| Bydgoszcz | |||
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| Basisdaten | |||
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| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Kujawien-Pommern | ||
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt | ||
| Fläche: | 174,48 km² | ||
| Geographische Lage: | 53° 07' N, 18° 00' O | ||
| Höhe: | 60 m n.p.m | ||
| Einwohner: | 368.235 (1. Jan. 2005) | ||
| Postleitzahl: | 85-001 bis 85-915 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 52 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | CB |
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| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Zweige: | Schwerindustrie Feinmechanik |
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| Straße: | Stettin–Warschau Danzig–Posen Koszalin–Konin |
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| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Bydgoszcz | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Stadtpräsident: | Konstanty Dombrowicz | ||
| Adresse: | ul. Jezuicka 1 85-102 Bydgoszcz |
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| Webpräsenz: | www.bydgoszcz.pl | ||
Bydgoszcz [ˈbɨdgɔʃʧ] (deutsch: Bromberg) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen – an der Weichsel etwa 100 Kilometer nordöstlich der Stadt Posen und etwa 140 Kilometer südlich von Danzig gelegen. Die Einwohnerzahl beträgt 366.000, in der Umgebung aber mehr als 400.000. Zum Ballungsraum Brombergs zählt auch Thorn (45 km entfernt, 200.000 Einwohner). Insgesamt ist Bromberg das Zentrum von einem Ballungsgebiet von mehr als 700 000 Einwohnern. Die am südlichen Ende der Brahe (pol. Brda) und an der Weichsel gelegene Stadt, die über den Bromberger Kanal (poln. Kanal bydgoski) und die Netze mit der Oder verbunden ist, ist eine der größten polnischen Städte, bedeutendes Industrie- und Handelszentrum einer landwirtschaftlich intensiv genutzten Umgebung und bildet in günstiger Lage einen Verkehrsknotenpunkt. Bromberg ist eine Universitätsstadt (Kasimir-der-Große-Universität, Technische Universität, Konservatorium, Collegium Medicum). Die Stadt hat einen internationalen Flughafen (Direktflüge nach Warschau, London, Dublin sowie Charterflüge nach Tunesien und in die Türkei). In der Vergangenheit wurde die Stadt "kleines Berlin" genannt. Die Stadt hat wegen der vielen Wasserwege sowie wegen der vorhandenen Jugendstilarchitektur sehr viel von ihrem alten Charme beibehalten. Bromberg ist eines des bedeutendsten Musikzentren Polens mit einer Oper (Opera Nova) und einer Philharmonie (Filharmonia Pomorska), die wegen ihrer hervorragenden Akustik geschätzt wird. In der Stadt findet jährlich das einzige polnische Opernfestival statt. Durch die Brahe, den Bromberger Kanal, die Netze sowie die Oder ist eine Binnenwasserverbindung der Stadt mit Berlin vorhanden, die Wasserstrasse wartet jedoch auf ihre Wiederbelebung und wirtschaftliche Nutzung. In der Stadt befindet sich ein deutsches Honorarkonsulat.
Inhaltsverzeichnis |
Im 12. Jahrhundert wurde das heutige Bydgoszcz als Handelsstadt mit Speichern für Salz und Getreide gegründet. Am 19. April 1346 erhielt die Siedlung nahe der alten Burg Bidgost durch den polnischen König Kasimir dem Großen (Kazimierz Wielki) Stadtrechte und sollte ihm zu Ehren den Namen Królewiec erhalten. Dieser Name konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Der deutsche Bevölkerungsteil benannte die Stadt nach dem Fluss Brahe, woraus der Name Bromberg entstand, während der polnische Bevölkerungsteil den Namen der alten Burg auf die Stadt übertrug. Beide Namen existierten Jahrhunderte lang gleichberechtigt nebeneinander.
Das Stadtwappen zeigt eine silberne Burg auf blauem Grund. Bemerkenswert ist das seltene Motiv des halb geöffneten Burgtors, das sich aber auch im Wappen von Thorn findet.
Auf Landkarten ab etwa 1600 findet man die Stadt Bromberg an einem Arm der Weichsel und südlich davon den Burgort Bidgost. Im 16. Jahrhundert war Bromberg eine der größten Städte Polens. 1657 wurde der Vertrag von Bromberg unterzeichnet. Der Vertrag von Bromberg besagt, dass Preußen sich aus dem Bündnis mit Schweden zurückzieht.
Nach Zerstörung im Großen Nordischen Krieg, einer Flutkatastrophe und danach einer Seuche zählte Bromberg 1772 nur noch rund 700 Einwohner. Von 1772 bis 1807 gehörte die Stadt zur preußischen Provinz Westpreußen, 1807 bis 1815 zum Herzogtum Warschau und 1815 bis 1920 zur preußischen Provinz Posen und erlebte gleich zu Beginn der preußischen Zeit durch den Bau des 27 km langen Bromberger Kanals, der heute die Brahe mit der Netze – und damit das Flusssystem der Weichsel mit dem der Oder – verbindet, und Ende des 19. Jahrhundert durch den Bau der Ostbahn einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1794 während des Kościuszko-Aufstands fand bei Bromberg eine Schlacht zwischen den Aufständischen und den Preußen statt.
1875 hatte die Stadt 31.300 Einwohner. Die Einwohnerzahl wuchs bis zur Volkszählung von 1910 auf 57.700, davon 84 Prozent Deutsche und 16 Prozent Polen. Die Stadt war Hauptstadt eines Regierungsbezirks in der Provinz Posen.
Nach dem Ende des 1. Weltkriegs kam die Stadt im Januar 1920 an Polen. Nach der Angliederung an Polen blieb Bromberg ein Zentrum der deutschen Minderheit in Posen, Netzegau und Pommerellen. Herausragende Vertreter der deutschen Minderheit zu dieser Zeit waren:
Im Jahre 1934 wurde die Deutsche Vereinigung für Posen und Pommerellen ebenfalls mit dem Sitz in Bromberg gegründet und im Herbst 1939 aufgelöst.
Zu Anfang des Zweiten Weltkriegs kam es zu Ausschreitungen zwischen Polen und örtlichen Volksdeutschen, bei denen vom 3. bis 8. September 1939 wohl zwischen 358 und 5437 deutsche Zivilisten ums Leben kamen. Der Bromberger Blutsonntag spielte in der nationalsozialistischen Propaganda eine wichtige Rolle, unter anderem wurde die Opferzahl bewusst vervielfacht. Bis heute sind die damaligen Ereignisse Gegenstand von scharfen Diskussionen geblieben. Während der deutschen Besetzung hatte die polnische Bevölkerung unter Willkürmaßnahmen, Vertreibungen und Gräueltaten zu leiden. NS-Kreisleiter und Oberbürgermeister Werner Kampe wollte die Stadt monumental umgestalten. Dies scheiterte zwar an den Kosten, doch wurden einige historische Bauten bei den beginnenden Umbaumaßnahmen geopfert, darunter die von Karl Friedrich Schinkel umgeformte Jesuitenkirche. Im Oktober 1939 wurde die Große Synagoge der Stadt zerstört. Die im Krieg relativ wenig zerstörte Stadt wuchs in den folgenden Jahrzehnten kräftig weiter. Seit 1949 ist Bromberg Sitz des Pommerschen Militär-Bezirkes, der unter anderem für die Verteidigung der nördlichen Gebiete Polens im Kriegsfall zuständig ist. Seit 1991 besteht eine Städtepartnerschaft mit Mannheim.
Bei der jährlichen Radrundfahrt „Tour de Pologne“ ist Bydgoszcz Etappenaustragungsort.
In Bydgoszcz wird auch jährlich ein Grand Prix-Rennen im Speedway ausgetragen.
Die Brda Cup Ruderregatta wird jedes Jahr auf dem Fluss Brda ausgetragen.
Die Stadt Bydgoszcz hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen (Auflistung chronologisch nach Verleihungsjahr):
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