| Brachelen | |
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| Wappen | Karte |
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Landkreis: | Kreis Heinsberg |
| Geografische Lage: | 51° 1' N, 6° 13' O |
| Höhe: | 54 m ü. NN |
| Einwohner: | 3.704 (21. Mai 2001) |
| Postleitzahlen: | 41836 |
| Vorwahl: | 02462 |
| Kfz-Kennzeichen: | HS |
Brachelen ist ein Stadtteil von Hückelhoven im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.
Inhaltsverzeichnis |
Brachelen liegt im Süden des Kreises Heinsberg am linken Ufer der Rur zwischen den Ortschaften Hilfarth, Lindern und Linnich.
Im Einzugsbereich des Ortes liegen die Weiler Tenholt und Oeldriesch sowie die Höfe Gut Wedau und Schlehenhof.
Die erste Besiedlung fand vermutlich schon in der Zeit der Völkerwanderung um 400 n. Chr. statt. Als Ursprung des Ortes wird ein fränkisches Königsgut vermutet, das oberhalb der heutigen Kirche gestanden haben soll. Erste urkundliche Erwähnung fand Brachelen in einer Schenkung aus dem Jahr 1170 mit der Brachelen an Heinsberg kam. Der Ortsname wurde als Brakele 1204 erstmalig erwähnt. 1484 ging es an das Herzogtum Jülich im Amt Heinsberg, 1815 wurde die Bürgermeisterei Brachelen errichtet, die 1935 mit der Bürgermeisterei Randerath zum Amt Brachelen vereinigt wurde und 1955 ein eigenes Wappen erhielt. Brachelen lag bis 1968 im Kreis Geilenkirchen, danach im Kreis Geilenkirchen-Heinsberg, dem sogenannten Selfkantkreis. Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurde Brachelen 1972 zu einem Teil der Stadt Hückelhoven im Kreis Heinsberg.
Der nahegelegene Kappbusch diente den sogenannten Kappehäuern in Form von Holzeinschlag als Erwebsquelle. Dieser Kappbusch existiert noch heute und liegt nördlich des Brachelener Badesees, Baggerloch od. -see genannt, und südlich von Hilfarth. Dem Kappehäuer wurde auch ein Denkmal in Form einer Bronzeplastik, in der Dorfmitte gesetzt. Ein weiterer bedeutsamer Berufszweig waren die Korbmacher, die ihr Arbeitsmaterial, die Korbweiden, aus den Rurbenden bezogen.
Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist katholischen Glaubens, es leben aber auch Protestanten und Muslime im Ort. Im Dorf jedoch gibt es lediglich eine katholische Kirche. Zur Pfarre St. Gereon gehörten früher auch Hilfarth und Lindern; heute bilden die Pfarrgemeinden Brachelen, Hilfarth und Rurich eine Gemeinschaft. Der in Indien geborene Pfarrer Kaluppilankal ist Priester der Pfarrgemeinde.
Es existieren zwei Deutungen zum Ortsnamen Brachelen (älter: Brakele): zum einen, dass Brake/Brache umgebrochenes Land bedeutet, zum anderen, dass es Brok, der plattdeutsche Name lautet Brokele, Bruch bedeute. In beiden Deutungen wird Le/Len als Loh also Wald interpretiert, was sich vermutlich auf den den nahegelegenen, ursprünglich umfangreicheren, Kappbusch bezieht.
Die ursprüngliche Ortsform Brachelens war ein einzeiliges langgestrecktes Straßendorf, was heute noch in der Anordnung der Straßen Annastraße, Hauptstraße und Linnicher Straße erkennbar ist. Diese Struktur wurde aber durch weitere Ansiedlungen, vorwiegend am westlichen Ortsrand, aufgebrochen.
Letzter Bürgermeister, bis 1972, in Brachelen war Wilhelm Over, der als Mitglied des Hückelhovener Stadtrats und Firmengründer noch viel für die Entwicklung des Ortes erreichen konnte.
Das Wappen von Brachelen zeigt im Schildhaupt in Gold (Gelb) einen schreitenden, rotbezungten, schwarzen Löwe (Jülicher Löwe), und darunter in Rot eine Eichel mit goldenem Band.
Der Ort verfügt über einen Badesee, einen Jugendzeltplatz, Reiterhöfe und ausgebaute Radwanderwege entlang des Teichbachs und der Rur.
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