Brücke der Solidarität

Brücke der Solidarität
Brücke der Solidarität
Fahrbahn mit Namensschild
Fahrbahn mit Namensschild

Die Brücke der Solidarität ist eine Rheinbrücke in Duisburg zwischen Rheinhausen und Duisburg-Hochfeld.

Die Vorgängerbrücke, die Admiral-Graf-Spee-Brücke, wurde ab dem 12. Januar 1934 gebaut und am 22. Mai 1936 vom damaligen Reichsminister Joseph Goebbels zum Verkehr freigegeben. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 6 3/4 Mio. Reichsmark. Ebenso wie die Eisenbahnbrücke wurde sie am 4. März 1945 von der Deutschen Wehrmacht gesprengt. Die linksrheinische Flutbrücke blieb erhalten.

Eine neue Straßenbrücke wurde ab Juli 1945 gebaut und am 3. Juli 1950 für den Verkehr freigegeben. An die Stelle der früheren Konstruktion trat nach einem Vorschlag der Firma Krupp Stahlbau Rheinhausen ein eleganter Stabbogen, der als eine Filigranarbeit an Schönheit und Schwung gilt. Während die frühere Brücke vierspurig war, bestand die Besatzungsbehörde auf eine Verringerung auf drei Fahrspuren, die seit einigen Jahren durch eine Ampelanlage unterschiedlich freigegeben werden können. Die Brücke wurde Anfang der 90er Jahre ausgebaut, insbesondere die alten Teile der linksrheinischen Flutbrücke.

Technische Daten

  • Spannweite des Bogens: 255,91 m
  • Pfeilhöhe 35,5 m
  • Versteifungsträger: einwandig genietete Blechträger mit 4320 mm Stegblechhöhe
  • Abstand der Versteifungsträger: 12,4 m
  • Steghöhe des Hutquerschnitts: 1,7 m am Scheitel, 2,10 m am Kämpfer
  • Fahrbahnbreite: 9 m (3 Spuren à 3 m)
  • Nutzbare Radwegbreite: 1,1 m
  • Nutzbare Gehwegbreite: 1,8 m

1987 erhielt Rheinhausen durch den Widerstand gegen die Schließung des dortigen Stahlwerks große Medienpräsenz. Am 10. Dezember 1987 besetzten Krupp-Arbeiter die Rheinbrücke, und protestieren damit gegen die Schließung ihres Werkes [1]. Im ganzen Winter 1987/88 folgten große Demonstrationen gegen die Schließung des verbliebenen Hüttenwerks. Außer der Rheinbrücke wurde auch die Autobahn A 40 blockiert und die Krupp-Hauptverwaltung in der Villa Hügel in Essen besetzt. Monatelange Mahnwachen begleiteten die Auseinandersetzungen. Rheinhausen wurde damit zum Synonym für Stahlkrise. Die Rheinbrücke Rheinhausen - Hochfeld wurde von den Arbeiternehmern in Brücke der Solidarität umbenannt, ein Name, der später von der Stadt Duisburg offiziell übernommen wurde.

Gesamtansicht mit linksrheinischer Flutbrücke
Gesamtansicht mit linksrheinischer Flutbrücke

Literatur

  • AufRuhr. Rheinhausen 1987/1997. Text Waltraud Bierwirth, Fotos Manfred Vollmer. Essen: Klartext-Verlag, 1997. ISBN 3-88474-596-4

Einzelnachweise

  1. Deutsches Historisches Museum: Fotografie Demonstration auf der Rheinhausener Rheinbrücke auf http://www.dhm.de/lemo//objekte/pict/NeueHerausforderungen_photoDemoRheinhausen/index.html

Weblinks

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