Bundesautobahn 555

Bundesautobahn 555
Basisdaten
Gesamtlänge: 18 km
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Ausbauzustand: 3 Fahrspuren
Anschlussstellen und Bauwerke [1]
(1) Verteilerkreis Köln    
(2) Kreuz Köln-Süd     (Kölner Ring)
(3) Köln-Rodenkirchen
(4) Köln-Godorf
(5a) Wesseling
(5b) Bornheim
(6) Kreuz Bonn-Nord    
(7) Verteilerkreis Bonn

Die Bundesautobahn 555 (Abkürzung: BAB 555) – Kurzform: Autobahn 555 (Abkürzung: A 555) – wurde in den Jahren 1929–1932 gebaut, am 6. August 1932 als kreuzungsfreie Kraftwagenstraße eröffnet und verläuft zwischen den Verteilerkreisen Köln und Bonn. Die BAB 555 gilt als die älteste der bundesdeutschen Autobahnen. Sie führt vorbei an den Orten Köln-Godorf, Wesseling und Bornheim. Sie galt zunächst nur als Landstraße und wurde erst 1958 zur Autobahn umgewidmet. Bis zu ihrer Erweiterung auf drei Spuren je Fahrtrichtung zwischen 1964 und 1966 besaß sie keine bauliche Trennung der Richtungsfahrbahnen.

Verlauf der A 555

Die A 555 ist relativ eben und im Vergleich zu anderen Autobahnen der Region sehr gerade. Die einzige bemerkenswerte Kurve bei Wesseling verfügt über eine deutliche Querneigung. Bis 2004 verfügte sie, abgesehen von Bremstrichtern an den Enden, über keinerlei Geschwindigkeitsbegrenzung. Seither wird die Möglichkeit zum schnellen Fahren durch ein lärmschutzbedingtes Tempolimit bei Wesseling deutlich eingeschränkt.

Ursprünglich sollte sie als Kölner Stadtautobahn bis zur Neustadt geführt werden um dort an ein ebenfalls nicht umgesetztes Teilstück der A 57 angeschlossen zu werden.

In den 1990er Jahren wurde auf der A 555 ein Feldversuch zur automatischen Erhebung von Autobahn-Benutzungsgebühren (Maut) durchgeführt.

Zwischen Wesseling und Bornheim befindet sich im Bereich des Waldes "Eichkamp" ein ehemaliger Rasthof, der den Namen "Im Eichkamp" trug. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Verkehrssicherheitszentrum des TÜV Rheinland. Die Richtungsfahrbahn Bonn ist bis heute an das Gelände angeschlossen. In Gegenrichtung wurde jedoch eine durchgehende Leitplanke installiert. Auch Feldversuche für die Lkw-Maut wurden teilweise auf dem Rasthof-Gelände durchgeführt.

2003 wurde die neue Anschlussstelle Bornheim (Rheinland) gebaut und freigegeben, um in Verbindung mit mehreren Umgehungsstraßen das Straßennetz im Bonner Westen (insbesondere die Ortsdurchfahrten Bonn-Duisdorf, -Lessenich/Meßdorf und -Dransdorf) zu entlasten und das Vorgebirge bei Bornheim und Alfter an die Autobahn anzubinden.

Die A 555 hat in Köln und Umgebung den Beinamen Diplomatenrennbahn. Der Grund für diesen Beinamen ist vermutlich die weitverbreitete Legende, dass ausländische Diplomaten und Staatsbesucher bei ihrem Eintreffen in Bonn sehr gerne ihre Fahrer die A 555 einmal nach Köln und zurück mit Höchstgeschwindigkeit fahren ließen. In Bonn wird dieser Begriff dagegen für die B 9 verwandt.

Quellen


Quelle:
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