Die sogenannte Briefbogen-Affäre handelt von einem Fehlverhalten des damaligen Wirtschaftsministers und Vizekanzlers Jürgen W. Möllemann (FDP) im Jahre 1993. Mit dem Briefkopf des Bundesministeriums für Wirtschaft empfahl Möllemann deutschen Handelsketten einen Einkaufswagen-Chip von einem eingeheirateten Vetter.
Auf Möllemann wurde hoher öffentlicher Druck durch Medien und Parteien ausgeübt. So trat er am 3. Januar 1993 von dem Amt des Wirtschaftsministers und des Vizekanzlers zurück.
Die indirekten Folgen dieses Vorfalles ziehen sich vermutlich noch viel weiter, da Möllemann 1994 in einer Sitzung des NRW-Landesvorstandes der FDP zum Rücktritt als Landeschef gezwungen wurde.