| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Leer | |
| Koordinaten: | 53° 11′ N, 7° 16′ O | |
| Höhe: | 2 m ü. NN | |
| Fläche: | 121 km² | |
| Einwohner: | 7555 (30. Juni 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 62 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 26831 | |
| Vorwahlen: | 0 49 53 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LER | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 57 024 | |
| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Kirchring 2 26831 Bunde |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gerald Sap (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Bunde im Landkreis Leer | ||
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Bunde (Plattdeutsch Bunn) ist eine Gemeinde im ostfriesischen Landkreis Leer, Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Die gemeinde liegt in dem ostfriesischen Landstrich Rheiderland westlich von Leer am Dollart. Die Gemeinde grenzt an die Provinz Groningen des Königreichs der Niederlande. Der Niederländische Ort Neuschanz ragt deutlich in die Gemeinde Bunde hinein.
Der Flecken Bunde besteht aus einer Ansiedlung mit der Kirche und einer dem Verlauf des Geestrückens folgenden Reihensiedlung mit dem "Steinhaus". Eine ältere Burg befand sich westlich der zentralen Siedlung mit der Kirche.
Der Ort Bunde liegt an der Spitze eines süd-nördlich verlaufenden Geestrückens, der weit in die Marsch mit westlich jünger verlandeten Poldern hineinreicht. Östlich und südlich liegen zusammenhängende Hochmoorgebiete.
Bunde grenzt im Landkreis Leer an Jemgum und Weener, im Landkreis Emsland an Rhede und an die niederländischen Gemeinden Reiderland und Bellingwedde.
Die Gemeinde Bunde hat fünf Ortschaften, denen je ein Ortsvorsteher vorsteht. Diese Ortschaften, die aus den Mitgliedsgemeinden der 2001 aufgelösten Samtgemeinde Bunde hervorgingen, sind:
Ein Sonderfall ist die Ortschaft Dollart. Diese besteht aus mehreren Dörfern und war bis 1973 selbst eine Samtgemeinde. Einen historischen Ort namens Dollart gab es nicht. Die in der heutigen Ortschaft Dollart zusammengefassten Dörfer haben immer noch ein starkes Selbstverständnis. Die Orte sind:
Ein Großteil des heutigen Gemeindegebietes war im Mittelalter durch Sturmfluten zu einem Teil des Dollarts geworden. Bunde hatte zu dieser Zeit einen wichtigen Seehafen. Nach und nach wurden viele Dollartflächen eingepoldert und zurückgewonnen.
Die Gemeinde Bunde in ihrer jetzigen Form ist im Jahr 2001 entstanden. Seit 1973 bildeten mehrere eigenständige Gemeinden, die nun die fünf Ortschaften sind, die Samtgemeinde Bunde.
Die Gemeinde Bunde hat heute 7.580 Einwohner (Stand 5. November 2004). Sie bezeichnen sich überwiegend als Ostfriesen. Das Ostfriesische Platt ist eine weit verbreitete Umgangssprache.
Sitzverteilung im Gemeinderat nach den Ergebnissen der Wahl vom 10. September 2006:
Bürgermeister ist Gerald Sap (SPD). Er wurde bei der Wahl am 10. September ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt.
Das Wappen der Gemeinde zeigt in Silber auf Blau einen Dreimastsegler auf dem Meer. Dies deutet auf die Seefahrtstradition in Bunde hin und erinnert daran, dass Bunde nach den Dollarteinbrüchen einen wichtigen Hafen besaß.
In Ostfriesland wurde bereits im frühen 16. Jahrhundert die Reformation eingeführt. Wie das gesamte Rheiderland ist die Gemeinde Bunde heute calvinistisch geprägt. Neben den reformierten Gemeinden findet sich auch eine altreformierte Gemeinde. Die lutherische Gemeinde ist jüngeren Datums und wurde gegründet, als sich Heimatvertriebene in Bunde ansiedelten. Katholiken gibt es kaum, deren nächste Gemeinde ist in Weener.
| Kirchengemeinde | Gründung | Mitglieder (2005) |
|---|---|---|
| Evangelisch-reformierte Kirche | ||
| Kirchengemeinde Bunde | ± 3.200 | |
| Kirchengemeinde Landschaftspolder | ||
| Kirchengemeinde Ditzumerverlaat | ||
| Kirchengemeinde Wymeer | ||
| Evangelisch-lutherische Kirche | ||
| Emmaus-Kirchengemeinde Bunde | 1969 | ± 800 |
| Römisch-katholische Kirche | ||
| Keine Gemeinde in Bunde | ||
| Evangelische Freikirchen | ||
| Ev.-altreformierte Kirchengemeinde Bunde | 1858 | 405 |
| Freie ev. Bibelgemeinde Boen | ||
| Baptistengemeinde Wymeer | 17 | |
| Baptistengemeinde Ditzumerverlaat | 19 | |
| Judentum | ||
| Heute keine mehr, siehe: Jüdische Gemeinde Bunde | ||
Markantes Wahrzeichen ist die 1911 nach einem Brand wiederaufgebaute Windmühle. Sie ist die drittgrößte Mühle Ostfrieslands.
Am Wynhamster Kolk steht eine kleine Wasserschöpfmühle aus dem Jahr 1804.
Im Ortsteil Bunderhee steht das "Steinhaus", eine Burganlage des 13./14. Jahrhunderts.
Im Ortsteil Wymeer stehen seit 1974 zwei Hochmoorgebiete unter Naturschutz oder sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
Wirtschaftlich-touristisch erschlossen wird die Gemeinde durch die Eisenbahnlinie Leer–Groningen, durch die Bundesstraße 436 (Grüne Küstenstraße/E 22) sowie die Autobahnen 31 und 280. Bunde besitzt zwei Autobahnauf- und -abfahrten; eine davon direkt am Gewerbegebiet Bunde-West, unmittelbar vor der Grenze zu den Niederlanden. Die A 31 verläuft nahezu genau auf der Ostgrenze der Gemeinde zur Stadt Weener, die kurze A 280 verbindet die A 31 mit dem niederländischen Rijksweg 7. Der Bunder Bahnhof ist nicht mehr in Betrieb.
Bunde liegt im Verbreitungsbereich der beiden lokalen Tageszeitungen Rheiderland-Zeitung und Ostfriesen-Zeitung.
In der Gemeinde gibt es je eine Grundschule in Bunde, Wymeer und Dollart sowie die Haupt- und Realschule Bunde (ab 1. August 2007 Ganztagsunterricht). Zudem ist eine Außenstelle der Volkshochschule in Bunde ansässig.
In Bunde wird das Ostfriesisches Platt gesprochen.
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