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| Flagge und Wappen von Cádiz |
Cádiz [ˈkaðiθ] ist die Hauptstadt der Provinz Cádiz in der Autonomen Region Andalusien in Süd-Spanien mit 130.561 Einwohnern (2006). Die Stadt erhebt sich auf einer Landzunge, die in die Bucht von Cádiz, die ein kleiner Teil des Golfs von Cádiz ist, vorspringt.
Die Altstadt mit den Vierteln (span. barrios) ‚El Pópulo‘, ‚La Viña‘ oder ‚Santa María‘ steht in starkem Kontrast zu den Hochhäusern der modernen Neustadt. Das Stadtbild wird durch viele kleine Plätze geprägt.
Die Einwohner von Cádiz werden Gaditanos genannt.
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Im Gegensatz zu den Orten innerhalb der Provinz ist das Klima vom Meer geprägt. Im Sommer sind Temperaturen um 30 Grad geradezu angenehm. Der Atlantik bestimmt das Klima. Kommt der Wind aus Westen (Poniente) lässt es sich hier sehr gut aushalten. Im Gegensatz dazu steht der Levante. Dieser Wind kommt aus dem Osten und ist bei den Windsurfern um Tarifa sehr willkommen, führt in Cádiz aber zu ähnlichen Verhältnissen, wie der Föhn in Bayern, allerdings mit wesentlich höheren Temperaturen bis über 40 Grad Celsius. Die Leute klagen über Kopfschmerzen, es ist stickig und alles geht etwas langsamer voran. Selbst am Strand ist es manchmal unangenehm, denn der meist starke Wind wühlt den Sand auf und bläst ihn über den Strand. Im Gegensatz zu den anderen Stränden ist der Strand Playa de la Victoria durch die Bebauung relativ gut vor dem Wind geschützt. Die Perioden des Levante können bis zu einer Woche andauern.
Im Winter liegen die Temperaturen tagsüber um die 12-18 Grad. Abends lässt es die hohe Luftfeuchtigkeit kälter erscheinen, als es in Wahrheit ist (Gefühlte Temperatur). Tagsüber hat auch im Winter die Sonne noch genug Kraft, um in einem leichten Pulli nicht zu frieren. Allerdings tragen nicht wenige Einwohner dann schon Schal und Handschuhe.
Der Legende nach wurde die Stadt durch Herkules gegründet; darauf beruft sich noch heute das Stadtwappen mit der Inschrift "Hercules Fundator Gadium Dominatorque" (Herkules, Gründer und Herrscher von Cádiz). Geschichtlich gesehen ist Cádiz (phön.: 'gdr (Gadir); griech.: Gadeira) eine Stadtgründung der Phönizier. Diese erkannten die günstige Lage der Insel (erst im 17. Jahrhundert wurde es eine Halbinsel) an der Mündung des Guadalete, in der Nähe des an Silber reichen Tartessos sowie auf halben Weg zu den "Zinninseln" (Britannien). Der römische Historiker Velleius Paterculus gab als Zeitpunkt der Grundsteinlegung „80 Jahre nach dem Trojanischen Krieg“, also etwa 1100 v. Chr. an;[2] archäologisch konnte eine Besiedlung des Gebiets jedoch nur bis in die Mitte des 8. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen werden.
Unter Phöniziern und Karthagern wurde Gadir zu einem blühenden Handelszentrum. Nach den Punischen Kriegen übernahmen die Römer die Stadt und änderten sogleich den Namen; aus Gadir wurde Gades. Das römische Theater, heute zur Hälfte ausgegraben und restauriert, erinnert noch an die Bedeutung der Stadt, die im römischen Reich eine wichtige Rolle spielte. Cicero hob in seiner Verteidigungsrede für den in Cádiz geborenen Balbus das Prestige dieser damaligen ‚Weltstadt‘ deutlich hervor.
Berühmt war Cádiz in der Antike für sein Heiligtum des Melkart (auf der Isla de Sancti Petri), das Hannibal vor seinem berühmten Zug über die Alpen besucht haben soll. Der almoravidische Statthalter zerstörte es 1146 auf der Suche nach einem sagenhaften Schatz.
Im Jahr 1262 eroberte Alfons X. Cádiz und vertrieb somit die Mauren, die seit Beginn des 8. Jahrhunderts dort die Herrschaft innehatten.
Mit der Verlegung der Casa de Contratación von Sevilla nach Cádiz 1717 blühte Cádiz erneut zu einer Handelsstadt auf, denn durch die günstige geografische Lage am Atlantischen Ozean galt sie gewissermaßen als das Tor nach Amerika. Schließlich war es auch ein kleiner Ort in dem Golf von Cádiz namens Puerto de Santa María, von dem aus Kolumbus auf seiner zweiten Reise im Jahr 1493 in die neue Welt segelte.
Während der Besetzung Spaniens durch französische Truppen im spanischen Unabhängigkeitskrieg (1808 - 1814) blieb Cádiz unbesetzt. Hier wurde von 1810 an die erste spanische Verfassung ausgearbeitet, die nach ihrem Veröffentlichungsdatum, dem 19. März 1812 La Pepa genannt wurde. Nach der Restauration der Bourbonen 1814 setzte Ferdinand VII. die Verfassung außer Kraft, die 1820 durch revoltierende Bürger in der Spanischen Revolution wieder eingesetzt wurde. Cádiz konnte sich bis 1823 halten, erst dann eroberte Ferdinand mit Hilfe der französischen Invasion in Spanien die Stadt zurück.
Bekannt ist Cádiz vor allem bei den einheimischen Sommerurlaubern. In den Sommermonaten treibt es tausende Familien aus Madrid, Barcelona und vielen anderen Orten aus ganz Spanien hierher.
Feiner Sandstrand, der mit dem blauen Band (Playa de la Víctoria) seit Jahren ausgezeichnet ist.
Cádiz ist die größte atlantische Hafenstadt Andalusiens. Von hier kommt man per Fähre z.B. zu den Kanarischen Inseln.
Zu erreichen ist die Stadt mit Fernbussen und der Bahn über nur zwei Zufahrten: die Landzunge, die Cádiz und San Fernando verbindet, sowie über die Brücke José León de Carranza. Im Sommer, besonders sonntags, ist mit viel Verkehr zu rechnen. Eine zweite Brücke soll gebaut werden und die Stadt wirbt seit Jahren damit, dass die Planungsphase in 5 Monaten beendet sein soll.
Die Autobahn AP-4 verbindet die Stadt über Jerez de la Frontera und Sevilla mit dem europäischen Autobahnnetz (E-5).
Nächster internationaler Flughafen ist Jerez de la Frontera. Von dort aus nimmt man das Taxi (ca. 42 €) direkt bis nach Cádiz oder man fährt nach Jerez mit dem Taxi (12 € - 15 €) und von dort aus mit dem Bus (Gesellschaft 'Transportes Generales Comes' http://www.tgcomes.es - 2-3 € p. P.). Inzwischen (September 2005) existiert eine direkte Busverbindung im Stundentakt vom Flughafen Jerez nach Cádiz und zurück.
In den 50er Jahren wurde über die Bucht von Cádiz eine Hochspannungsleitung mit zwei Drehstromkreisen gespannt, die auf beiden Seiten der Bucht an zwei 158 Meter hohen Hochspannungsmasten aufgehängt sind.
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