Unter Burenrepubliken versteht man eine Reihe von Staaten, die im späten 18. und im 19. Jahrhundert durch die Buren (europäische Kolonisten zumeist niederländischer Herkunft) im Gebiet der heutigen Republik Südafrika gegründet wurden. Viele von ihnen hatten nur kurzen Bestand, die bekanntesten konnten ihre Existenz aber ca. 50 Jahre lang aufrechterhalten. Man kann unter den Burenrepubliken zwei Arten unterscheiden: Diejenigen, die vor dem sogenannten Großen Treck entstanden sind, und diejenigen, die danach ausgerufen wurden.
Die Burenrepubliken der ersten Art wurden von Kolonisten gegründet, welche gegen die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) rebellierten. Diese hatte damals die Oberhoheit über die Kapkolonie inne. Es handelte sich bei ihnen de facto um kurzlebige Stadtstaaten. Dazu zählen:
Territorial weitaus größere und beständigere Republiken wurden im Zuge der Auswanderung der Buren aus der Kapkolonie gegründet, nachdem diese im Jahre 1814 (Annexion von Kapstadt) endgültig an Großbritannien gefallen war. Die Briten führten die britische Rechtsprechung sowie Englisch als Staatssprache ein und schafften im Jahre 1833 die Sklaverei ab. Vor allem letzteres erwies sich sehr zum Nachteil der Buren, deren wirtschaftliche Grundlage oft auf der Haltung einheimischer Sklaven beruhte. Aufgebracht von diesem Umständen, verließen viele Buren in den darauf folgenden Jahren die Kapprovinz, siedelten sich weiter nördlich jenseits der Flüsse Oranje und Vaal an und gründeten dort neue eigene Staaten. Zu ihrer Geschichte siehe die entsprechenden Hauptartikel:
Griqua-Gebiete: