| Bornavirus | ||||||||||
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| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Bornavirus | ||||||||||
Das Bornavirus (engl. Borna disease virus = BDV) ist ein behülltes Virus mit einer negativsträngigen, nichtsegmentierten RNA, ss(–)RNA, der Gattung Bornavirus und damit zur Familie Bornaviridae gehörig.
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In die Hülle des Virus ist das Glykoprotein (gp) eingelagert. Dieses Protein vermittelt die Bindung des Virus an die Wirtszelle und bewerkstelligt auch den Verschmelzungsvorgang (Fusion) mit der Membran der Zielzelle. Auf der Innenseite der Hülle befindet sich das Matrixprotein (M). Ferner befindet sich im Virusinneren das RNA-Genom, das mit dem Phosphoprotein (P), dem Nukleoprotein (N), der viralen Polymerase (L) und einem kleinen Protein X (p10) verbunden (assoziiert) ist.
Die „Hitzige Kopfkrankheit“ der Pferde, die durch das Bornavirus ausgelöst wird, wurde erstmals 1885 bei Kavalleriepferden in der Stadt Borna beschrieben. Diese Stadt in Sachsen ist namensgebend für das Bornavirus.
Beim Menschen wurde eine Beteiligung der Infektion an psychiatrischen Erkrankungen vermutet, vor allem an wiederkehrender und manischer Depression und Schizophrenie. Dies war Forschungsgegenstand von mehreren klinischen Studien und molekularbiologischen Untersuchungen. Ein Zusammenhang mit Bornaviren (Erstinfektion, chronische Infektion oder Reaktivierung) konnte jedoch beim Menschen nicht hergestellt werden. Es kann inzwischen als erwiesen gelten, dass die Mehrheit natürlicher Bornavirus-Infektionen (Mensch und Tier) asymptomatisch verläuft.
=> siehe Borna-Krankheit