| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Neckar-Odenwald-Kreis | |
| Koordinaten: | 49° 31′ N, 9° 19′ O | |
| Höhe: | 337 m ü. NN | |
| Fläche: | 138,99 km² | |
| Einwohner: | 18.820 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 135 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 74710–74722 (alt: 6967) | |
| Vorwahl: | 06281 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MOS | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 25 014 | |
| Stadtgliederung: | 14 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Wimpinaplatz 3 74722 Buchen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Roland Burger | |
Buchen ist eine Stadt im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg. Ihr amtlicher Name ist Buchen (Odenwald).
Inhaltsverzeichnis |
Buchen liegt im südöstlichen Odenwald an der Nahtstelle zum Bauland, entlang des Obergermanisch-raetischen Limes. Es liegt geographisch im Dreieck der Großstädte Mannheim, Würzburg und Heilbronn. Nachbarorte sind Walldürn und Seckach. Das Gemeindegebiet liegt im Naturpark Neckartal-Odenwald in 250 bis 500 Metern Höhe.
Die Stadt wurde 1975 im Rahmen der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg durch Eingemeindung von 13 Gemeinden rund um die Stadt Buchen erweitert. Dies sind:
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773/774 wurde Buchen im Lorscher Codex, dem Urkundenbuch des Klosters Lorsch, als Buchheim erstmals erwähnt. Nach mehreren Besitzwechseln wurden Gerichtsbarkeit und Vogteirechte an die Herren von Dürn übertragen und Buchen 1280 die Stadtrechte verliehen. Im heutigen Ortsteil Bödigheim errichtete im Jahr 1286 der Ritter Wiprecht Rüdt eine Burg, die Ende des 16. Jahrhunderts um einen Renaissance-Palas erweitert wurde. Um 1303/1309 wird Buchen an den Erzbischof von Mainz verkauft und verbleibt dort 500 Jahre lang. 1346 bildet Buchen mit Amorbach, Aschaffenburg, Dieburg, Külsheim, Miltenberg, Seligenstadt, Tauberbischofsheim und Walldürn den Neunstädtebund.
Götz von Berlichingen wird im Bauernkrieg 1525 im heutigen Museumshof gegen seinen Willen zum Hauptmann des Bauernhaufens verpflichtet. Nach der Niederlage der Bauern wird der Neunstädtebund von der Landesherrschaft faktisch aufgelöst.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort zunächst von den Schweden erobert. Diese mussten aber um 1634 wieder den kaiserlichen Truppen weichen. Zu dieser Zeit kam es zu einem Großbrand im Ort, dem 153 Häuser zum Opfer fielen. Kirche, Pfarrhaus, die Obermühle, der Hausener Hof und vermutlich auch die Burg wurden hierbei zerstört. Von 215 Bürgern und 16 Juden hatten den Krieg nur 29 Bürger, 5 Witwen und 26 Häuser überstanden. Die Felder waren verödet.
1712 bis 1720 wurde das neue Rüdt von Collenberg´sche Schloss von Johann Jakob Rischer in Bödigheim erbaut. Durch Blitzschlag kommt es 1717 in der Kernstadt zu einem katastrophalen Stadtbrand. 1803 wird Buchen nach Auflösung des Kurfürstentums Mainz im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses dem durch Order von Napoleon umgesiedelten Fürstentum Leiningen zugeordnet, 1806 dann dem Großherzogtum Baden. Die badische Revolution von 1848/49 findet auch in Buchen Unterstützung.
Bereits in kurmainzischer Zeit war Buchen Sitz eines Amtes. Diese Stellung als Verwaltungsmittelpunkt behielt die Stadt auch unter leiningscher und badischer Herrschaft. 1938 wurde aus dem Bezirksamt Buchen der Landkreis Buchen.
Im Judenpogrom 1938 werden auch in Buchen und Bödigheim die Synagogen geschändet. Bei den folgendenen Deportationen kamen von den 1933 in Buchen lebenden 34 Einwohnern jüdischen Glaubens mindestens 13 ums Leben. Der ehemalige Verbandsfriedhof in Bödigheim ist heute noch Zeuge des früheren jüdischen Gemeindelebens im näheren, stark katholisch geprägten Umkreis.
Im Rahmen der Kreisreform 1973 wird der Landkreis Buchen aufgelöst und die Stadt in den neuen Neckar-Odenwald-Kreis eingegliedert.
Mit der Gemeindereform 1975 werden 13 Ortschaften eingemeindet. 1986 finden in Buchen erstmals die Heimattage Baden-Württemberg statt.
Die Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
| Partei | Stimmen | +/- | Sitze | +/- |
| CDU | 64,0% | (+1,8) | 18 | (+1) |
| FWV | 21,8% | (−0,2) | 7 | (=) |
| SPD | 14,2% | (+1,4) | 4 | (=) |
| Andere | 0,0% | (−3,0) | 0 | (=) |
Seit Februar 2006 ist Roland Burger der Bürgermeister der Stadt Buchen. Zuvor (seit Februar 1991) war er Bürgermeister der Stadt Osterburken. Der frühere Bürgermeister wurde Landrat des NOK in Mosbach.
Buchen hat als Mittelzentrum zwischen Neckar und Main eine gesunde Wirtschaftsstruktur aus Produktion, Handel, Handwerk und Dienstleistungen aufgebaut und in Gewerbegebieten angesiedelt.
Es gibt ein Kreiskrankenhaus Buchen am Ort und diverse Altenheime. In Buchen gab es eine der ersten Wohnanlagen bundesweit nach dem Modell des Betreuten Wohnens.
Buchen ist über die Bundesautobahn A 81, Ausfahrt Adelsheim/Osterburken, Landstraße (von Süden) oder Ausfahrt Tauberbischofsheim, Bundesstraße B 27 (von Norden) her sowie über die A 6, Ausfahrt Sinsheim, B 292 und B 27 (von Südwesten) zu erreichen.
Der Bahnhof Buchen (Odenw) liegt an der Bahnstrecke Seckach-Miltenberg (KBS 709, auch Madonnenlandbahn genannt), die in Buchen Ost einen weiteren Haltepunkt hat. Der Bahnbetrieb wird durch die Westfrankenbahn durchgeführt. Den ÖPNV versorgen Busse im Verkehrsverbund Rhein-Neckar.
Der Flughafen Stuttgart und der Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt am Main sind jeweils etwa 100 km entfernt. Der nächste Landeplatz ist der Flugplatz Walldürn. Der nächstgelegene Binnenhafen ist Wertheim am Main.
Buchen ist Sitz eines Amtsgerichts, das zum Landgerichtsbezirk Mosbach gehört. Die Stadt ist ferner Sitz des Regionalbüros Odenwald-Tauber des Erzbistums Freiburg, zu dem die Dekanate Buchen, Tauberbischofsheim, Lauda in Lauda-Königshofen und Mosbach gehören.
In Buchen gibt es eine Vielzahl an Schulen, weswegen täglich massenhaft Schüler in die ehemalige Kreisstadt strömen. Buchen hat eine technische Berufsschule mit Gymnasium für die Fachrichtungen Technik und Informationstechnik, ein Allgemein bildendes Gymnasium, eine Fachschule für Sozialpädagogik, eine Hauswirtschaftsschule sowie mehrere Real-, Haupt-, Grund- und Sonderschulen.
In Buchen besteht ein Korrespondentenbüro des Südwestrundfunks und seit 1951 im Nordosten der Stadt an der Walldürner Straße bei 49°31'51" nördlicher Breite und 9°19'58" östlicher Länge eine Sendeanlage des Südwestrundfunks ( Sender Buchen-Walldürrn). Über diese Sendeanlage wurde bis 1993 das erste Programm des Südwestrundfunks auch auf der Mittelwellenfrequenz 1485 kHz verbreitet, wobei der Antennenträger, ein 60 Meter hoher abgespannter Stahlfachwerkmast, als fußpunktgespeister selbststrahlender Sendemast diente und gegen Erde isoliert ist. 1993 wurde der Mittelwellensendebetrieb eingestellt und die auf seiner Spitze befindliche UKW-Antennenanlage erweitert. Deshalb wurde er nicht nur aufgestokt, sondern auch in einer weiteren Ebene abgespannt. Da man nicht mehr plante, den Mittelwellensendebetrieb aufzunehmen, wurden die Abspannseile der obersten Ebene nicht mit Isolatoren versehen.
Abgestrahlte Frequenzen
| Sendefrequenz | Programm | ERP |
|---|---|---|
| 91,9 MHz | SWR 1 | 100 W |
| 94,1 MHz | SWR 3 | 100 W |
| 97,1 MHz | SWR 2 | 100 W |
| 100,6 MHz | DasDing | 50 W |
| 107,5 MHz | SWR 4 | 25 kW |
Als regionale Versorgungseinrichtung besteht das Kreiskrankenhaus Buchen.
Buchen liegt an der Siegfriedstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.
Aufführungen der Badischen Landesbühne.
Die Stadt und ihre Gemeinden haben ein reges Vereinsleben, das über eine Datenbank abzufragen ist (siehe Weblinks).
Adelsheim | Aglasterhausen | Billigheim | Binau | Buchen (Odenwald) | Elztal | Fahrenbach | Hardheim | Haßmersheim | Höpfingen | Hüffenhardt | Limbach | Mosbach | Mudau | Neckargerach | Neckarzimmern | Neunkirchen | Obrigheim | Osterburken | Ravenstein | Rosenberg | Schefflenz | Schwarzach | Seckach | Waldbrunn | Walldürn | Zwingenberg