| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Vorarlberg | |
| Politischer Bezirk: | Bregenz (B) | |
| Fläche: | 29,51 km² | |
| Koordinaten: | 47° 30' N, 9° 45' O | |
| Höhe: | 427 m ü. A. | |
| Einwohner: | 27.154 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 920 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 6900 | |
| Vorwahl: | 05574 | |
| Gemeindekennziffer: | 8 02 07 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausstraße 4 6900 Bregenz |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Markus Linhart (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2005) (36 Mitglieder) |
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![]() Bregenz mit Pfänder im Hintergrund |
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Bregenz ist die Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg und dessen Bezirk Bregenz. Es liegt am Ostufer des Bodensees und besteht aus den Ortsteilen Bregenz-Stadt, Fluh (eingemeindet 1938/1945) und Rieden (eingemeindet 1919) mit Vorkloster und Schendlingen. Auf den Bregenzer Hausberg Pfänder (1.064 m ü. A.), dessen Südflanke der Gebhardsberg bildet, führt seit 1927 eine Seilbahn. Die Stadt hat den bedeutendsten österreichischen Bodenseehafen, ist Eisenbahnknotenpunkt sowie Sport- und Kulturzentrum. Bekannt sind die Bregenzer Festspiele unter anderem mit dem Spiel auf dem See: Am Bodenseeufer werden jährlich im Sommer auf einer fest verankerten Bühne Opern, Musicals und Operetten aufgeführt. Bei dieser handelt es sich um die größte Freilicht-Festspielbühne der Welt.
Inhaltsverzeichnis |
In der Agglomeration Bregenz wohnen etwa 60.000 Bewohner. Zu diesem zusammenhängenden Siedlungsgebiet gehören neben Bregenz (etwa 27.000) auch Hard (12.000), Lauterach (9.000), Wolfurt (8.000), Kennelbach (2.000) und Lochau-Süd (2.000).
Die ersten Siedlungen im Gebiet des heutigen Bregenz entstanden ca. 1500 v. Chr. Dies ist belegt durch Siedlungsfunde aus der Frühbronzezeit am Fuß des Gebhardsbergs.
Zur Keltenzeit (ab ca. 400 v. Chr.) war Bregenz einer der am stärksten befestigten Orte (Oppidum). Damals siedelte der Keltenstamm der Brigantier in Vorarlberg.
15 v. Chr. eroberten die Römer das Vorarlberger Gebiet und errichteten hier die Stadt Brigantium - eine römische Zivilstadt mit Forum, Tempelbezirk, Markthallen. Basilika usw..
Aus dieser Zeit sind umfangreiche archäologische Reste, u. a. Mosaike, erhalten geblieben. Brigantium wuchs rasch zu einer ansehnlichen Stadt heran, erhielt das römische Stadtrecht und war auch militärisch bedeutsam. So hatte hier der Präfekt für die römische Bodenseeflotte seinen Sitz. Eine Straße verband Brigantium über Cambodunum (Kempten im Allgäu) mit Augusta Vindelicorum (Augsburg). Gratian, ein römischer Kaiser, besuchte die Stadt im Jahre 377.
213 und 259/260 n. Chr. wurde Brigantium während der Völkerwanderung durch die Alemannen zerstört und von der römisch-brigantinischen Bevölkerung wieder aufgebaut und die Oberstadt befestigt.
Um 400 n. Chr. war in Brigantium ein römischer Kriegshafen stationiert. (Bei Bauarbeiten der Fußgängerpassage am Leutbühel wurde Überreste dieser spätrömischen Hafenanlage 1968 ff. entdeckt.)
Die Alemannen besiedelten das Gebiet rings um Brigantium ab ca. 450 n. Chr. Zwischen den Jahren 610 und 612 wirkten im Raum Bregenz die iroschottische Missionare Kolumban und Gallus.
1451 kaufte das Fürstenhaus Habsburg die Hälfte der Grafschaft Bregenz mit der Stadt Bregenz. Nach dem Aussterben des Bregenzer Zweiges des bedeutendsten Hochadelsgeschlechts des Bodenseeraums, Grafen von Montfort 1523, wurde ganz Bregenz Teil von Vorderösterreich im Herzogtum Österreich. 1753, Errichtung einer vorderösterreichischen Verwaltung mit Sitz in Konstanz bis 1759, 1759-1803 in Freiburg im Breisgau für Vorarlberg, Schwaben und Breisgau. Bregenz wurde zu einer habsburgischen Landstadt.
1805-1814 gehörte Bregenz zum Königreich Baiern. Unter der Regierung des Grafen von Montgelas, die unter französischem Einfluss stand, bekam die Stadt eine moderne Verwaltungsstruktur. 1815, auf dem Wiener Kongress, verzichtete Baiern auf Vorderösterreich; die Herrschaften vor dem Arlberg (Vorarlberg) mit der Stadt Bregenz kamen zum Kaiserreich Österreich, gemeinsam mit Tirol. 1861 erhielt Vorarlberg einen eigenen Landtag mit Sitz in Bregenz.
Bis zum Ersten Weltkrieg war Bregenz eine Garnison des K.u.K. Österreichisch-Ungarischen Heeres, 1914 lagen hier der Stab und das I. Bataillon des Salzburgischen Infanterie Regiments "Erzherzog Rainer" Nr. 59.
1918, nunmehr Teil der Republik Deutschösterreich, später Österreich, trennte sich die Vorarlberger Verwaltung von der Tirols und Vorarlberg wurde ein Bundesland mit der Landesregierung in Bregenz.
1938, die Stadt war jetzt Teil der neuen Ostmark, später umbenannt in Donau- und Alpengaue im Großdeutschen Reich, wurde Bregenz Kreisstadt im Reichsgau Tirol-Vorarlberg. Kreisleiter war Hans Dietrich.
1945, Teil der französischen Besatzungszone, Restauration des Bundeslandes Vorarlberg.
Im 19. und 20. Jahrhundert erfuhr die Stadt Bregenz eine gewaltige wirtschaftliche Entwicklung mit Nahrungs-und Genussmittelindustrie, Feinmechanik und Textil. Bedeutender Erwerbszweig wurde auch der Tourismus. Urbanistisch wurde damals die Stadt allerdings durch eine Eisenbahnlinie vom Seeufer abgeschnitten. Dies wäre noch durch die in den 1960er Jahren geplante parallele Autobahnführung verstärkt worden. Eine Volksbefragung aus 1960 ergab zwar eine 90 prozentige Ablehnung der Seeufertrasse, dennoch wurde diese seitens der Bundesregierungen weiter verfolgt. Dagegen erhob sich massiver Unmut der Bevölkerung, der im Jänner 1969 kulminierte und letztlich zur Führung der Autobahn im Pfändertunnel führte. Bregenz setzte somit ein österreichweit beachtetes Fanal zur Welle der zunehmenden Bürgermitbestimmung der 1970er Jahre.
Der Stadt Bregenz wurde 1529 vom neuen Landesherrn König Ferdinand, dem späteren Kaiser Ferdinand I, das Stadtwappen verliehen. Es ist jenes der Grafen von Bregenz (der „Ulriche“).
Bei diesem Wappen handelt es sich um ein Pelzwappen, wie es in Frankreich oder England häufig anzutreffen ist. Es wird dabei die gesamte Schildfläche des Wappens mit Pelz überzogen.
Ob es sich bei diesem Wappen tatsächlich um das der alten Grafen von Bregenz handelt, ist heute von der Forschung in Frage gestellt. Es dürfte ein apokryphes, also untergeschobenes bzw. unechtes Wappen sein.
| Bevölkerungsentwicklung von Bregenz zwischen 1971 und 2001 | |||
| 1971 | 1981 | 1991 | 2001 |
|
23.179 |
24.561 | 27.097 | 26.752 |
Die Bürgermeister von Bregenz seit 1945:
Mitglieder des Stadtrates (Stand 2005):
Die Stadtvertretung (36) setzt sich wie folgt zusammen (Stand 2005):
Über den Stadtsteig, durch das alte Stadttor hindruch erreicht man von der Fußgängerzone aus die Oberstadt. Hier befinden sich mit dem Martinsturm und dem Deuring Schlössle das Wahrzeichen der Stadt und ein absolutes Bregenz-Highlight.
Die 1.527 in Bregenz ansässigen Betriebe hatten per Stichtag 15. Mai 2001 17.357 Beschäftigte und 571 Lehrlinge. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 12.385. 9 Unternehmen in Bregenz beschäftigen mehr als 200 Mitarbeiter und sind daher als Großunternehmen zu betrachten.
Zu den bedeutendsten Unternehmen in Bregenz zählen:
In Bregenz gibt es 14 Kindergärten und 9.175 Schüler, davon 2.125 an allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) sowie 4.645 an berufsbildenden höheren Schulen (BHS) (Stand: Januar 2003).
In Bregenz ist die Vorarlberger Landesbibliothek als wissenschaftliche Regionalbibliothek für das Bundesland Vorarlberg und die Stadtbücherei mit zwei Filialen (Filiale Stadt und Filiale Vorkloster) angesiedelt.
Bregenz zählt drei Blasmusikvereine, mehrere Chöre und Tanz- und Trachtengruppen. Die Musikvereine sind die Stadtmusik Bregenz, der Musikverein Fluh und die Stadtkapelle Bregenz-Vorkloster. Einer der ältesten Musikvereine ist die über 200 Jahre alte Stadtmusik Bregenz, welche die städtische Patriziertracht trägt.
Ein wichtiges Kulturinstitut in Bregenz ist die Musikschule Bregenz mit dem Hauptgebäude Villa Liebenstein und der Expositur Grunental. Ca. 1300 Schülerinnen und Schüler werden derzeit von ca. 50 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Es finden jährlich zahlreiche Konzerte und Auftritte statt, zu den wichtigsten zählen u.a. Musik im Park und das Schlusskonzert.
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| Wikinews: Bregenz – Nachrichten |
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