. Speziell bei Leasingfirmen bedeutet dies jedoch nicht, dass das Flugzeug unter dem Eigentümernamen oder dessen Länderkennung fliegt.
Neben Waffensystemen, Raketen, Lenkflugkörpern (z.B. Peacekeeper), Hubschraubern (u. a. AH-64 Apache, RAH-66 Comanche) sowie Überwachungs- und Schulungsflugzeugen produziert Boeing Kampfflugzeuge, Jagdflugzeuge und Bomber sowie Tank- und Transportflugzeuge.
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Zivile Baureihen
247 | 2707 | 307 | 377 | 707 | 720 | 717 | 727 | 737 | 747 | 757 | 767 | 7J7 | 777 | 787 | Business Jet (BBJ) | Sonic Cruiser
Militärische Baureihen
B-17 | B-29 | B-47 | B-50 | B-52 | C-17 | C-97 | E-3 | E-4 | E-6 | E-8 | E-10 | C-135 | KC-135 | KC-767 | RC-135 | YC-14
Vergleichbare Flugzeugtypen
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