| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Regierungsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Freiberg | |
| Koordinaten: | 50° 52′ N, 13° 19′ O | |
| Höhe: | 480 m ü. NN | |
| Fläche: | 46,24 km² | |
| Einwohner: | 11.087 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 240 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09618 | |
| Vorwahl: | 037322 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FG (früher BED) | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 1 77 030 | |
| Stadtgliederung: | Haupt-Gebiet und 6 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 09618 Brand-Erbisdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Martin Antonow (parteilos) | |
| Lage der Stadt Brand-Erbisdorf im Landkreis Freiberg | ||
Brand-Erbisdorf ist eine Bergstadt im Landkreis Freiberg in Sachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Brand-Erbisdorf liegt im nordwestlichen Teil des Osterzgebirges zwischen den Tälern des Münzbaches und der Großen Striegis, beides Nebenflüsse der Freiberger Mulde, etwa 5 km südlich der Kreisstadt Freiberg. Durch die Stadt verläuft die Bundesstraße 101, über welche man in nördlicher Richtung Freiberg (5 km), sowie in südlicher Richtung Annaberg-Buchholz (ca. 50 km) erreicht. Dresden (41 km) erreicht man über Freiberg (B 173) und Chemnitz über Oberschöna (B 173). Über die Bundesautobahn 4, Abfahrt Siebenlehn, erreicht man die Stadt in ca. einer halben Stunde. Die Umgebung ist durch den Bergbau und ehemalige Bergbauanlagen, wie zum Beispiel Abraumhalden und Kunstteiche, geprägt. Das Stadtzentrum liegt bei etwa 450 m über NN, der tiefste Punkt liegt im Tal der Großen Striegis bei etwa 390 m und der höchste Punkt bei 591 m NN südlich von Langenau.
Die Stadt gliedert sich in das Hauptgebiet Brand-Erbisdorf sowie in zwei Ortschaften gemäß Sächsischer Gemeindeordnung, die jeweils aus den Stadtteilen
bestehen.
Die Ersterwähnung des Dorfes Erbisdorf als Erlwinesberg datiert von Jahre 1209. Es ist anzunehmen, dass das Dorf im Zuge der Rodungen und Besiedlungen vom Kloster Altzella aus in der Mitte des 12. Jahrhunderts entstand.
In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts begann in Erbisdorf der Silberbergbau und auf dem benachbarten Berg Brand entstand eine bergmännische Streusiedlung, die Herzog Georg der Bärtige im Jahre 1515 zum Bergflecken erhob. 1620 erhielt Brand Marktrecht und 1834 Stadtrecht.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts endete die lange Tradition des Silberbergbaus um Brand, wo ein Viertel der gesamten Silberausbeute Sachsens gewonnen wurde. Lediglich nach 1945 erfolgte in geringerem Umfang eine Wiederbelebung des Bergbaus, der aber um 1968 endgültig stillgelegt wurde.
An Stelle des Bergbaus erfolgte nach 1900 verstärkt die Ansiedlung von Industriebetrieben, von denen die Erzgebirgische Holzindustrie und die Elite-Fahrzeugwerke die bekanntesten waren.
Am 1. April 1912 kam es zur Zwangsvereinigung von Brand und Erbisdorf, da sich die Räte in jahrelangen Verhandlungen nicht zu einem freiwilligen Zusammenschluss einigen konnten. Grund dafür war vor allem die wirtschaftliche Entwicklung, denn die Stadtfluren von Brand, die praktisch nur die Stadtbebauung umfassten, waren im Süden und Osten von Erbisdorf begrenzt.
1952 wurde Brand-Erbisdorf Kreisstadt, dieser Status ging 1994 verloren, als der Landkreis Brand-Erbisdorf aufgelöst und dem Landkreis Freiberg zugeordnet wurde. Seither ist die Stadt Große Kreisstadt. Sie hat etwa 12.000 Einwohner.
Am 4. Februar 2007 wurde der als Einzelbewerber angetretene stellvertretende Direktor des Chemnitzer Naturkundemuseums Martin Antonow mit 51,0 % der Wählerstimmen als Oberbürgermeister gewählt. Er trat am 27. Februar die Amtsnachfolge von Volker Zweig an.
Aus der Hauptsatzung: Der Stadtrat ist die Vertretung der Bürger der Großen Kreisstadt Brand-Erbisdorf und das Hauptorgan der Stadt. Der Stadtrat entscheidet über alle Angelegenheiten, die ihm durch das Gesetz zugewiesen sind und nicht zum Aufgabengebiet des Oberbürgermeisters gehören. Der Stadtrat überwacht die Ausführung seiner Beschlüsse und sorgt für die Beseitigung von Missständen in der Stadtverwaltung.
Der Stadtrat besteht aus dem Oberbürgermeister und 22 Stadträten.
Die Stadt entwickelt den Tourismus, durch sie führt die Silberstraße. Östlich der Stadt am Rande des Freiwaldes liegt der Erzengler Teich, der als Freibad dient.
Außerdem:
Brand-Erbisdorf besitzt einen Güterbahnhof an der Nebenbahn von Berthelsdorf. Die 1897 eröffnete Strecke führte bis 1973 weiter nach Großhartmannsdorf bzw. bis 1997 nach Langenau. Der Personenverkehr von Freiberg wurde 1998 endgültig eingestellt. (Siehe auch: Bahnstrecke Berthelsdorf–Großhartmannsdorf/Langenau).
Augustusburg | Bobritzsch | Brand-Erbisdorf | Dorfchemnitz | Eppendorf | Falkenau | Flöha | Frankenstein | Frauenstein | Freiberg | Großhartmannsdorf | Großschirma | Halsbrücke | Hilbersdorf | Leubsdorf | Lichtenberg/Erzgeb. | Mulda/Sa. | Neuhausen/Erzgeb. | Niederwiesa | Oberschöna | Oederan | Rechenberg-Bienenmühle | Reinsberg | Sayda | Weißenborn/Erzgeb.
Adelung-1793: Brand-Casse, die · Brand (2), der · Brand (1), der
Brockhaus-1809: Ewald Graf von Brand
Brockhaus-1911: Erbisdorf · Fliegender Brand · Schwarzer Brand · Kalter Brand · Brand [2] · Brand · Brand [4] · Brand [3]
DamenConvLex-1834: Brand, Auguste Cäcilie
Herder-1854: Brand [2] · Brand [3] · Brand im Getreide · Brand [1]
Meyers-1905: Erbisdorf · Brand [7] · Brand [6] · Schwarzer Brand · Fliegender Brand · Brand [2] · Brand [1] · Brand [3] · Brand [5] · Brand [4]
Pataky-1898: Brand-Vrabely, S. · Brand, Frau Silvia · Brand, Frau Silvia · Brand, H.
Pierer-1857: Erbisdorf. Dorf · Kalter Brand · Geschlossener Brand · Fliegender Brand · Weicher Brand · Keulscher Brand · Kölnischer Brand · Trockner Brand · Brand [1] · Brand [2] · Auf den Brand laden · Bartholomäi Brand · Brand [5] · Crucis Brand · Brand [3] · Brand [4]