Das Britische Museum (englisch: British Museum) in London ist eines der größten kulturgeschichtlichen Museen der Welt.
Das British Museum gehört neben der Museumsinsel in Berlin, dem Kunstareal München, dem Louvre in Paris, dem Museum of Modern Art in New York und der Eremitage in Sankt Petersburg zu den weltweit bedeutendsten Museen.
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Das Britische Museum gilt als ältestes Museum der Welt mit einer der weltweit größten und bedeutsamsten kulturgeschichtlichen Sammlungen aus allen Kontinenten und den verschiedensten Epochen. Es entstand, als 1753 der Arzt Sir Hans Sloane seine riesige Sammlung dem Staat vermachte. Sloane war Arzt und Wissenschaftler, der Literatur und Kunst gesammelt hatte. Das Parlament beschloss, diese Sammlung unter dem Namen British Museum zu erhalten und zu pflegen. Das Museum wurde im Montagu House, einem Herrenhaus im ehemaligen Londoner Stadtteil Bloomsbury, eingerichtet, und öffnete seine Pforten am 15. Januar 1759. Bedingt durch die stetig wachsende Sammlung und steigende Besucherzahlen beschloss das Kuratorium 1824 den Umzug in ein größeres, neu zu errichtendes Gebäude. 1850 war der Umzug abgeschlossen, und die Gebäude hatten im Wesentlichen ihre heutige Gestalt. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Teile der Sammlung aus Platzgründen in andere Gebäude verlegt, so erhielt z.B. die 1973 geschaffene British Library die Bücher- und Manuskriptesammlung.
Das Museumsgebäude, das 1848 fertiggestellt wurde, hat einen quadratischen Grundriss und wurde von Robert Schmirke konzipiert. Die Planung des Innenhofes des Museums, der den Lesesaal der ehemaligen British Library umgibt, erfolgte durch den Architekten Sir Norman Foster. Das Dach des Innenhofes ist eine Stahl-Glas-Konstruktion, die aus 1656 Paaren Glasplatten besteht und wurde im Jahre 2000 fertiggestellt. Der Innenhof ist mit 7.100 Quadratmetern Hoffläche der größte überdachte, öffentliche Platz in Europa.
Das Museum beherbergt heute etwa sechs Millionen Objekte, die die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit von ihrem Anfang bis zum heutigen Tag dokumentieren. Berühmt ist es unter anderem für seine Sammlung ägyptischer Mumien, den Stein von Rosetta und die Elgin Marbles. Aus Platzmangel müssen viele Artefakte in Magazinen unter dem Museum ihr Dasein fristen.

Im Lesesaal der Bibliothek
Die Bibliothek des Museums umfasst derzeit etwa 350.000 Bände und ist ein Teil der British Library. Ein etwa 25.000 Bände umfassender Bestand an Nachschlagewerken zu allen Wissensgebieten ist in dem 1857 eröffneten Lesesaal aufgestellt, der mit seiner beeindruckenden Kuppel zu den bekanntesten der Welt zählt.
Die Sammlung des Museums umfasst einen Zeitraum von zwei Millionen Jahren und wird in 94 Einzelsammlungen gegliedert.
Das Museum hat etwa 4,5 Millionen Besucher pro Jahr und eine Vielzahl kommerzieller Unterstützer. Im Geschäftsjahr 2005/2006 standen den Einnahmen in der Höhe von 58.1 Millionen Pfund (davon 39.8 Millionen Pfund staatlicher Zuschuss) Ausgaben von 60.3 Millionen Pfund gegenüber. Dies entspricht einem Defizit von umgerechnet rund 3.2 Millionen Euro.[1]
Mit Ausnahme von wenigen Monaten im Jahr 1972 ist der Eintritt des Museums unverändert bis heute kostenfrei geblieben, was jedoch nur für die ständige Ausstellung gilt. Das in der Great Russell Street befindliche Museum ist mit Hilfe der Londoner U-Bahn über die Stationen Holborn (Central, Piccadilly Line) oder Russell Square (Piccadilly Line) zu erreichen. Die eigene Station British Museum ist seit 1933 geschlossen.
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