Die Bregenzer Festspiele sind ein Kulturfestival, das jährlich im Juli und August in Bregenz (Vorarlberg, Österreich) stattfindet.
Insbesondere das Spiel auf dem See auf der weltgrößten Seebühne (Stand: 2005) im Bodensee ist ein Anziehungspunkt für eine große Anzahl von Besuchern. Es ist bekannt für die Schönheit der natürlichen Kulisse des Bodensees, überdimensionale Bühnenbilder, technische Kabinettstückchen und eine durch die Technik des Bregenzer Richtungshörens erreichte einzigartige Akustik.
Intendant der Bregenzer Festspiele ist seit Dezember 2003 der britische Regisseur David Pountney. Das Programm der Bregenzer Festspiele 2004 umfasste ca. 80 Veranstaltungen, die von über 215.000 Zuschauern besucht wurden.
Das Hausorchester der Festspiele sind die Wiener Symphoniker.
Die aktuelle Inszenierung auf der Seebühne ist die Tosca (als Floria Tosca Nadja Michael, als Mario Cavaradossi Zoran Todorovich und als Baron Scarpia Gidon Saks), Premiere 19. Juli 2007; die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Ulf Schirmer; in der Inszenierung von Philipp Himmelmann)
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Bei den ersten Festspielen 1946 wurden als Spiel auf dem See im Gondelhafen Mozarts "Bastien und Bastienne" und seine als Ballett choreographierte "Kleine Nachtmusik" aufgeführt. Seit 1952 stand den Festspielen mit einer 6400 Personen fassenden Tribüne die größte Seebühne der Welt zur Verfügung, die 1979 durch Umbauten zunächst auf 4400 Plätze reduziert wurde, inzwischen aber nach erneuten Erweiterungen wieder knapp 7000 Zuschauer fasst. Als Spiel auf dem See wurde jährlich eine große Produktion des Musiktheaters inszeniert, anfänglich meist Operetten, Singspiele oder Spielopern, seit den 1970er-Jahren vermehrt Opern des internationalen Repertoires und Musicals. Zwischen 1960 und 1977 wurde die Seebühne außerdem immer wieder für Ballettaufführungen genutzt. Seit 1985 werden die Inszenierungen auf der Seebühne jeweils zwei Jahre lang gespielt.
Für Schauspielaufführungen (meist Gastspiele bekannter Bühnen wie des Wiener Burgtheaters) wurde seit den 1950er-Jahren das Theater am Kornmarkt (heute: Landestheater Vorarlberg) genutzt. Nach einer jahrelangen Pause finden dort seit 2003 wieder Aufführungen statt, zuletzt von selten aufgeführten Operetten.
In der Bregenzer Stadthalle fanden Orchesterkonzerte statt.
Am 17. Juli 1980 wurde das in baulicher Verbindung zur Seebühne 1977 bis 1980 errichtete Festspielhaus mit bis zu 1765 Plätzen eröffnet. Das Festspielhaus dient während der Festspiele als Ausweichspielstätte bei schlechtem Wetter (für Aufführungen des Spiels auf dem See in szenisch reduzierter Form), als Spielstätte einer weiteren Opernproduktion und als Aufführungsstätte für Orchesterkonzerte.
Seit 1997 steht außerdem die Werkstattbühne zur Verfügung, in der vorwiegend zeitgenössisches Musiktheater und modernes Schauspiel aufgeführt werden. Außerhalb der Festspiele wird die Werkstattbühne für Proben des Spiels auf dem See sowie für Popkonzerte und andere Veranstaltungen genutzt.
Als weitere Veranstaltungsorte werden das Kunsthaus Bregenz und für Schauspiel-Open-Air-Aufführungen der Martinsplatz in der historischen Bregenzer Oberstadt genutzt.
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